© Suzuki - John Hopkins kämpft an diesem Wochenende um den BSB-Titel

John Hopkins hat seiner Karriere in dieser Saison neues Leben eingehaucht. Nach einer erfolgreichen MotoGP-Saison 2007 mit Suzuki, als der Kalifornier die Königsklasse des Zweiradsports nach vier Podestplätzen als Gesamtvierter abschließen konnte, begann für ihn ab 2008 der freie Fall.

Hopkins wechselte auf die nicht konkurrenzfähige Kawasaki. Ein schwerer Sturz in Assen, bei dem er sich den Knöchel brach, tat ein Übriges, dass der Kalifornier die Saison 2008 so schnell wie möglich abhaken wollte. Dazu kamen private Alkoholprobleme. Sporadische Starts und weitere Verletzungen auf einer Stiggy-Honda in der Superbike-Weltmeisterschaft 2009 schienen bereits den Abschied von „Hopper“ aus der Weltspitze zu markieren.

Nach zahlreichen komplizierten Operationen ging der US-Amerikaner im Jahr 2010 für Monster-Suzuki in der US-amerikanischen Superbike-Meisterschaft (AMA) an den Start. Doch erst sein Wechsel zu Crescent-Suzuki und damit ins Team seines ehemaligen Suzuki-Teamchefs Paul Denning in die Britische Superbike-Meisterschaft (BSB) verlieh der Karriere von Hopkins neuen Schwung.

„Ich habe die beste Möglichkeit wahrgenommen, um neu durchzustarten“, sagt der 28-Jährige im Hinblick auf seinen Wechsel auf die Insel. „Für mich war es so, als würde ich zu einer zweiten Familie zurückkehren“, wird Hopkins von ‚Crash.net‘ zitiert.

An diesem Wochenende bestreitet „Hopper“ in Brands Hatch das Saisonfinale der BSB, in der er bei noch zwei ausstehenden Läufen knapp die Tabellenführung innehat. Unabhängig davon, wie die Saison für ihn ausgeht, sieht sich der US-Boy im Jahr 2012 wieder in einer Weltmeisterschaft fahren.

„Mein Ziel ist es, in die MotoGP-WM zurückzukehren“, sagt er und erklärt: „Ich habe inzwischen einen komplett neuen Zugang zum Rennsport und zu meiner Karriere gefunden. Ich bin heute mental stärker und entschlossener als jemals zuvor. Mein Gehirn ist so programmiert, dass alles andere nur eine Durchlaufstation in Richtung MotoGP ist.“

„Wenn du dich mit den Besten messen willst, musst du in der MotoGP-WM fahren, denn dort fahren nach wie vor die besten Fahrer der Welt“, so „Hopper“. Die logische Wahl wäre eine Rückkehr ins Werksteam von Suzuki, für das er am übernächsten Wochenende den Grand Prix von Malaysia mit einer Wildcard bestreiten wird. Gegenwärtig sind die Planungen bei den „Blauen“ für die Saison 2012 aber noch nicht vollends abgeschlossen.

„Paul (Teamchef Denning; Anm. d. Red.) hat mich wissen lassen, dass die Dinge bei Suzuki im Moment noch in der Schwebe sind“, sagt Hopkins und fügt an: „Eines steht fest: Ich kann es mir nicht erlauben, eine Chance durch die Finger gleiten zu lassen, indem ich zu lange warte.“ Neben Suzuki wird der US-Amerikaner auch mit LCR-Honda in Verbindung gebracht.

Sollten sich auch diese Pläne zerschlagen, so hat der Kalifornier eigener Aussage zufolge einige Optionen in der Superbike-WM offen, in der er in Silverstone in diesem Jahr ein erfolgreiches Gastspiel für Crescent-Suzuki gegeben hat.

„Selbst wenn es mit einer MotoGP-Rückkehr nicht klappen sollte, gibt es in der Superbike-WM immer noch eine ganze Reihe wettbewerbsfähiger Motorräder. Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Ich werde im kommenden Jahr wieder in einer Weltmeisterschaft fahren“, versichert Hopkins.

Text von Mario Fritzsche

Motorsport-Total.com
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