Jorge Lorenzo - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Jorge Lorenzo präsentiert sich nach seinem Titelgewinn selbstzufrieden

Die dritte Weltmeisterschaft in der MotoGP-Kategorie ist für Jorge Lorenzo in trockenen Tüchern. Das denkwürdige Finale der Motorrad-Weltmeisterschaft brachte auch ihn an die Grenze der Belastbarkeit.

Mit dem dritten Titel richtet er bereits den Blick nach vorn: Nachdem er mit Wayne Rainey bei den gewonnen Titeln für Yamaha gleichgezogen hat, strebt er nach noch mehr Ruhm: Er möchte Yamaha nie verlassen und zur Legende beim japanischen Konzern aufsteigen.

„Ich kann nicht garantieren, dass dies passieren wird, aber ich werde alles dafür geben, eine Yamaha-Legende zu werden“, sagt der 28-Jährige, der mit seinen beiden 250er-Titeln auf insgesamt fünf Weltmeisterschaften kommt. Erfolgreichster Yamaha-Fahrer in der MotoGP-Kategorie ist Valentino Rossi mit vier Titeln. Phil Read erzielte sogar fünf Weltmeisterschaften für Yamaha, allerdings in den Klassen bis 125 und 250 Kubikzentimeter. „Mein Traum ist es, meine Karriere bei Yamaha zu beenden“, erteilt Lorenzo gleichzeitig allen anderen Herstellern eine Absage.

„Ich habe mich bei Yamaha immer wohl gefühlt, seit ich 2008 zu ihnen gekommen bin“, streut er Rosen in Richtung Iwata. Die Loyalität beruht dabei auf Gegenseitigkeit: Jorge Lorenzo weiß es sehr zu schätzen, dass bei Yamaha stets das Prinzip der Chancengleichheit geherrscht hat. „Ich hatte immer das bestmögliche Material, selbst als ich neu im Team und Valentino ihr Starfahrer war.“ Das möchte er seinem Arbeitgeber möglichst mit weiteren Titeln zurückzahlen. (Zum Endstand in der Weltmeisterschaft)

Als einziger Fahrer drei Größen geschlagen
Dass er findet, dass er den Titel verdient, hat Jorge Lorenzo bereits betont. „Natürlich werden die Leute, die andere Fahrer unterstützen – in diesem Fall Valentino – nicht zufrieden sein“, so der Mallorquiner. „Aber ein Champion ist ein Champion. Ich glaube, dass die Leute bei Yamaha meinen Wert als Fahrer und als Weltmeister einzuschätzen wissen. Sie sind glücklich mit dem, was ich erreicht habe.“

Besonders wichtig an seinem Titel ist für Jorge Lorenzo, Marc Marquez geschlagen zu haben, wie er betont: „Ich würde sagen, die drei besten Fahrer des 21. Jahrhunderts sind oder waren Valentino Rossi, Casey Stoner und Marc Marquez. Ich bin jetzt der Einzige, der sie alle drei geschlagen hat, deshalb bedeutet mir dieser Titel sehr viel und ich sehr stolz darauf.“ Hätte Rossi den Titel geholt, wäre er der einzige Fahrer gewesen, der gegen Stoner, Lorenzo und Marquez Titel geholt hätte. „Marc kann das nicht mehr erreichen, weil Casey ja zurückgetreten ist“, stichelt Lorenzo auch gegen seinen Landsmann.

„Ich denke, mehr Dramen hätte es kaum geben können“, äußert sich Lorenzo auch zur Saison 2015, die noch lange im kollektiven Gedächtnis der MotoGP bleiben werden wird. „17 Rennen lang konnte ich die Weltmeisterschaft nie wirklich anführen – ich konnte nur einmal gleichziehen – und im letzten Rennen gelingt es mir doch noch. Das ist alles sehr emotional und macht mich stolz.“ Da er in der Gunst der Fans nicht ganz oben steht, wolle er nun mit den Leuten feiern, die ihn verstehen – seinen Ingenieuren und Mechanikern. „Ich bin sehr stolz, Teil dieses Teams zu sein“, betont er noch einmal.

Text von Heiko Stritzke

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