Jorge Lorenzo, Valentino Rossi - © Yamaha

© Yamaha – Rossi und Lorenzo kämpfen mindestens noch um die Vizeweltmeisterschaft

Auf dem Papier scheint der MotoGP-Titel 2016 bereits vergeben zu sein. Marc Marquez liegt vier Rennen vor Saisonende 52 Punkte vor Valentino Rossi und sogar 66 Zähler vor Jorge Lorenzo.

Unter normalen Umständen wird sich der Spanier das nicht mehr nehmen lassen, und rein theoretisch kann er den Titel bereits am Wochenende in Motegi unter Dach und Fach bringen. Auf der anderen Seite werden Rossi und Lorenzo sicherlich weiterkämpfen, so lange der Titel rechnerisch noch möglich ist.

Schließlich sind noch 100 Punkte zu vergeben, und sollte Marquez noch zweimal stürzen oder von einem Defekt eingebremst werden, dürften sich die beiden Yamaha-Werkspiloten doch noch einmal Hoffnung machen. Das ist zwar nicht sonderlich wahrscheinlich, doch für den Fall der Fälle müssen Rossi und Lorenzo bereit sein. Dementsprechend werden beide Piloten in Motegi voll auf Sieg fahren.

„Auf dem Papier sollten wir dort mit der Yamaha stark sein, also hoffe ich, dass wir dort um den Sieg mitfahren können“, gibt sich Rossi angriffslustig. Zwar konnte der „Doctor“ in Japan seit 2008 nicht mehr gewinnen, doch in den vergangenen beiden Jahren stand er dort jeweils auf dem Podium. „Auf Japan freue ich mich besonders, denn es ist die Heimat von Yamaha, und ich werde alles geben, um dort ein gutes Rennen zu fahren“, verspricht Rossi.

„Ich liebe die Strecke und die Atmosphäre. Ich bin gut in Form und bereit für die drei Rennen in Serie“, so der Italiener. Von Motegi geht es direkt weiter nach Phillip Island und wiederum nur eine Woche später steht Sepang auf dem Plan. „Ich liebe die drei Überseerennen. Die Strecken sind fantastisch“, freut sich Rossi auf die kommenden Wochen. Auch bei Lorenzo sieht es ähnlich aus.

„Physisch und mental fordert es dir eine Menge ab“, weiß der Weltmeister, der sich auf ein „Abenteuer“ in den kommenden Wochen freut. „Zunächst steht Motegi auf der Liste, und an diese Strecke habe ich tolle Erinnerungen. Ich liebe Japan und ich mag die Strecke“, so Lorenzo, der in Japan seit 2011 immer auf dem Podium stand und 2013 und 2014 jeweils gewinnen konnte.

„Das Ende der Meisterschaft ist noch immer weit weg, also müssen wir weiterhin so gut wie möglich fahren, um konkurrenzfähig zu sein und wieder zu gewinnen. Es wäre fantastisch, wenn uns das bei Yamahas Heimrennen gelingt“, erklärt der Spanier, der seinen letzten Sieg im Mai in Mugello feiern konnte. Damals führte Lorenzo auch die WM noch an, doch anschließend entglitt im der Titel nach und nach.

Auch wenn es mit der Titelverteidigung in diesem Jahr höchstwahrscheinlich nicht klappen wird, wird der Spanier zumindest versuchen, Rossi noch von WM-Rang zwei zu verdrängen. Lorenzo wechselt 2017 zu Ducati und würde den teaminternen Kampf mit Rossi in seiner letzten Yamaha-Saison nur extrem ungern verlieren. Außerdem wird er auf der M1 wohl mindestens noch einen letzten Sieg einfahren wollen. Vielleicht ja beim Yamaha-Heimspiel in Motegi…

Text von Ruben Zimmermann

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