Casey Stoner - © Repsol

© Repsol - Die Podestserie von Casey Stoner ist in Barcelona gerissen

Weltmeister Casey Stoner hatte in Barcelona keine Chance auf den Sieg. Während die beiden Spanier Jorge Lorenzo (Yamaha) und Dani Pedrosa (Honda) vorne wegfuhren, kämpfte der Australier gegen das Tech-3-Duo um den letzten Podestplatz. Stoner tat sich ungewohnt schwer.

In den letzten Runden holte er zwar Andrea Dovizioso ein, doch für ein Überholmanöver reichte es nicht mehr. Somit musste sich der Honda-Werksfahrer mit Platz vier zufrieden geben. Bei den letzten 19 Rennen stand Stoner immer auf dem Podest. Diese Serie ist nun gerissen. „Das interessiert mich nicht. Es war fantastisch, aber ich versuche in jedem Rennen immer das Beste Ergebnis herauszuholen“, sieht er es locker.

In der WM ist sein Rückstand auf Lorenzo nun auf 20 Punkte angewachsen. Auch das ist für ihn nicht besorgniserregend. „Man darf da nicht zu viel hineinlesen. Im Regenrennen haben wir es nicht gut gemacht. Hier war es ähnlich. Wir haben uns nicht für den schnellsten Reifen entschieden, weil wir uns bei der weicheren Mischung für das Rennende nicht sicher waren. Man soll jetzt noch nicht so genau auf die WM schauen. Vielleicht habe ich wieder gute Resultate und Jorge weniger gute. Man weiß nicht was passieren wird“, meint Stoner.

Im Ziel war der 26-Jährige müde und erschöpft. „Das Motorrad zum Arbeiten zu bringen war körperlich sehr anstrengend. Meine Beine sind zerstört, aber bei den Armen ist es nicht so schlimm. Ich bin auf den Fußrasten gestanden, um Traktion zu finden. Als ich Traktion hatte, musste ich die Wheelies vermeiden. Es waren viele Dinge. Am Ende war ich sehr müde, aber ich habe das erst im Ziel gespürt. Im Rennen war es okay.“

Im Gegensatz zu den meisten anderen Fahrern hatten sich Stoner und Pedrosa für den harten Hinterreifen entschieden. War das die falsche Wahl? „Wenn man sich ansieht wie das Rennen verlaufen ist, dann hätte der weiche Reifen besser sein können. Mit unserem Motorrad waren die Reifentemperaturen in der weichen Mischung etwas hoch. Deshalb hatten wir Bedenken, dass wir gegen Rennende Probleme haben würden“, begründet Stoner.

„Es ist schwierig zu sagen. Mit dem besten Setup hatten wir diese hohen Temperaturen. Deshalb entschieden wir uns für den harten Reifen. Wir dachten, dass wir sie besser zum Arbeiten bekommen könnten als andere Fahrer. Es war aber das Gegenteil der Fall. Vielleicht war es die falsche Wahl, aber es war eine sichere Wahl. Es hätte auch schlimmer kommen können. Es war besser um das Podium zu kämpfen, als am Ende des Feldes.“

Fast hätte Stoner in der letzten Runde noch Dovizioso erwischt. „Gegen Rennende habe ich mehr gepusht, tiefer in die Kurven gebremst und bin mehr Risiken eingegangen. Ich habe alles gegeben. Davor hatte ich kein gutes Gefühl. Ich wollte aufs Podium, aber es hat nicht geklappt. Zumindest hatte ich einen Vorsprung auf Cal und war auf der sicheren Seite.“ Am Montag steht ein Testtag auf dem Programm. Stoner wird sich um ein Thema kümmern. „Wir können das Motorrad nicht verbessern, bevor wir das Chattering nicht gelöst haben. Das Chattering schränkt uns derzeit ein.“

WM-Konkurrent Lorenzo hat nun drei Rennen gewonnen und Stoner deren zwei. Ist die Yamaha auf dem Vormarsch? „Das sind die Verbesserungen der vergangenen Jahre. Sie haben viele Meisterschaften gewonnen. Egal wie sehr sie sich beklagen, sie haben immer das Motorrad, das es zu schlagen gilt. Im Vorjahr ist uns etwas Außergewöhnliches gelungen, aber ich glaube nicht, dass wir einen großen Vorteil haben. Jetzt ist es ähnlich wie im Vorjahr. Sie haben vielleicht einige Punkte, bei denen sie nicht so stark wie 2011 sind, aber sie sind in anderen Bereichen besser ausbalanciert. Es gleicht sich also aus.“

Text von Gerald Dirnbeck

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