Jorge Lorenzo, Valentino Rossi - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Valentino Rossi durfte bei einem Grand Prix zum 113. Mal ganz oben jubeln

Valentino Rossi hat sich eindrucksvoll zurückgemeldet: Der Italiener feierte in Jerez seinen ersten Sieg seit August 2015 und könnte die Lücke in der Weltmeisterschaft auf seine beiden großen Rivalen Marc Marquez und Jorge Lorenzo etwas schließen.

Trotzdem schleppt Rossi noch immer den Ballast mit sich herum, den er sich durch seinen Sturz in Austin selbst aufgeladen hat. Auch aus diesem Grund kommt der erste Saisonsieg für den MotoGP-Rekordchampion „zum richtigen Moment“.

„Ich hätte nichts besseres erwarten können. Wir haben am Freitag gut begonnen und ich fühlte mich auf dem Bike wohl“, freut sich Rossi. Bereits die Pole-Position am Samstag sei „großartig“ gewesen, der Rennsieg dann noch besser. „Ich wusste, dass ich eine gute Pace haben kann. Aber im Rennen ist es immer schwieriger“, berichtet der Sieger auf der Pressekonferenz nach seinem 113. Grand-Prix-Erfolg.

Mein Mechaniker sagte mir vorher, dass ich von der ersten bis zur letzten Kurve führen soll. Da dachte ich mir: ‚Das ist eine gute Idee, das sollte ich versuchen…'“, lacht Rossi und erklärt: „Ich hatte einen guten Start und fühlte mich direkt wohl. Ich hatte viel Grip.“ Runde für Runde konnte er anschließend seinen Vorsprung auf Lorenzo vergrößern. Der kam zu Beginn zwar einmal kurz vorbei, konnte seine Linie aber nicht halten und Rossi konterte umgehend.

„Ehrlich gesagt hatte ich erwartet, dass die ersten Runden schwieriger sein würden, weil Lorenzo da immer sehr stark ist“, wundert sich Rossi, der den Grundstein für seinen Sieg im Warmup legte. „Heute Morgen haben wir uns entschieden, noch einmal etwas zu verändern, um uns beim Bremsen und in den Kurven zu verbessern. Ich fühlte mich mit dem ersten Bike nicht so schlecht, aber mit dem zweiten ist uns noch einmal ein Schritt gelungen“, verrät er.


„Ich konnte etwas schneller und vor allem bessere Linien fahren. Diese Modifikation hat mir im Rennen ganz sicher geholfen“, so Rossi, bei dem allerdings auch nicht alles komplett problemlos über die Bühne ging – obwohl er erstmals in seiner MotoGP-Karriere alle Runden in einem Rennen anführte. „Auf der Geraden drehte der Reifen stark durch. Das ist merkwürdig, aber gestern im Training ist das auch schon passiert“, berichtet er.

„Heute war es noch schlimmer. In den letzten zehn oder zwölf Runden war es ziemlich heftig, besonders auf der Geraden. Ich machte mir Sorgen und fuhr langsamer, denn ich hatte Angst, dass der Reifen überhitzt und Vibrationen verursacht“, berichtet er und ergänzt: „Ich fuhr etwas langsamer, aber das Gute ist, dass die Reifen und das Bike in den Kurven gut funktioniert haben. So konnte ich weiterhin hohe 40er-Zeiten fahren. Das hat gereicht.“

Die meisten Siege in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft hat aktuell noch Giacomo Agostini auf dem Konto. Der Italiener siegte 122-mal. Rossi steht nun bei 113 Erfolgen. „Es ist besser, wenn wir nicht darüber sprechen. Er ist noch weit weg“, erklärt er mit einem Lachen. Trotzdem erscheint es nicht komplett unrealistisch, dass Rossi seinen Landsmann in den kommen Jahren noch überflügeln wird.

Text von Ruben Zimmermann

Motorsport-Total.com
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