© Repsol - Die neue Herausforderung für Weltmeister Marc Márquez ist die Moto2

Mit 17 Jahren hat sich Marc Márquez zum 125er-Weltmeister gekrönt. Zehn Saisonsiege untermauern das Talent des Spaniers. Dem Rennen in Estoril hat der künftige Moto2-Pilot speziell seinen Stempel aufgedrückt. Nachdem das Rennen unterbrochen werden musste, stürzte Márquez auf dem Weg in die Startaufstellung für Lauf zwei und musste von ganz hinten losfahren. Er brannte ein Feuerwerk ab, überholte alle Gegner und siegte.

In diesem Rennen fuhr er buchstäblich vom Kiesbett auf die höchste Stufe des Podiums. „Der Moment war nicht einfach. Das war kurz vor dem wichtigen Rennen und genau da baue ich in der Aufwärmrunde einen Unfall“, erinnert sich Márquez bei ‚ServusTV‘ zurück. „Ich dachte mir, dass vielleicht die ganze Saison im Eimer ist. Ich musste mich am Riemen reißen, denn ich war sehr nervös. Solche Fehler passieren einfach. Das Team hat eine super Arbeit gemacht und das Motorrad schnell wieder repariert. Im Rennen hatte ich einen perfekten Start und konnte es wieder gutmachen.“

2008 hat der Weltmeister bei KTM mit Harald Bartol gearbeitet, der immer schon große Stücke auf den Youngster gehalten hat. „Es war früh erkennbar, dass er all die Dinge hat, die ein Rennfahrer braucht. Das zeichnet diese Leute aus. Wenn er die Chance hat und gewinnen kann, dann wird er es auch machen“, ist der Österreicher überzeugt.

„Wie ich damals die Boxensignale gesehen habe, dass Platz zwei okay ist, habe ich mir gedacht, sein Team kennt ihn doch noch nicht so genau. Ich habe gewusst, dass er sicher gewinnen will. Dass er auch taktisch fahren kann, hat man beim letzten Rennen in Valencia gesehen. Ich glaube aber, es war sehr hart für ihn, Vierter zu werden.“

Vor heimischer Kulisse hat sich Márquez schließlich den Titel geholt. Nun geht es mit Monlau in die Moto2. Seit dem Saisonfinale wird der 17-Jährige wie ein Star gefeiert. „Es ist nicht einfach. Ich habe die WM gewonnen, das setzt dich schon etwas unter Druck. So viele Gedanken mache ich mir jetzt nicht darüber. Ich bin froh, dass ich jetzt zum ersten Mal dabei bin. Klar möchte ich vorne sein, um das Podium oder gar den Sieg kämpfen. Im Moment fühle ich da aber keinen Druck.“

In Jerez hat Márquez seine ersten Runden auf der Suter-MMX gedreht. „Für das erste Mal war es nicht so schlecht. Zu Beginn war es etwas ungewöhnlich, denn die Maschine ist etwas schwerer. Ich hatte mit der Zeit ein gutes Gefühl und es wird sicher mit jedem Tag noch besser werden. Mit dem Motorrad und dem Team bin ich glücklich.“

Nach drei Jahren in der kleinsten Klasse hat er den Olymp erklommen. Wie lange wird es in der Moto2 dauern? Das große Ziel bleibt aber die Königsklasse. „Natürlich träumt man von der MotoGP. Als ich mit den Straßenrennen angefangen habe, hat Pedrosa die WM gewonnen. Ich habe ihn schon als besonderen Fahrer gesehen. Früher war ich kleiner als er, jetzt bin ich etwa größer, aber ich habe trotzdem immer zu ihm aufgeschaut. Mein Traum ist es, in der MotoGP gegen Dani mal ein Rennen zu fahren.“

Text von Gerald Dimbeck

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