Claudio Corti © Motorsport-Total.com

© Motorsport-Total.com - Claudio Corti fuhr am letzten Tag Jerez-Tests die schnellste Rundenzeit

Am dritten und letzten Tag der Testfahrten in Jerez herrschten für die Fahrer der Moto2 und der neuen Moto3-Klasse die besten Bedingungen. Bei sonnigem und trockenem Wetter wurden Lufttemperaturen von 20 Grad und eine Streckentemperatur von 34 Grad gemessen.

Trotzdem passierten einige Stürze, speziell in den Single-Sessions. Als sich die Strecke über den Tag erwärmte, wurde es etwas rutschiger. Unter den Sturzopfern befanden sich unter anderem Alex de Angelis und Scott Redding. Die inoffizielle Bestzeit in der Moto2-Klasse sicherte sich Claudio Corti. In der neuen Moto3 hielt Danny Kent die Spitze.

In der mittleren Klasse waren die Zeiten aber mit Vorsicht zu genießen, denn die Teams verwendeten eigene Motoren, die sich in der Leistung deutlich unterschieden. Erst bei den nächsten Tests, die am 19. März ebenfalls in Jerez beginnen, stehen den Teams die offiziellen Einheitsmotoren von Honda zur Verfügung. Am Samstag unterstrich das Italtrans-Team die Stärke des Kalex-Chassis. Corti setzte sich in einer Zeit von 1:42,2 Minuten an die Spitze, gefolgt von seinem Teamkollegen Takaaki Nakagami, der die gleiche Zeit aufstellte.

Den Bestwert vom Vortag konnten sie nicht unterbieten, denn Redding war bereits am Freitag 1:42,2 gefahren. Das war auch die Bestzeit der drei Tage. Tom Lüthi setzte seine gute Form bei den Wintertests fort und steigerte sich am letzten Tag um eine Zehntelsekunde. Der Schweizer reihte sich mit seiner Suter auf dem dritten Platz der inoffiziellen Zeitliste ein. Zwei Zehntelsekunden fehlten auf die Spitze. Alex Espargaro fuhr mit seiner Pons-Kalex die gleiche Zeit wie Lüthi.

Ein Lebenszeichen gab Julian Simon von sich. Als Fünftschnellster untermauerte der Moto2-Vizeweltmeister von 2010 seine aufsteigende Form. In den Top 10 war der Spanier auch der einzige Fahrer mit einem FTR-Chassis. Das Marc-VDS-Duo reihte sich geschlossen auf den Positionen sechs und sieben ein. Redding war eine Zehntelsekunde schneller als Mika Kallio. Das Duo feilte nach dem Wechsel von Suter zu Kalex weiter an dem neuen Fahrwerk.

Auch auf den Plätzen acht und neun landeten Kalex-Vertreter. Sieben Fahrer der Top 10 vertrauten auf das Material aus Deutschland. Randy Krummenacher vom Grand-Prix-Team-Switzerland reihte sich hinter Esteve Rabat (Pons-Kalex) als Neunter ein. Krummenacher fehlten zum Abschluss der Testfahrten 0,7 Sekunden auf die Spitze. Bradley Smith fuhr mit der Tech-3-Eigenkonstruktion die zehntschnellste Zeit des Tages.

Die weiteren deutschsprachigen Vertreter landeten im hinteren Teil des Feldes. Max Neukirchner konnte nicht die Zeiten der übrigen Kalex-Vertreter fahren. Der Kiefer-Pilot kam auf eine persönliche Bestzeit von 1:44,2 Minuten. Zwei Sekunden betrug der Rückstand auf die Spitze. In einem ähnlichen Bereich fuhr der Schweizer Dominique Aegerter. Er war um drei weitere Zehntel langsamer als Neukirchner und reihte sich direkt hinter dem Deutschen als 26. ein.

Moto3: Nur Vinales hält mit KTM mit

In der neuen Moto3-Klasse zeigten die KTM-Fahrer erneut, dass mit ihnen beim Comeback der österreichischen Marke zu rechnen ist. Kent stellte wie an den beiden vorangegangenen Tagen die Bestzeit auf. Der Brite fuhr am Samstag eine Runde in 1:47,1 Minuten. Das war auch die schnellste Moto3-Zeit bei diesen Tests. Einzig Shootingstar Maverick Vinales konnte mit seiner BQR-FTR-Honda die Stärke der KTM-Fahrer durchbrechen.

Im Gegensatz zu den meisten anderen Honda-Piloten verfügt Vinales bereits über das neueste Rennkit und hat damit mehr Leistung. Trotzdem fehlten dem jungen Spanier vier Zehntel auf die Bestmarke von Kent. Alberto Moncayo fuhr mit der Kalex-KTM die drittschnellste Zeit. Sandro Cortese vom offiziellen KTM-Werksteam reihte sich heute auf dem vierten Rang ein (+0,9 Sekunden). Nach dem Sturz vom Vortag lief es diesmal besser. „Nach einem schwierigen Test bin ich glücklich. Es war zwar nicht die schnellste Zeit, aber ich war immer bei den Topfahrern dabei“, twittert der Deutsche.

Weniger gut lief es für seinen Landsmann Marcel Schrötter auf der neuen Mahindra. Dem 19-Jährigen fehlten 3,6 Sekunden auf die Spitze. Sein Teamkollege Danny Webb war schneller unterwegs, hatte aber immer noch einen Rückstand von 2,6 Sekunden. Das MZ-Team mit Toni Finsterbusch und Jonas Folger verzichtete auf den Test in Jerez. Das Racing-Team-Germany nahm mit Louis Rossi teil. Der Franzose reihte sich an der elften Stelle der inoffiziellen Zeitliste ein.

Pech hatte der Schweizer Giulian Pedone. Bei einem Sturz brach er sich ein Handgelenk. Alessandro Tonucci brach sich ein Wadenbein.

Vom 19. bis 21. März finden in Jerez die nächsten offiziellen Testfahrten der beiden Klassen statt.

Moto2 – Die inoffiziellen Zeiten aus Jerez (Samstag):

01. Claudio Corti (Italtrans-Kalex) – 1:42.2 Minuten
02. Takaaki Nakagami (Italtrans-Kalex) – 1:42.2
03. Thomas Luthi (Interwetten-Suter) – 1:42.4
04. Pol Espargaro (Pons-Kalex) – 1:42.4
05. Julian Simon (BQR-FTR) – 1:42.7
06. Scott Redding (Marc-VDS-Kalex) – 1:42.7
07. Mika Kallio (Marc-VDS-Kalex) 1:42.8
08. Esteve Rabat (Pons-Kalex) – 1:42.8
09. Randy Krummenacher (Switzerland-Kalex) – 1:42.9
10. Bradley Smith (Tech 3) – 1.43.0
11. Angel Rodriguez – 1:43.2
12. Axel Pons (Pons-Kalex) – 1:43.5
13. Alex de Angelis (Forward-Suter) – 1:43.6
14. Toni Elias (Aspar-Suter) – 1:43.6
15. Nicolas Terol (Aspar-Suter) – 1:43.6
16. Mike Di Meglio (Speed-Up-FTR) – 1:43.7
17. Simone Corsi (Ioda) – 1:43.7
18. Xavier Simeon (Tech 3) -1:43.7
19. Ricky Cardus (Moriwaki) – 1:43.8
20. Gino Rea (Gresini-Moriwaki) – 1:43.8
21. Ratthapark Wilairot (Gresini-Moriwaki) – 1:43.8
22. Yuki Takahashi (Forward-Suter) – 1:43.9
23. Johann Zarco (JiR-MotoBI) – 1:44.0
24. Andrea Iannone (Speed-Master-FTR) – 1:44.2
25. Max Neukirchner(Kiefer-Kalex) – 1:44.2
26. Dominique Aergerter (Technomag-Suter) – 1:44.5
27. Roberto Rolfo (Technomag-Suter) – 1:44.7
28. Alexander Lundh (MZ-RE-Honda) – 1:45.1
29. Marco Colandrea (SAG-FTR) – 1:45.4
30. Eric Granado (JiR-MotoBI) – 1:46.0

Moto3 – Die inoffiziellen Zeiten aus Jerez (Samstag):
01. Danny Kent (Ajo-KTM) – 1:47.1 Minuten
02. Maverick Vinales (BQR-FTR-Honda) – 1:47.5
03. Alberto Moncayo (Aspar-Kalex-KTM) – 1:47.9
04. Sandro Cortese (Ajo-KTM) – 1:48.0
05. Hector Faubel (Aspar-Kalex-KTM) – 1:48.4
06. Zulfahmi Khairuddin (AirAsia-KTM) – 1:48.4
07. Luis Salom (Kalex-KTM) – 1:48.5
08. Efren Vazquez (Laglisse-Honda) – 1:48.7
09. Miguel Oliveira (Monlau-Honda) – 1:48.9
10. Arthur Sissis(Ajo-KTM) – 1:49.1
11. Louis Rossi (RTG FTR-Honda) – 1:49.2
12. Niccolo Antonelli (Gresini-Honda) – 1:49.3
13. Niklas Ajo (KTM) – 1:49.4
14. Alex Marquez (Monlau-Honda) – 1:49.6
15. Danny Webb (Mahindra) – 1:49.7
16. Kenta Fuji (Telchnomag-Honda) – 1:49.9
17. Adrian Martin (Laglisse-Honda) – 1:50.1
18. Ivan Moreno (FTR-Honda) – 1:50.8
19. Alan Techer (Technomag-Honda) – 1:50.7
20. Marcel Schrötter (Mahindra) – 1:50.7
21. Brad Binder (Kalex-KTM) – 1:51.0
22. Jakub Kornfeil (Ongeta-Honda) – 1:51.2
23. Romano Fenati (Ioda) – 1:52.4
24. Alessandro Tonucci (Ioda) – 1:53.0
25. Luigi Morciano (Ioda) – 1:56.2

Text von Gerald Dirnbeck

Motorsport-Total.com
Quelle, Infos, Hintergrundberichte: www.motorsport-total.com/
Motorsport-Total auf Facebook
Motorsport-Total auf Twitter

Gaskrank Buchtipp

Dieser Beitrag wurde unter Racing abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *