Pramac-Ducati - Loris Capirossi war 22 lange Jahre Teil der Motorrad-Weltmeisterschaft

In Valencia wird eine der längsten Karrieren im Motorrad-Rennsport zu Ende gehen. Loris Capirossi hat am Donnerstag in Misano seinen Rücktritt zum Saisonende erklärt. Seit 1990 fährt der Italiener in der Weltmeisterschaft und er hat in dieser Zeit insgesamt 29 Rennen gewonnen. Zu den Höhepunkten zählen die WM-Titel in den Jahren 1990 und 1991 in der 125er-Klasse. 1998 folgte der Titel bei den 250ern. Bis heute hat Capirossi 323 Rennen abgespult.

„Zuerst einmal muss ich sagen, dass diese Saison sehr hart ist. Wir haben nie eine Lösung gefunden um schneller zu fahren. Es bleiben noch sechs Rennen und ich werde mein Bestes geben, damit ich für das Team noch ein paar gute Resultate hole. Für mich ist es schwierig, das zu sagen, denn 22 Jahre sind eine Menge.“

„Misano ist sicher mein letztes Rennen in Italien“, sagt Capirossi in der Pressekonferenz. „Ich habe entschieden, dass ich aufhören werde. Es ist etwas komisch, wenn ich die anderen Fahrer höre, wie sie über die Tests mit den neuen 1.000ern sprechen. Ich werde das nicht tun. Ich entschuldige meine Emotionen, aber es ist nicht leicht das zu sagen.“

„Ich habe viel darüber nachgedacht, aber ich glaube, dass es die richtige Entscheidung für mich ist. Es gibt viele starke und schnelle Fahrer. Ich müsste sie darum bitten, dass sie mich mein 100. Podium erreichen lassen, denn ich habe 99 geschafft. Das wird aber schwierig. Ich möchte mich bei allen Leuten bedanken, die mich immer unterstützt haben. Ich will in den letzten Rennen noch mein Bestes geben.“

Ein großer Konkurrent von Capirossi ist sein Landsmann Valentino Rossi. „Ich habe viele Erinnerungen an Loris. Meine ersten Erinnerungen habe ich, als ich als kleines Kind vor dem Fernseher gesessen bin. Viele andere Fahrer waren damals noch gar nicht auf der Welt. Ich erinnere mich an seinen ersten Sieg.“

„Es hat auch viel Spaß gemacht, als er gegen Max Biaggi gekämpft hat“, sagt Rossi und lacht dabei. „Mit ihm zu kämpfen war super, ich habe oft gegen ihn bis zur letzten Runde gekämpft. Im Jahr 1999 habe ich gegen ihn in der 250-Klasse um den Titel gekämpft. Es gab auch viele Duelle bei den 500ern. Am meisten erinnere ich mich an 2006, als ich mit ihm in Mugello und Sepang bis zum letzten Bremspunkt gekämpft habe. Wir verlieren einen der besten Fahrer dieses Sports.“

Während Rossi mittlerweile ebenfalls zur älteren Fahrergeneration gehört, hat sich auch Casey Stoner von der jungen Fraktion zum Rücktritt geäußert. „Ich kann sagen, dass er der beste Teamkollege war, den ich je hatte. Er hat mich im Team willkommen geheißen und mir immer gratuliert, als ich viele Erfolge hatte“, erinnert sich der Australier an die gemeinsame Saison 2007 bei Ducati zurück. „Ich hatte das nie so stark mit anderen Teamkollegen.“

„Man kann sie aber nicht mit ihm vergleichen, weil er immer sehr freundlich zu mir war. Bei den Testfahrten haben wir immer alles gemeinsam diskutiert und es gab nie eine Fehde. Ich habe die Zeit mit Loris genossen. Es war sicher besser, wenn er in deiner Garage ist, als in einem anderen Team. Wir hatten eine gute Zeit zusammen und es ist schade, dass er in den vergangenen Jahren so zu kämpfen hatte. Seine Karriere ist aber etwas ganz Besonderes.“

Text von Gerald Dirnbeck

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