© IMS - Weltmeister Jorge Lorenzo hat die Titelverteidigung noch nicht aufgegeben

Nach langen Zweifeln sind nun doch alle MotoGP-Fahrer nach Japan geflogen. Oder doch nicht? Bei der Pressekonferenz, die immer am Donnerstag um 17:00 Uhr Ortszeit stattfindet, fehlte ein prominentes Gesicht. „Wo ist Casey?“, fragte Jorge Lorenzo. „Führe ich jetzt die Weltmeisterschaft an?“ Nein, der Rückstand beträgt immer noch 44 Punkt. Casey Stoner befand sich noch im Flugzeug und war noch nicht in Motegi.

Dafür war Lorenzo bereit und will seine WM-Chance wahren. „Jetzt sind wir schließlich hier und sind bereit für das Rennen. Ich bin sehr müde, weil ich die letzten beiden Tage kaum geschlafen habe. Eigentlich möchte ich ins Hotel und bald schlafen gehen. Normalerweise ist Motegi eine schwierige Strecke für uns, weil es viele Beschleunigungsstücke und lange Geraden gibt. Trotzdem sind wir motiviert hierher gekommen und wollen um den Sieg kämpfen. Am Freitag werden wir sehen wie es läuft.“

Vier Rennen hat Lorenzo noch Zeit um das Ruder herumzuwerfen. Wie bewertet der Spanier seine Chancen? „Er hat viele Rennen gewonnen und war öfter auf dem Podium als jeder andere Fahrer“, sagt er über seinen Konkurrenten aus dem Honda-Lager. „Deshalb hat er auch so viele Punkte.“

„Vielleicht ist es schon zu spät dafür, ihn in der WM zu schlagen. Es sind aber noch vier Rennen zu fahren und es gibt noch 100 Punkte zu holen. Man weiß nie was passieren wird. Alles ist möglich. Man muss die Motivation immer hoch halten. Wir wollen in allen Rennen um den Sieg kämpfen.“

Lange hatte Lorenzo gezögert, ob er überhaupt nach Japan reisen soll. Auch auf Druck von Yamaha und der Situation in der WM ist schließlich die positive Entscheidung gefallen. „Ich bin glücklich darüber hier zu sein, das Rennen zu fahren und auf dem Motorrad zu sitzen. Es gab so viele Gespräche, aber unsere Informationen besagen, dass es hier sicher ist. Ich glaube, wir haben Essen und Getränke aus Europa mitgebracht. Mein Team und ich treffen ein paar Vorsichtsmaßnahmen.“

Gresini-Pilot Hiroshi Aoyama streicht hervor, wie wichtig es für Japan ist, dass der Grand Prix mit allen Spitzenfahrern stattfindet. „Ich möchte mich bei allen bedanken, die hier zu diesem Rennen gekommen sind. Es war sicher eine schwierige Entscheidung, aber für die japanischen Motorradfans bedeutet das viel.“

Text von Maximilian Kroiss & Gerald Dirnbeck

Motorsport-Total.com
Quelle, Infos, Hintergrundberichte: www.motorsport-total.com/
Motorsport-Total auf Facebook
Motorsport-Total auf Twitter

Gaskrank Buchtipp

Dieser Beitrag wurde unter Racing abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *