© Ducati - Valentino Rossi

© Ducati - Valentino Rossi hatte bisher oft Probleme mit dem Vorderrad der Ducati

Ducati und Valentino Rossi spielten in der Vergabe des WM-Titels 2011 keine Rolle. Mehr als ein Podestplatz war für den siegverwöhnten Italiener nicht drin. In der kommenden Saison soll sich das ändern. Mit der Reglementumstellung und einem vollkommen neuen Rahmen hat Ducati Grund für Optimismus, befand man sich mit dem Kohlefaserrahmen und dessen Philosophie in einer Sackgasse.

2012 kommt aller Voraussicht nach ein konventioneller Alurahmen zum Einsatz. Im Vergleich zur innovativen Kohlefaserlösung hat dieses Prinzip einen klaren Vorteil: Der Motor kann im Rahmen verschoben werden, weil er kein tragendes Teil mehr ist. Damit möchte man vor allem das Gefühl fürs Vorderrad verbessern, über das sich sowohl Rossi als auch Casey Stoner in seiner Ducati-Zeit immer wieder beschwerten.

„Ich glaube an die Fähigkeiten, ein Motorrad zu bauen, mit dem Valentino Rossi, einer der besten Fahrer, an seine Vergangenheit anknüpfen kann“, wird Honda-Sportdirektor Livio Suppo von ‚Sky Sport 24‘ zitiert. „Ich bin mir sicher, dass sie mit diesem Rahmen und seiner Leitung motiviert und schnell sind.“

„Nächstes Jahr gibt es viele neue Dinge, aber ich denke dennoch nicht, dass sich die Hierarchie ändern wird. Stoner, Pedrosa und Lorenzo werden den Titel unter sich ausmachen. Die Saison wird für jeden schwierig und hart werden“, schildert er. Die Zielsetzung für das Honda-Werksteam ist klar: „Wir peilen eine Wiederholung an.“

„Natürlich muss man immer mit Ducati und Rossi rechnen“, merkt Suppo an, der den Hersteller und nicht den Fahrer für die bisherige Erfolglosigkeit verantwortlich macht: „Kommendes Jahr wird er das Motorrad haben, das er wollte. Wir werden sehen, wie es laufen wird. Wenn wir Valentino besiegen können, ist es Ducatis Schuld.“

Rossis Teamkollege Nicky Hayden fuhr eine recht unspannende Saison. Mit dem Podestplatz beim Regenrennen in Jerez feierte er sein persönliches Highlight bereits zu Saisonbeginn und fuhr danach im Mittelfeld. „Sicher war es ein hartes Jahr für mich und das Team“, wird er von ‚Motorcyclenews‘ zitiert.

„Doch so ist das manchmal. Es ist dennoch hart, weil wir so mühevoll gearbeitet haben. Ducati hat alles getan, um Valentino und mir Chancen zu geben, doch wir konnten es nicht zusammenbringen. Wir haben sehr viel gelernt und werden deshalb besonders mental stärker sein, weil wir an einem Strang gezogen haben und hart gearbeitet haben“, so Hayden.

Text von Sebastian Fränzschky

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