Marc Marquez - © GP-Fever.de

© GP-Fever.de – Marc Marquez gab sich zur Abwechslung mit dem kleinen Pokal zufrieden

In der vergangenen Saison wäre es wohl undenkbar gewesen, dass Marc Marquez sich mit einem dritten Platz begnügt.

Eher hätte der Spanier einen Sturz riskiert, um irgendwie doch noch eine Chance auf den Sieg zu haben. In Jerez nahm Marquez dieses Mal allerdings lieber die sicheren 16 Punkte mit.

„Im vergangenen Jahr war es anders. Aber in diesem Winter habe ich eine Menge gelernt“, berichtet er und verrät: „Vor dem Rennen sagte Nakamoto zu mir: ‚Bitte beende das Rennen!'“

Marquez hörte auf den HRC-Vizepräsidenten und verteidigte seine WM-Führung durch den dritten Platz bei seinem Heimspiel. „Ich wollte Jorge folgen und in einigen Runden hatte ich auch die Chance, ihn zu überholen“, berichtet Marquez. Die hohen Temperaturen sorgte allerdings dafür, dass er den Kontakt zum WM-Zweiten nach einigen Runden abreißen lassen musste.

Besonders in den Bremszonen hatte Marquez Schwierigkeiten. „Ich konnte das Motorrad nicht verzögern. Jorge konnte sich dann etwas absetzen und ich verlor bei jeder Beschleunigung einige Meter. Ich wollte das auf der Bremse wieder aufholen, aber dabei überhitzte ich den Vorderreifen immer mehr. Dann habe ich eine schwierige Entscheidung getroffen und mir gesagt, dass 16 Punkte heute genug sind“, so Marquez.


„Wir wusste, dass Jerez nicht gut zu meinem Fahrstil passt. Außerdem sind wir mit unserem Bike noch nicht bei 100 Prozent“, erinnert der Spanier an den schwierigen Winter und ergänzt: „Im Training war ich bei niedrigeren Temperaturen sehr stark. Ich war auf einem Level mit den Yamaha-Piloten.“ Im Rennen habe man dann zwar „nicht die beste Position“ gehabt, das Hauptziel mit Rang drei allerdings erreicht.

„Es war ein innerer Konflikt“, sagt Marquez mit einem Lächeln im Hinblick auf seine zurückhaltende Fahrweise und erklärt: „Der ‚echte‘ Mark wird wiederkommen, aber dazu muss ich mich auf dem Bike wohlfühlen.“ Er habe noch nicht wieder das gleiche Gefühl auf dem Motorrad wie 2014. „Da konnte ich mit dem Bike spielen. An diesem Punkt bin ich momentan noch nicht.“

„Wir müssen Ruhe bewahren, bis wir an diesen Punkt kommen“, weiß Marquez und erklärt: „Ich will nicht in die gleiche Situation kommen wie im vergangenen Jahr.“ Damals stürzte der Spanier zu oft und verlor die WM bereits früh in der Saison. In diesem Jahr läuft alles anders. Während Lorenzo und Valentino Rossi bereits jeweils einmal gestürzt sind, stand Marquez in allen vier Rennen auf dem Podest und führt die WM an.

Text von Ruben Zimmermann

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