Marco Melandri - © Aprilia Racing

© Aprilia Racing – Marco Melandri steht an einem entscheidenden Punkt in seiner Karriere

Für Marco Melandri war das Jahr 2015 ein Jahr zum Vergessen.

Nach vier erfolgreichen Jahren in der Superbike-Weltmeisterschaft kehrte der Italiener im vergangenen Winter in die Königsklasse MotoGP zurück.

Im Werksteam von Aprilia war mit dem Prototypen der RS-GP aber kein Blumentopf zu gewinnen. Mehr noch: Im direkten Vergleich mit Teamkollege Alvaro Bautista fiel Melandri deutlich ab.

Nach nur acht Rennen gingen Melandri und das unter der Leitung von Fausto Gresini operierende Team getrennte Wege. Seit dem Großen Preis von Deutschland auf dem Sachsenring ist Stefan Bradl Melandris Nachfolger als Bautista-Teamkollege. Der Deutsche und der Spanier werden auch in der MotoGP-Saison 2016 für Aprilia in den Lenker greifen.

ndes hat Melandri das Jahr 2015 bereits „aus meinem Gedächtnis gelöscht“, wie er gegenüber ‚GPOne.com‘ offen zugibt. Im Alter von 33 Jahren steht der Italiener an einem entscheidenden Punkt in seinem Leben. Setzt er seine professionelle Karriere im Motorsport fort oder hängt er den Helm an den Nagel?

Ende November bestritt Melandri im spanischen Jerez de la Frontera Testfahrten auf der MV Agusta F4 aus der Superbike-WM. Ob er auf diesem Bike in der vor der Tür stehenden Saison 2016 auch Rennen bestreiten wird, ist noch offen. „Wichtig ist die Motivation“, sagt Melandri, um anzufügen: „Es braucht ein Unternehmen, das voll dahinter steht.“

„Es kümmert mich nicht, ob wir um Siege oder um zehnte Plätze fahren. Wichtig ist, dass jeder im Team sein Bestes gibt. Das Motorrad ist kein Siegermotorrad, aber ich glaube, das Potenzial ist höher als das, was man bisher gesehen hat. Es ist auch höher als ich das selbst erwartet hatte“, bemerkt Melandri in Anspielung auf den Jerez-Test Ende November.

Ob er nach seinem verkorksten MotoGP-Comeback bei Aprilia noch einmal zu den Superbikes zurückkehrt, um mit MV Agusta um WM-Punkte zu kämpfen, hängt neben der Motivation vor allem vom Budget ab. „Das größte Problem ist derzeit, das nötige Geld aufzutreiben“, bemerkt der Superbike-Vizeweltmeister von 2011.

Text von Mario Fritzsche

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