© Motorsport-Total.com - Marc Marquez (93) und Stefan Bradl (65) fahren auch 2012 in der Moto2

Nach wochenlangen Spekulationen über einen MotoGP-Ausfstieg ist die Entscheidung gefallen. Marc Marquez wird auch im kommenden Jahr in der Moto2 fahren. Damit verbringen die beiden Titelkonkurrenten Marquez und Stefan Bradl eine weitere Saison in der mittleren Klasse.

Der Spanier traf die Entscheidung schon vor dem Australien-Wochenende, um sich voll und ganz auf den WM-Kampf konzentrieren zu können. Die Möglichkeit auf den Aufstieg war vorhanden, doch der 18-Jährige will noch mehr Erfahrung sammeln. Superstar Valentino Rossi begrüßt diese Entscheidung.

„Ich bin erst 18 und habe noch viel Zeit für die MotoGP. Ich habe darüber nachgedacht, ob ich bereits im nächsten Jahr wechseln soll, aber es ist besser, wenn ich mit einem weiteren Jahr in der Moto2 noch mehr Erfahrung sammle“, wird Marquez von ‚Motor Cycle News‘ zitiert. „Dani Pedrosa ist zwei Jahre in der 250er-Klasse gefahren und Jorge Lorenzo drei. Ich habe also keine Eile.“

Teamchef Emilio Alzamora hat bestätigt, dass an einem möglichen Aufstieg gearbeitet wurde. „Wir haben ihm alle Fakten auf den Tisch gelegt und ihn beraten. Am Ende hat er die endgültige Entscheidung getroffen.“ Seit dem Sommer dominiert Marquez die Moto2 und hat in Japan erstmals die WM-Führung übernommen. Zuletzt in Australien fuhr der Spanier nach einer Strafe vom letzten Startplatz als Dritter auf das Podest. In der WM liegt er zwei Rennen vor Saisonende drei Punkte hinter Bradl.

In der MotoGP hat man die Spekulationen um Marquez ebenfalls genau beobachtet. Mit dem 18-Jährigen wäre ein starker Gegner in die Königsklasse gekommen. Rossi, der ebenfalls zwei Jahre in der 250er-Klasse verbracht hat, sieht die Entscheidung positiv: „Persönlich denke ich, dass es richtig ist. An seiner Stelle hätte ich auch so entschieden.“

„Er ist noch sehr jung und hat noch viel Zeit, außerdem nimmt es Druck von seinen Schultern. Wenn er die Weltmeisterschaft gewinnt, dann wird er sehr glücklich sein. Klappt es nicht, dann hat er im kommenden Jahr noch eine weitere Chance.“ Angesichts der derzeit schwierigen Saison bei Ducati meint Rossi: „Außerdem ist das auch gut für uns, denn somit gibt es eine Honda weniger.“

Auch Colin Edwards begrüßt die Entscheidung von Marquez. Der Routinier wird mit dem CRT-Motorrad von Forward-Racing im kommenden Jahr wahrscheinlich am Ende des Feldes kämpfen. „Für mich ist das die beste Nachricht des Wochenendes, weil ich es liebe, ihm zuzusehen bevor ich aufhöre. Wenn er im gleichen Rennen wie ich ist, dann sehe ich ihn vielleicht nie.“

„Wenn man ihm zusieht, ist das wie ein Rocky-Film, weil man selbst motiviert wird, wenn man sieht, wie er sich durch das Feld kämpft. Er wird definitiv ein Faktor werden, wenn er in die MotoGP wechselt.“

Text von Gerald Dirnbeck

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