Jonathan Rea, Tom Sykes - © Kawasaki

© Kawasaki – Volle Zuschauerränge gab es im Vorjahr nur bei wenigen Veranstaltungen

Der Alleingang von Jonathan Rea und die Vormachtstellung der Briten nahmen der Superbike-WM-Saison 2015 etwas ihren Reiz.

Obwohl oft spannender Motorsport geboten wurde, gelang es der Serie nicht im Ansatz, an das Zuschauerinteresse vergangener Jahre heranzukommen. Der Serie fehlten echte Charaktere vom Schlage eines Carl Fogarty, Troy Bayliss oder Colin Edwards. Max Biaggis Wildcard-Einsätze wurden von den Fans dankbar aufgenommen, doch am unterm Strich geringen Interesse änderte das nicht viel.

Für die neue Saison herrscht aber Optimismus. Mit Yamaha kehrt ein schlagkräftiger Hersteller zurück. Ex-Weltmeister Sylvain Guintoli möchte das durchwachsene Jahr mit Honda schnell vergessen machen. Zudem hat die Serie mit Nicky Hayden einen ehemalige MotoGP-Champion im Portfolio, der die Vormachtstellung der starken Briten brechen könnte.

Yamaha-Teamchef Paul Denning ist sehr zuversichtlich für 2016: „Wir haben zwei konkurrenzfähige BMW-Teams anstatt eines Ein-Mann-Teams. MV Agusta ist nach wie vor präsent. Leider haben wir Suzuki verloren, doch dafür kam Yamaha. Die Meisterschaft wird deutlich stärker sein“, ist der Brite überzeugt und freut sich auch auf Hayden.

„Nicky ist eine große Bereicherung. Ich denke, er kommt mit dem Motorrad sehr gut zurecht. Er ist stark und wirkt entschlossen. Er wird gute Arbeit leisten“, wird Denning von ‚Crash.net‘ zitiert. Aber auch auf BSB-Champion Josh Brookes wirft Denning ein Auge: „Josh hat sich eine Art Bad-Boy-Image aufgebaut. Er ist der Britische Meister. Er ist ein schneller Australier. Das brauchen wir. Das Feld ist deutlich stärker und interessanter, was die Motorräder und Fahrer angeht.“

Denning ist überzeugt, dass die Dorna mittlerweile besser verstanden hat, wie sie die Superbike-WM positionieren soll. Der Yamaha-Teamchef hofft nun auf eine Rückkehr zu den glorreichen Zeiten der Serie: „Als die Dorna die Superbike-WM übernahm, verstanden sie nicht so richtig, wie sie die MotoGP und die Superbike-WM voneinander abgrenzen sollten. Nun haben sie dieses Verständnis“, bemerkt er.

„Es ist eine langwierige Umstellung, doch das Team in der Superbike-WM konzentriert sich nun auf die Unterschiede. Die Fans sind näher an den Fahrern dran. Das Zwei-Rennen-Format ist komplett anders. Die Dorna hatte Erfahrungen mit dem Grand-Prix-Sport von damals und den vergangenen zehn Jahren der MotoGP. Es war eine große Umstellung für sie“, schildert Denning, der einen klaren Wunsch hat: „Ich würde mehr frei zugängliche Videoinhalte begrüßen. Dafür setzen wir uns ein. Warten wir ab, ob sich da etwas tut.“

Text von Sebastian Fränzschky

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