Marco Melandri - © Aprilia Racing

© Aprilia Racing – Kein Vertrag mit MV Agusta: Marco Melandri wird keine Superbike-WM fahren

Marco Melandris Hoffnungen auf einen Neustart seiner Karriere mit MV Agusta in der Superbike-Weltmeisterschaft haben sich zerschlagen.

„Keine Superbike-WM für mich“, schrieb der Italiener am Mittwoch bei Twitter. Damit steht Melandri für 2016 ohne Rennengagement da. Nach der für ihn desaströsen Saison 2015 in der MotoGP droht ihm nun das Karriereende.

Im vergangenen Jahr wollte Melandri nach erfolgreichen Jahren in der Superbike-WM mit Aprilia in der MotoGP Fuß fassen. Doch sein Engagement für den italienischen Hersteller geriet zum Debakel. Zwar war das Motorrad nicht konkurrenzfähig, doch selbst gegen seinen Teamkollegen Alvaro Bautista fiel Melandri deutlich zurück und fand sich in der Regel ganz am Ende des Feldes wieder.

Fast schon folgerichtig trennte sich das von Fausto Gresini geführte Werksteam nach acht Rennen von Melandri und holte als seinen Nachfolger Stefan Bradl an Bord, der mit dem ihm zunächst unbekannten Motorrad auf Anhieb deutlich stärkere Leistungen als Melandri.

Nachdem er am Ende des vergangenen Jahres für MV Agusta getestet hatte, rechnete sich Melandri Chancen auf eine Saison in der Superbike-WM aus. Voraussetzung war für ihn aber ein entsprechend ambitioniertes Engagement des Herstellers und eine solide Finanzierung der Saison. „Es braucht ein Unternehmen, das voll dahinter steht“, hatte Melandri gesagt.

Doch genau daran ist es offenbar gescheitert, wie man bei Melandris Tweet zwischen den Zeilen lesen kann. „Danke an alle Leute, die dafür gearbeitet haben, dass es funktioniert. Aber das ist nicht der richtige Weg, um es gut zu machen, und ich will nicht nur einfach eine Nummer sein.“

Wie und ob es mit Melandris Karriere nun weiter geht, oder ob der 250er-Weltmeister von 2002 den Helm an den Nagel hängt, ließ er offen.

Text von Markus Lüttgens

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