Jorge Lorenzo - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Tiefentspannt: Jorge Lorenzo behielt die Nerven, als es drauf ankam

Die Umstände waren kontrovers, doch am Ende ist Jorge Lorenzo der Weltmeister der MotoGP-Saison 2015.

Seinen fünften WM-Titel hat der 28-Jährige unter dramatischen Umständen geholt, blieb aber nicht auf sich alleine gestellt: Neben seinem Team konnte er auch auf Helfer aus dem Inneren setzen: Meditationstechniken und die israelische Kampfkunst Krav Maga. Ausgangspunkt war sein ehemaliger Manager Marcos Hirsch, der ihn einst dazu ermuntert hatte, wie er preisgibt.

„Im Jahr 2009 hat mir mein ehemaliger Manager eine Dame vorgestellt, die sich mit einer speziellen Art von Meditation auskannte“, erinnert sich der Yamaha-Pilot zurück. „Man macht das durch eine spezielle Atemtechnik mit dem Bauch.“ Nach der Saison 2010 habe er zunächst mit den Unterrichtseinheiten aufgehört, aber in dieser Saison wieder damit angefangen. „Jetzt verstehe es etwas besser, wie man sich mit dem Atem unter Kontrolle halten kann“, sagt er zufrieden.

Gerade im Vorfeld des letzten Rennens in Valencia habe ihm dies sehr geholfen. „Der Druck ist unglaublich hoch gewesen“, rekapituliert Lorenzo. „Man braucht seine komplette Energie, um ein solches Rennen erfolgreich zu bestreiten. Und Nervosität beansprucht eine Menge Energie für sich, die dann fehlen würde. Deshalb habe ich viel meditiert und tief eingeatmet.“ Schließlich half es ihm, die Nerven zu behalten und im Rennen nicht zu stürzen.

Die Ausübung der israelischen Kampfkunst geht ebenfalls auf seinen ehemaligen Manager zurück, wie Lorenzo beschreibt: „Ich habe 2010 auch ein bisschen Krav Maga gemacht, weil mein Ex-Manager glaubte, dass ich mehr Aggressivität auf der Strecke benötige. Er glaubte, dass mich das aggressiver beim Überholen machen würde.“

Mittlerweile übt er den Sport zwar nicht mehr aktiv aus, nimmt jedoch das Gelernte mit: „Es ist auch gut gewesen, um Selbstverteidigung zu üben. Im Leben ist es wichtig, ein bisschen über alles zu erfahren. Alles hat das Potenzial, einem etwas geben, das einen besser macht.“ Jorge Lorenzo holte beim Großen Preis von Valencia mit einem Sieg den WM-Titel und profitierte dabei insbesondere von einer Strafversetzung seines Kontrahenten Valentino Rossi.

Text von Heiko Stritzke

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