Marco Melandri  und Carlos Checa © BMW

© BMW - In Lauf zwei kam es zu einer Berührung zwischen Melandri (33) und Checa (7)

In dieser Saison ist bei Carlos Checa der Wurm drin: Schnell ist der Weltmeister, wie vier Rennsiege unterstreichen, aber es gab auch fünf Ausfälle. Dazu passieren Fehler, wie in der Superpole in Misano, wo die Kommunikation mit dem Team nicht passte und der Spanier lediglich als 16. starten musste.

In Lauf eins machte der Pilot vom Althea-Ducati-Team alles richtig und kämpfte sich gemeinsam mit Max Biaggi (Aprilia) durch das Feld. Schließlich musste sich Checa knapp geschlagen geben und wurde Zweiter. In Lauf zwei war er ebenfalls auf einer Aufholjagd und kämpfte sich erneut durch das Feld.

Im Pulverdampf ging dann alles schief. In der vierten Runde versuchte BMW-Werkspilot Marco Melandri ein Überholmanöver und stach in einer Kurve innen hinein. Dabei berührten sich die beiden Motorräder leicht und Checa ging zu Boden. Er fuhr zwar weiter, gab aber an der Box auf und der nächste Nuller stand im WM-Klassement. Die Enttäuschung beim 39-Jährigen war groß, aber es herrscht kein böses Blut zwischen den beiden Ausnahmekönnern.

„In Runde vier war ich hinter Carlos, und in der vierten Kurve fühlte ich mich sicher auf der Bremse“, schildert Melandri. „Ich versuchte ihn zu überholen, und wir fuhren Seite an Seite. Also ging ich davon aus, dass er mich sah. Aber als wir begannen, uns in die Kurve zu legen, schien er mich nicht zu sehen, denn er berührte mein Bein mit seiner Schulter und stürzte. Es tut mir wirklich leid, denn Carlos ist ein feiner Kerl und ein großartiger Sportsmann“, entschuldigt sich der Italiener.

„Was soll ich über das zweite Rennen sagen?“, meint Checa. „Es scheint, dass wir in dieser Saison von allen Seiten unter Feuer stehen. Marco hat mich in der Kurve nach außen gedrückt. Das war merkwürdig, denn normalerweise ist er vorsichtig. Es ist schade, denn ich hätte ein weiteres gutes Rennen fahren und wichtige Punkte sammeln können.“

So stehen die 20 Zähler aus Lauf eins zu Buche. „Wenn ich meine Startposition und die Tatsache, dass überholen in Misano nicht einfach ist, bedenke, dann ist das erste Rennen sehr gut verlaufen. Ich gebe zu, dass ich nicht erwartet habe um den Sieg zu kämpfen. Ich konnte aber Boden gutmachen, was keine einfache Aufgabe war. Max war sehr stark und auch Davide (Teamkollege Giugliano; Anm. d. Red.) ist ein fantastisches Rennen gefahren“, lobt Checa.
In der WM beträgt sein Rückstand 60 Punkte. Selbst bei einem Doppelsieg in Aragon, wo das nächste Rennen stattfindet, könnte Checa nicht die WM-Führung übernehmen.

Text von Gerald Dirnbeck

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