Eugene Laverty © Crescent-Suzuki

© Crescent-Suzuki – Eugene Laverty holte sensationell den ersten Sieg für Crescent-Suzuki

Das Crescent-Suzuki-Team erlebte in Australien die Höhen und Tiefen des Rennsports: Eugene Laverty holte sensationell den ersten Sieg für die britische Mannschaft, sorgte in Lauf zwei allerdings durch einen Motorschaden für den Rennabbruch.

Rookie Alex Lowes stürzte im ersten Rennen, machte zu Beginn von Lauf zwei einen Fehler und startete eine Aufholjagd, die noch mit drei WM-Punkten für Platz 13 belohnt wurde. Trotz der Höhen und Tiefen hat Crescent-Suzuki gezeigt, dass mit dem Team in diesem Jahr zu rechnen ist.

Laverty startete das erste Rennen nicht optimal und war in der Verfolgergruppe in einige Zweikämpfe verstrickt. Gegen Halbzeit konnte er sich befreien und holte die Spitze mit den schnellsten Rennrunden ein. Mit perfekten Überholmanövern ging er an den beiden Aprilia-Fahrern vorbei und holte den ersten Sieg für Suzuki seit dem Jahr 2010. Nach dieser Vorstellung war Laverty auch für das zweite Rennen der Favorit, doch es sollte alles anders kommen.

Am Nachmittag blieb das Feld dichter beisammen. Trotzdem konnte Laverty kurzfristig die Führung übernehmen. Ein zweiter Sieg oder zumindest ein Podestplatz waren möglich. Doch dann verabschiedete sich der Suzuki-Motor nach 14 Runden in einer spektakulären Rauchwolke. Obwohl Laverty rasch von der Strecke fuhr, wurde Öl auf dem Asphalt verteilt. Die Rennleitung entschied sich aus Sicherheitsgründen für den Rennabbruch.

„Ein Tag mit Höhen und Tiefen! Das erste Rennen war unglaublich! Nach der ersten Runde lag ich so weit zurück und habe noch gewonnen. Es war ein perfektes Rennen und eine schöne Art, dem Team das Vertrauen in mich zurückzuzahlen“, sagt Laverty. Im Winter wurde sein Vertrag bei Aprilia nicht verlängert. Es hing ein Wechsel zu Aspar-Aprilia in der MotoGP in der Luft, doch dort entschied man sich doch für den Honda-Production-Racer und Laverty stand plötzlich auf der Straße.

„Paul Denning (Crescent-Teamchef; Anm. d. Red.) hat hart gearbeitet, damit er mich an Board holt. Er hat mir auch alles gegeben, was ich brauche. Er holte meinen Crew-Chief Phil Marron, Elektronik-Mann Davide Gentile und Stan, mit dem ich schon zusammengearbeitet habe. Die restlichen Jungs haben mich herzlich empfangen. Es war schön, ihnen sofort einen Sieg zu schenken. Dieser Sieg bedeutet mir mehr als jeder andere in meiner WM-Karriere.“

„Das zweite Rennen war dann für alle eine Enttäuschung. Das haben wir uns nicht verdient, das ist sicher. So ist aber der Rennsport. Manchmal läuft es eben so“, versucht Laverty den Ausfall zu verdauen. In diesem Jahr greift erstmals die Motorbegrenzung der Dorna. Ein Fahrer darf in dieser Saison nur acht Triebwerke einsetzen. Laverty hat schon einen Motor verloren. Das Triebwerk hatte nur rund 350 Kilometer auf dem Tachometer.

Lowes bitter enttäuscht
Auch Lowes erlebte die Höhen und Tiefen der Superbike-WM an einem Tag. Schon am Samstag hatte er sich bei einem Sturz einen Knöchel verletzt, weshalb er bei den Gangwechseln Mühe hatte. Das erste Rennen war nach vier Runden schon vorbei. Lowes humpelte nach seinem Sturz davon. Deshalb ging er nach den beiden Rennen mit Krücken durch das Fahrerlager. In Lauf zwei kam Lowes schon in der ersten Runde in der Honda-Haarnadel von der Strecke ab und musste eine Aufholjagd starten.

Später unterlief ihm aufgrund des verletzten Knöchels ein zweiter Fahrfehler. Unter dem Strich wurde es Rang 13. „Ich bin frustriert. Ich versuchte es hart, kann aber nichts vorweisen. Im ersten Rennen bin ich gestürzt und im zweiten Lauf schon in der ersten Runde geradeaus gefahren. Später passierte ein weiterer Crash, weil ich mit meinem Fuß kaum schalten konnte“, ärgert sich Lowes.

„Ich hatte mehrere Injektionen bekommen, wodurch mir das Gefühl fehlte und ich nicht sauber durch die Gänge schalten konnte. Es war harte Arbeit. Ich fuhr mit Schmerzen. Dass ich nur drei Punkte bekommen habe, ärgert mich, denn wir hatten eine starke Pace. Ich war noch nie hier und es sah danach aus, dass ich vorne mitfahren und um einen Podestplatz kämpfen könnte. Deshalb bin ich sehr enttäuscht. Ich werde in Aragon aber stärker und fitter sein.“

Das Crescent-Team legt am 31. März einen Privattest in Jerez ein.

Rennen 1 in Phillip Island

Video von Gaskrank

Rennen2 in Phillip Island

Video von Gaskrank

Text von Gerald Dirnbeck

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