Marc Marquez, Jorge Lorenzo  © Repsol

© Repsol – Marc Marquez musste sich Jorge Lorenzo beugen und büßte fünf Punkte ein

Marc Marquez konnte in Japan auch den zweiten Matchball nicht nutzen, reist aber dennoch als WM-Favorit zum Saisonfinale nach Valencia. Im Rennen kristallisierte sich Titelkonkurrent Jorge Lorenzo einen Tick stärker heraus und Marquez konnte nicht angreifen.

Schließlich begnügte sich der Honda-Pilot mit dem zweiten Platz. Da die Trainings nicht stattfinden konnten, blieb Marquez nur der Sonntagvormittag, um die Referenzpunkte der Motegi-Strecke im Trockenen zu lernen.

Dieser Nachteil wirkte sich schließlich im Grand Prix aus, denn der Rookie traf die Bremspunkte nicht konstant genug. Trotzdem ist Marquez mit dem Ergebnis zufrieden: „Dieser zweite Platz ist sehr wichtig, vor allem weil ich am Vormittag große Mühe hatte die Bremspunkte zu finden. Ich fuhr zum ersten Mal mit der MotoGP hier. Es war nicht einfach, konstant die besten Bremspunkte zu finden.“

„Außerdem hatte ich einen heftigen Sturz“, blickt Marquez auf einen Abflug am Vormittag zurück. Der Sturz brachte ihn aber nicht aus dem Konzept. „Im Rennen hatte ich von Beginn an gutes Selbstvertrauen, aber als wir schneller und schneller wurden, fühlte ich mich mit jeder Runde mehr am Limit. Ich versuchte Jorge zu überholen, aber ich sah, dass es zu viel Risiko wäre. Als er dann weiter pushte, merkte ich, dass ich zu sehr am Limit war. Ich hatte auch zwei Momente.“

„Deshalb dachte ich mir, dass 20 Punkte das Beste wären. Valencia wird interessant.“ Sein Vorsprung schrumpfte auf 13 Punkte. Sollte Lorenzo das Finale gewinnen, dann würde Marquez ein vierter Platz für den WM-Titel reichen. „Ich muss mich auf meinen Job und mein Bike konzentrieren und versuchen in Valencia mein Bestes zu geben.“

„Wir werden es sehen. Wir dürfen nicht vergessen, dass es erst meine erste Saison ist und der WM-Titel nicht das Ziel war. Ich werde es trotzdem versuchen“, versucht Marquez den Druck gering zu halten. Zum ersten Mal seit dem Jahr 2006 fällt die Entscheidung beim Finale. Damals stürzte Valentino Rossi und verspielte seine WM-Chancen. In Valencia kann alles passieren. Vor allem Stürze sollten vermieden werden.

Der Crash im Vormittagstraining war eine Warnung für Marquez. „Der Grund für den Sturz war ein kalter Reifen. Ich bin zwar langsamer als vorher in diese Kurve eingebogen, aber trotzdem gestürzt. Ich hatte in dieser Runde nicht gepusht. Das ist Erfahrung für die Zukunft. Ich werde sicher im nächsten Jahr vorsichtiger sein“, so der beste Neuling des Jahres.“Ich bekam für das Rennen Schmerzmittel in den Rücken gespritzt, denn ich verspürte Schmerzen bei Richtungswechseln. Für das Rennen war es aber kein Problem.“

Für die Familie Marquez war der Sonntag in Motegi dennoch ein Feiertag, denn Bruder Alex eroberte in der Moto3-Klasse zum ersten Mal den größten Pokal. „Mein Bruder hat heute seinen ersten Sieg in der Moto3-Klasse geholte. Ich freue mich sehr für ihn, denn er war schon einige Male nahe dran, und hat es jetzt geschafft“, sagt Marc, der schon öfter gemeint hat, dass Alex das größere Talent sei: „Mein kleiner Bruder kommt. Wir müssen pushen, denn er wird kommen.“

Text von Gerald Dirnbeck

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