Max Neukirchner © www.motorradrennen.com

© www.motorradrennen.com – Ob Max Neukirchner auch 2013 auf der Moto2 sitzen wird, ist mehr als fraglich

Das Jahr 2012 war die große Chance für Max Neukirchner. Nachdem er 2011 in seiner Premierensaison in der Moto2 bei MZ eine den Umständen entsprechend solide Leistung gezeigt hatte, schien im Winter seine große Stunde geschlagen zu haben.

Der Stollberger wechselte zu Kiefer und damit auf das Motorrad, mit dem Stefan Bradl im Vorjahr zum WM-Titel gefahren war. Was sich nach einem Traum anhört, wurde für Neukirchner bisher jedoch zum Alptraum.

Der 29-Jährige kämpfte in der ersten Saisonhälfte mehr mit sich und seinem Motorrad als mit seinen Konkurrenten. Lediglich beim Regenrennen von Le Mans konnte er als Achter punkten, davon abgesehen kann der Deutsche keine zählbaren Ergebnisse vorweisen. Auch für das Weltmeisterteam des Vorjahres ist es ein herber Abschluss, ob Neukrichners Karriere in der Moto2 über das Jahr 2012 hinaus eine Fortsetzung erfahren wird, ist derzeit mehr als fraglich.

Auch ‚Sport1‘-Kommentator Edgar Mielke hat da so seine Zweifel. „Es wird schwierig mit den Ergebnissen. Das weiß er aber auch selbst“, sagt Mielke und fordert: „Er muss dringend den Schalter umlegen. Da muss etwas passieren. Ansonsten wird es schwierig.“ Der TV-Kommentator kritisiert vor allem die hohe Fehlerquote des Deutschen: „Die Sturzhäufigkeit ist viel zu hoch“, sagt Mielke. „In Assen befindet er sich in den Punkten und schmeißt das Motorrad noch weg. Das ist zu viel.“

Mielke, der für seinen emotionalen Kommentarstil bekannt ist, leidet mit Neukirchner. „Ich üwrde es ihm gönnen. Er ist ein guter Typ, befindet sich aber in einem Kreislauf. Es ist aber auch schwierig. Die Moto2 ist die schwierigste Klasse auf der Welt. Da kann so etwas schon einmal passieren.“ Dabei hat Neukirchner seine fahrerischen Qualitäten in der Vergangenheit bereits auf höchster Ebene unter Beweis gestellt.

In der Superbike-Weltmeisterschaft fuhr der Stollberger zeitweise in der Spitze und gewann 2008 in Monza als erster Deutscher ein Rennen in der Meisterschaft. Insgesamt gewann er bei den Superbikes zwei WM-Läufe. In der Moto2 wartet Neukirchner noch auf den großen Durchbruch, womit er sich aber in guter Gesellschaft befindet. „Er ist ja nicht der einzige Weltklasse-Pilot, der in dieser Klasse verzweifelt“, meint Mielke und spielt dabei unter anderem auf Toni Elias an, der zwar 2010 den Titel in der Moto2 gewann, nach seinem Zwischenspiel in der MotoGP in diesem Jahr aber auch enttäuschte.

Text von Markus Lüttgens & Sebastian Fränzschky

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