Valentino Rossi, Jorge Lorenzo - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Fällt beim Rennwochenende in Misano eine Vorentscheidung im WM-Kampf?

Die beiden Yamaha-Werkspiloten sind in Misano auch in diesem Jahr die großen Favoriten.

In den vergangenen vier Jahren gingen die Siege stets an Jorge Lorenzo oder Valentino Rossi. Misano ist der einzige Kurs im Kalender, auf dem Honda in den vergangenen vier Jahren nicht siegen konnte. Für zusätzliche Würze sorgt das Teamduell der beiden Yamaha-Werkspiloten, die nach zwei Dritteln der Saison von zwölf Punkten getrennt werden.

Rossi konnte sich durch den Sieg beim Regenrennen in Silverstone wieder etwas absetzen. Im vergangenen Jahr gewann der Italiener das Rennen in Misano. 2008 und 2009 war Rossi ebenfalls siegreich. Zudem stand er 2010 und 2012 auf dem Podium. Der zweite Platz in der Saison 2012 war Rossis bestes Ergebnis als Ducati-Pilot unter trockenen Bedingungen.

Einfach wird es für den „Doktor“ aber nicht. „In Misano werde ich sehr stark unter Druck stehen, vor allem durch die Fans, die Freunde und die Familie“, bemerkt der WM-Führende, der im Sommer regelmäßig mit seiner Yamaha R1 auf dem Kurs in Misano anzutreffen war. Den neuen Asphalt kennt der 36-jährige Yamaha-Werkspilot also schon.

„Ich mag den Kurs sehr. Die Atmosphäre in Misano ist immer großartig. Es ist mein wahres Heimrennen, weil der Kurs nur zehn Kilometer von Tavullia entfernt ist“, freut sich Rossi, der sich gern an seinen Sieg im vergangenen Jahr erinnert: „Im vergangenen Jahr fuhr ich ein tolles Rennen, doch Jorge ist auf dieser Strecke ebenfalls sehr stark“, warnt er.

Rossi erwartet einen Kampf mit Lorenzo, doch auch Marc Marquez wird in Misano stark sein. Im Gegensatz zu den Yamaha-Piloten kann Marquez mehr riskieren, da er bereits 77 Punkte zurückliegt. „Es wird ein weiterer toller Kampf. Ich muss mit der Situation richtig umgehen. Es wird schwierig, doch wichtig ist, dass es ein Kurs ist, auf dem ich schnell bin und auf dem die Yamaha normalerweise sehr stark ist“, so Rossi.

Teamkollege Lorenzo ist mit vier Grand-Prix-Siegen der erfolgreichste Pilot auf dem neuen Layout in Misano. Von 2011 bis 2013 war Lorenzo ungeschlagen. Zudem setzte sich der Spanier 2007 im 250er-Grand-Prix durch. Seit 2007 stand Lorenzo bei jedem WM-Lauf in Misano auf dem Podium.

„Durch das Wetter lief es in Silverstone nicht so, wie wir uns erhofft hatten. Wir probierten alles, um auf dem Podium zu stehen, doch das Tempo reichte nicht. Zudem gab es Probleme, die außerhalb unserer Macht lagen“, schildert der WM-Zweite, der in England Probleme mit seinem Helm hatte. „Ich konzentriere mich jetzt auf das Rennen in Misano, weil es ein besonderer Kurs für uns und für Yamaha ist.“

„Ich weiß, dass sich Valentino gut fühlen wird, weil es sein Heimrennen ist, aber ich war dort in den vergangenen Jahren immer schnell und fuhr einige Siege ein“, blickt Lorenzo zurück. „Mein Teamkollege hat in der Meisterschaft zwölf Punkte Vorsprung, es sind aber noch sechs Rennen zu fahren. Es gibt also noch viele Punkte zu holen. Ich werde ab Misano in jedem der kommenden Rennen alles geben.“

Text von Sebastian Fränzschky

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