Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – In der bereinigten Liste war Jorge Lorenzo auch am Dienstag der Schnellste

Es war heute wieder ein sehr positiver Tag“, lächelt MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo nach dem zweiten Testtag in Sepang (Malaysia). Mit seiner schnellsten Rundenzeit von 2:00,155 Minuten belegte der Spanier den zweiten Platz.

Sein Yamaha-Teamkollege Valentino Rossi war um rund neun Zehntelsekunden langsamer und reihte sich an der sechsten Stelle ein. Der Italiener bewertet das Ergebnis so: „Ich denke, dass Petrucci, Barbera und Marquez mit dem weichen Reifen gefahren sind. Der zweitschnellste Fahrer mit dem harten Reifen war heute Crutchlow – und er ist sieben Zehntel langsamer als Jorge. Er fährt sehr gut und hat ein sehr gutes Gefühl für den Vorderreifen.“

Da Michelin nach dem Reifenplatzer von Loris Baz die weitere Nutzung des weichen Hinterreifens untersagte, mussten alle mit der harten Mischung arbeiten. „Deshalb mussten wir das Motorrad verändern und auch ich meinen Fahrstil“, erläutert Lorenzo. Seine schnellste Runde drehte er in den letzten Minuten. „Glücklicherweise ist mein Vorsprung auf die anderen Fahrer mit dem harten Reifen gleich geblieben. Ich konnte schnell und konstant fahren.“ Das Yamaha-Werksteam und speziell Lorenzo legten die Messlatte für die Konkurrenz hoch.

Aber auch beim Weltmeister lief am Dienstag nicht alles glatt. Gegen Mittag stürzte Lorenzo in der schnellen Linkskurve 5. „Bei meinem Crash bin ich vorne und hinten mit harten Reifen gefahren. Ich bin in die Kurve so wie zuvor eingebogen, aber mit dem harten Vorderreifen kann man anscheinend nicht die gleiche Schräglage fahren“, hat der Spanier dabei gelernt. „Es war ein harmloser Crash. Abgesehen davon war mein Gefühl heute sehr gut.“

Insgesamt fuhr Lorenzo am Dienstag 32 Runden, Rossi war mit 54 Umläufen etwas fleißiger. Aber auch der Altmeister ist mit seiner Arbeit sehr zufrieden: „Es war ein guter Tag. Wir hatten sehr viel Arbeit, aber ich bin zufrieden, weil wir die Abstimmung des Motorrades deutlich verbessern konnten. Meine Pace und meine beste Rundenzeit haben sich gesteigert. Am Nachmittag habe ich auch Reifen getestet. Es gab gute und schlechte Aspekte, aber generell leistet Michelin gute Arbeit.“

Momentan bevorzugen beide Yamaha-Fahrer jene M1, die der Vorjahresversion sehr ähnlich ist. „Vielleicht werden wir das neue Motorrad noch auf anderen Strecken wie Phillip Island probieren und dann eine Entscheidung treffen“, denkt Rossi über die neue Entwicklung nach. „Momentan bevorzuge ich die ältere Version. Das 2016er-Bike hat gute Ansätze, aber in der Bremsphase ist es schlechter.“

Dennoch ist das in der blau-weißen Garage kein Anlass zur Sorge, denn Yamaha ist konkurrenzfähig. Mit dem neuen Chassis will man sich Zeit nehmen. „Morgen werde ich es noch einmal probieren, aber wir haben keinen Stress. Für mich wird es wichtig, dieses Motorrad in Phillip Island zu probieren“, betont Rossi und ergänzt einen Grund: „Yamaha hat versucht, das Motorrad anhand der Michelin-Reifen von Herbst 2015 zu entwickeln. Jetzt hat Michelin Fortschritte mit dem Vorderreifen erzielt und wir stehen vor einer neuen Situation.“

Die Testzeiten aus Sepang (Dienstag):
01 Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) – 2:00.095 Minuten (46 Runden)
02 Jorge Lorenzo (Yamaha) +0,060 Sekunden (32)
03 Hector Barbera (Avintia-Ducati) +0,292 (32)
04 Marc Marquez (Honda) +0,748 (52)
05 Cal Crutchow (LCR-Honda) +0,804 (55)
06 Valentino Rossi (Yamaha) +0,926 (54)
07 Scott Redding (Pramac-Ducati) +0,954 (42)
08 Andrea Iannone (Ducati) +0,957 (39)
09 Casey Stoner (Ducati) +1,008 (45)
10 Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +1,012 (59)
11 Maverick Vinales (Suzuki) +1,326 (59)
12 Dani Pedrosa (Honda) +1,380 (36)
13 Yonny Hernandez (Aspar-Ducati) +1,549 (41)
14 Andrea Dovizioso (Ducati) +1,628 (35)
15 Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +1,897 (32)
16 Aleix Espargaro (Suzuki) +1,997 (39)
17 Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +2,233 (54)
18 Stefan Bradl (Aprilia) +2,277 (45)
19 Loris Baz (Avintia-Ducati) +2,516 (26)
20 Katsuyuki Nakasuga (Yamaha) +2,596 (43)
21 Alvaro Bautista (Aprilia) +2,781 (52)

Text von Gerald Dirnbeck & David Emmett

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