Marc Marquez © Repsol

© Repsol – Aragon-Sieger Marc Marquez möchte sich nicht ablenken lassen

Der Zusammenstoß der beiden Honda-Werkspiloten beim Rennen in Aragon war der Aufreger des Rennens.

Marc Marquez verschätzte sich in der sechsten Runde und touchierte das Heck der RC213V seines Teamkollegen Dani Pedrosa mit dem linken Ellbogen. Die Spuren der Berührung konnte man nach dem Rennen an der Lederkombi des Rookies, der später noch Jorge Lorenzo bezwang und siegte, sehen.

Pedrosa hatte bei der Kollision weniger Glück. Der Vizeweltmeister von 2012 flog per Highsider ab, weil Marquez mit seinem Kupplungshebel ein Kabel der Traktionskontrolle durchtrennte und Pedrosa dadurch keine elektronischen Fahrhilfen mehr hatte. Der Vorfall der beiden Repsol-Piloten wird vor dem Beginn des anstehenden Rennwochenendes in Sepang genauer untersucht. Renndirektor Mike Webb wird dazu die Daten von HRC auswerten und die beiden Spanier anhören.

Solange muss Marquez um seinen Sieg zittern. Angst vor einer Strafe hat der amtierende Moto2-Weltmeister, der bereits in den vergangenen Jahren mit fragwürdigen Szenen auffiel, aber nicht. „Wenn ich noch einmal in derselben Situation wäre, würde ich mich für die sicherste Linie entscheiden. Wenn ich nicht das Kabel der Traktionskontrolle durchtrennt hätte, gäbe es keine Diskussion darüber“, ist sich Marquez im Gespräch mit ‚MotoGP.com‘ sicher.

„Ich höre viele Kommentare und Meinungen, doch ich genieße auch viel Unterstützung. Die Renndirektion wird sich anhören, wer was zu sagen hat, alles untersuchen und dann entsprechend handeln“, erklärt der Honda-Werkspilot gelassen. „Für mich ist klar: An meinem Ziel, dem Gewinn des MotoGP-Titels, wird das nichts ändern.“ Vier Rennen vor dem Ende der Saison liegt der 20-jährige Spanier 39 Punkte vor Landsmann Lorenzo. Pedrosa hat durch den Ausfall in Aragon nur noch theoretische Chancen auf den WM-Titel.

Text von Sebastian Fränzschky

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