© Yamaha - Marco Melandri kämpft in der Superbike-WM wieder ganz vorne mit

Die Superbike-WM und die MotoGP bieten Motorrad-Sport auf höchstem Niveau. Während letztere mit Prototypen fährt, basieren die Maschinen in der Superbike auf Serienmodellen. Allgemein wird die MotoGP als Königsklasse angesehen, obwohl sich die Superbikes in den vergangenen Jahren technisch angenähert haben. Der Vergleich der Rundenzeiten zeigt, dass der Abstand gering ist.

Auf der anspruchsvollen Strecke in Brünn holte sich im vergangenen Jahr Cal Crutchlow die Pole-Position in der Superbike mit einer Runde in 1:58.018 Minuten. Zum Vergleich fuhr Dani Pedrosa in 1:56.508 Minuten auf den besten Startplatz. Marco Melandri ist über den Winter zu den Superbikes gewechselt und hat bereits am zweiten Rennwochenende seinen ersten Sieg gefeiert.

Der Italiener kann die beiden Serien gut miteinander vergleichen. „Die Superbikes entwickeln sich immer mehr zu MotoGP-Motorrädern. Die größten Unterschiede gibt es beim Gewicht und bei den Bremsen“, wird Melandri von ‚SpeedTV‘ zitiert. „Der Rest ist relativ ähnlich. Ich hatte keine Probleme bei der Umstellung.“

„Ich musste nur meinen Fahrstil, der an die MotoGP-Reifen angepasst ist, auf die Pirellis umstellen.“ Geholfen hat Melandri auch seine Erfahrung aus der 250er-Weltmeisterschaft, in der er im Jahr 2002 den Titel geholt hat. „Das war ein Vorteil. Ich glaube, eine Zweitaktmaschine ist der beste Weg um den Umgang mit dem Gasgriff zu lernen. Meine Erfahrung mit der 250er-Maschine hat mir definitiv geholfen.“

Bei den ersten beiden Saisonwochenenden in Australien und Donington ist aufgefallen, dass Melandri sehr aggressiv in die Kurven hinein fährt und dort Boden gutmacht. „Ich glaube da geht es nur darum, eine gute Balance und ein gutes Gefühl für das Motorrad zu haben. Die R1 passt perfekt zu meinem Fahrstil. Ich fühle mich darauf sehr wohl und habe am Kurveneingang viel Vertrauen.“

Sieben Jahre hat Melandri in der MotoGP verbracht. In der Superbike-WM ist er auf alte Bekannte, wie Carlos Checa und Max Biaggi, getroffen. „Die Superbike-WM ist konkurrenzfähiger. Verschiedene Motorräder, Hersteller und mehrere Fahrer können Rennen gewinnen.“

„Das macht es viel aufregender“, vergleicht Melandri. „In der MotoGP haben nur zwei, drei Fahrer eine realistische Siegchance. Deshalb ist jedes Rennen praktisch gleich. Man geht dorthin und gibt sein Maximum, aber unter dem Strich ist man nur eine Nummer.“ Zum letzten Mal hat im Jahr 2006 ein Pilot auf einer Kundenmaschine ein Rennen in der Königsklasse gewonnen.

Mit dem Serienwechsel kommen auf Melandri auch neue Strecken zu. Der Miller-Motorsportpark zählt dazu. „Im Fernsehen sieht diese Strecke toll aus. Soweit ich bisher gehört habe, soll die R1 sehr gut zu dem Kurs und meinem Fahrstil passen“, freut sich der 28.Jährige auf die neue Herausforderung.

„Die Strecke sieht geschmeidig und schnell aus und ist flüssig zu fahren. Das sollte mir liegen. Ich freue mich auf die ersten Runden. Sie wird sicher gut mit meiner R1 funktionieren. Wir werden es bald herausfinden.“

Text von Gerald Dimbeck

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