Jorge Lorenzo  - ©  FGlaenzel

© FGlaenzel – Lorenzo hat sich über die Entscheidung der Rennleitung lustig gemacht

Marc Marquez erhielt vor dem Beginn des Rennwochenendes in Sepang einen Strafpunkt für seinen Auffahrunfall in Aragon. Damit ändert sich vorerst nichts. Marquez muss keine Sanktionen fürchten, wenn er sich bei den vier ausstehenden Rennen nichts zu Schulden kommen lässt.

Damit ist Weltmeister Jorge Lorenzo alles andere als einverstanden. Der Spanier sorgt sich um die Sicherheit in der MotoGP und hat dies mit einer ironischen Ansprache in der Pressekonferenz zum Ausdruck gebracht.

„Marc machte in der Moto2 einige Fehler und hatte mit Wilairot und anderen Fahrern Probleme. In der MotoGP hatte er Probleme beim Bremsen. Er war einfach zu unerfahren. Ein Strafpunkt ist meiner Meinung nach unfair. Ich finde, man sollte ihm einen Punkt in der Meisterschaft geben, weil dann die Fahrer in der Moto2 und Moto3 ein Vorbild haben, wie sie fahren sollten“, erklärt Lorenzo mit ernster Stimme. „Dann können sie das gleiche machen.“

„Wir haben dann eine bessere Show. Die Sicherheit der Fahrer ist nicht so wichtig“, scherzt der Weltmeister von 2010 und 2012. „Wichtig ist, dass die Zuschauer die Show genießen. Der Vorfall in Jerez trug zur Show bei. Die Streckenposten in Silversone, die wie Hühner davonrannten, trugen ebenfalls zur Show bei. In Laguna Seca überholte er Valentino neben der Strecke. Das trug ebenfalls zur Show bei. Ich denke, sie solche Manöver belohnen, um den jungen Fahrern ein Vorbild zu liefern.“

Marquez selbst kommentierte die Entscheidung der Rennleitung nur kurz: „Wir müssen die Entscheidung respektieren. Wir haben es bereits abgehakt und konzentrieren uns auf das Rennwochenende“, so der WM-Leader, der sich von Lorenzos ironischer Ansprache offensichtlich nicht beeindrucken ließ: „Ein toller Scherz“, bemerkt er kurz. Vor dem Rennwochenende in Sepang liegt Marquez bereits 39 Punkte vor Lorenzo. Der Yamaha-Werkspilot ist also auf Fehler seines Landsmannes angewiesen.

Dani Pedrosa, der durch Marquez‘ Kontakt in Aragon nur noch theoretische Chancen auf seinen ersten MotoGP-Titel hat, möchte die Entscheidung der Rennleitung nicht kommentieren. „Ich gebe keinen Kommentar zur Entscheidung ab. Es ging um Marc. Ich bin nur eine Randfigur bei dem, was in Aragon geschah“, so der enttäuschte Honda-Pilot, der mit 59 Punkten Rückstand viel Glück braucht, um die WM noch zu drehen.

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
Quelle, Infos, Hintergrundberichte: www.motorsport-total.com/
Motorsport-Total auf Facebook
Motorsport-Total auf Twitter

Dieser Beitrag wurde unter Racing abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *