© Yamaha Jorge Lorenzo

© Yamaha - Die Geschwindigkeiten der 1.000er-Bikes sind Lorenzo ein Dorn im Auge

Yamaha-Werksfahrer Jorge Lorenzo ist nach seinem Sturz im Warmup zum Grand Prix von Australien auf Phillip Island (16. Oktober) noch immer nicht zu 100 Prozent wiederhergestellt. Die Genesung des verletzten Ringfingers schreitet weiter gut voran, wird aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen, wie der Spanier offenbart.

Für die ersten Testfahrten der neuen Saison, die am 31. Januar in Sepang beginnen, plant der Weltmeister des Jahres 2010, wieder bei vollen Kräften zu sein. „Ich gehe davon aus, dass ich in Sepang wieder hundertprozentig fit sein werde“, gibt Lorenzo gegenüber ‚Marca‘ zu Protokoll. „Stand heute ist der Finger noch nicht komplett verheilt. Mir fehlt nach wie vor etwas Beweglichkeit im Gelenk.“

Stoner erneut der Favorit

„Wahrscheinlich wird der Finger nie wieder so aussehen wie vor dem Unfall, schließlich fehlt mir ein Stück davon“, setzt Lorenzo fort und fügt hinzu: „Das wird mich aber nicht daran hindern, genauso schnell wie vor dem Sturz zu fahren.“ Hauptgegner des Yamaha-Piloten in der abgelaufenen MotoGP-Saison war natürlich Honda-Pilot Casey Stoner, der in der letzten Saison der 800er-Ära zum WM-Titel fuhr.

So schätzt Lorenzo seinen australischen Rivalen auch im Vorfeld der Rückkehr zu den 1.000er-Maschinen als denjenigen Fahrer ein, den es zu schlagen gilt. „Angesichts seiner Leistungen auf dem Motorrad, seines Talents und seiner Ergebnisse im vergangenen Jahr ist er der große Favorit“, urteilt Lorenzo über Stoner, gibt jedoch zu bedenken: „Die Dinge können sich jedes Jahr verändern.“

Geschwindigkeiten sollten im Rahmen bleiben

Für die bevorstehende Saison hat Lorenzo vor allem einen Wunsch. „Ich hoffe, dass wir eine ausgeglichene Weltmeisterschaft erleben werden und ich wünsche mir, dass wir mehr Zweikämpfe und spektakuläre Manöver sehen werden.“ Mit diesem Wunsch steht der Spanier ganz sicher nicht allein da.

Im Hinblick auf die weitere Zukunft der MotoGP-WM macht sich Lorenzo ebenfalls Gedanken. So befürchtet er, dass die Geschwindigkeiten mit den neuen 1.000er-Maschinen in unkontrollierbare Bereiche ausufern könnten. „Die Leistung sollte begrenzt werden, um am Ende der Geraden nicht zu schnell zu sein“, plädiert er und hält fest: „Auf den schnellsten Strecken erreichen wir 350 bis 360 km/h. Das ist einfach zu viel.“

Text von Mario Fritzsche

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