Stefan Bradl  © Motorsport-Total.com

© Motorsport-Total.com - Lucio Cecchinello möchte den Druck auf MotoGP-Rookie Stefan Bradl gering halten

Stefan Bradl lieferte zweifellos einen soliden MotoGP-Einstieg ab. Beim finalen Test in Jerez fuhr der Deutsche auf Platz zehn. Mit einer Zeit von 1:40.098 Minuten fehlten ihm 1,318 Sekunden auf Spitzenreiter Casey Stoner. Auf Alvaro Bautista, der die zweite Satelliten-Honda im MotoGP-Feld fährt, büßte Bradl weniger als eine Zehntelsekunde ein.

Entsprechend zufrieden ist auch Teamchef Lucio Cecchinello: „Es war ein sehr positiver Start in die Saison. Wir sind mit Stefans Performance sehr zufrieden.“ Mit insgesamt 85 Runden nutzte Bradl den Sonntag in Jerez gut und arbeitete weiter an der Abstimmung seiner Honda RC213V. Für die Zukunft sieht Cecchinello sowohl bei Bradls Fahrstil als auch dem Setup der Maschine noch Luft nach oben.
Cecchinello möchte Abstand verringern

„Zuerst einmal bin zuversichtlich, weil er seine Leistungen noch verbessern kann“, schildert der Teamchef des MotoGP-Rookies. „Es gibt Dinge, die das Team hinsichtlich des Setups noch verbessern kann. Zudem kann er seinen Fahrstil noch weiter verbessern. Ich denke, dass es möglich ist, an die Spitzengruppe näher heranzukommen.“

„Unser Ziel ist es, dass die Lücke zur Spitze zwischen einer und eineinhalb Sekunden beträgt. Dieses Ziel erfüllen wir im Moment. Wir hoffen, im zweiten Teil der Saison diese Lücke auf eine halbe Sekunde oder ein paar Zehntelsekunden mehr zu verringern“, erklärt der LCR-Teamchef. Im Vergleich zu Toni Elias‘ Leistungen aus dem Vorjahr möchte Cecchinello also einen deutlichen Schritt nach vorn machen.

„Ich denke, dass wir realistisch bleiben müssen“, relativiert er. „Stefan sammelt seine ersten Erfahrungen in der MotoGP. Es gibt viele Fahrer mit deutlich mehr Erfahrung. Es wäre gut, wenn wir das Rennen in den Top 10 beenden. Hoffentlich schaffen wir es unter die Top 8.“

Edwards warnt

Da die MotoGP-Honda die zurzeit wohl stärkste Maschine im Feld ist, stehen die Karten gut für Bradl. Offen ist aber, wie sich die Performance der Kundenmaschine über die Saison hinweg entwickeln wird. Suter-Pilot Colin Edwards hat diesbezüglich keine guten Erfahrungen gemacht: „Ich war auch schon einmal Satellitenfahrer bei Honda. Das war 2004“, erinnert sich der „Texas Tornado“ und warnt: „Das Einzige, was ich dazu sagen kann ist, dass man nicht frustriert werden darf.“

„Wenn Verbesserungen für das Werksteam kommen, merkt man, dass man dass man nur ein Kundenmotorrad hat. Man muss mit dem klarkommen, was man hat“, fügt Edwards hinzu. Abgesehen davon sieht er in Bradl einen würdigen MotoGP-Piloten: „Er ist sehr talentiert und ein toller Kerl“, stellt Edwards klar. „Ich denke, dass er eine gute Saison haben wird.“

Text von Maximilian Kroiss & Sebastian Fränzschky

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