© Ducati - Die Ducati-Mechaniker arbeiten fieberhaft am Material für Valentino Rossi

Vor zehn Monaten ist Valentino Rossi zum ersten Mal auf die Ducati gestiegen und klagt – wie alle anderen Fahrer auch – darüber, das Vorderrad zu spüren. Vor dem Sommer wechselte der Italiener auf die GP11.1, aber ein entscheidender Fortschritt wurde nicht erzielt.

Seine Mannschaft rund um Jeremy Burgess hat bei der Abstimmung die verschiedensten Varianten ausprobiert. Der Rückstand zu Honda und Yamaha ist aber geblieben. Burgess fordert nun von Ducati, dass ein radikaler Schritt kommen muss, weil man aus dem vorhandenen Material nicht mehr herausholen kann.

„Wir brauchen Hilfe und neue Ideen. Jeder weiß, dass sich das nicht vorhandene Gefühl der Fahrer nicht verbessert hat. Wir müssen das aber tun, egal für welche Methode sie sich entscheiden“, wird der Australier von ‚Motor Cycle News‘ zitiert. „Wir haben an der Rennstrecke alles getan. Bis wir nicht etwas Neues bekommen, werden wir zu kämpfen haben, dass wir überhaupt vorwärts kommen.“

„Valentino kämpft auf der Strecke mit allem, das ihm zur Verfügung steht. Trotzdem wird er immer Verbesserungen fordern. Wir brauchen größere Schritte und das liegt an Ducati.“ Diese Woche wird Rossi in Mugello erstmals das Alu-Chassis testen. „Wir haben das Motorrad in allen Formen und Positionen verändert, so wie alle anderen Ducati-Fahrer auch“, setzt Burgess fort. „Wir können auch Caseys Abstimmungen verwenden. Man kommt aber zu einem Punkt, an dem man nichts mehr tun kann.“

Der Druck liegt bei Ducati, speziell bei Konstrukteur Filippo Preziosi. Das Aluminium-Chassis wird an der GP12 mit dem 1.000er Motor für die kommende Saison getestet. Preziosi will ein Motorrad bauen, das konstantere Rundenzeiten ermöglicht. Hayden kann mit der GP11.1 konstanter fahren als mit der GP11. Das ist einer der Vorteile des neuen Modells.

„Im Warmup in Indianapolis haben Nicky 0,3 Sekunden auf die Spitze gefehlt“, meint Preziosi. “ Das war ein gutes Zeichen, denn das Motorrad kann es tun. Das Problem ist, dass es nur über eine Runde möglich ist, denn die nächste Runde war um 1,2 Sekunden langsamer. Wir müssen unseren Fahrern etwas geben, mit dem sie in jeder Runde am Limit fahren können.“

„Wenn das Limit bei 100 Prozent liegt, dann muss man bei 99,9 Prozent fahren. Liegt man bei 99, dann ist man ein Prozent langsamer und das bedeutet eine Sekunde. Wir müssen also etwas bauen, mit dem die Fahrer konstant und sicher nahe am Limit sind. Vielleicht ist das Problem unseres Motorrades nicht das Limit, sondern das Feedback an die Fahrer.“

Text von Gerald Dirnbeck

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