Markus Reiterberger - © BMW AG

© BMW AG – Markus Reiterberger möchte Aragon schnell vergessen und an Assen denken

Nach dem erfolgreichen Rennwochenende in Thailand folgte für Markus Reiterberger in Aragon ein schwieriges Wochenende.

Der Deutsche konnte in Spanien nicht an die Erfolge des zweiten Rennwochenendes der Saison anknüpfen und stand deutlich im Schatten von Teamkollege Jordi Torres.

Fehler bei der Abstimmung der BMW erschwerten Reiterberger das Fahren. In Assen soll sich das ändern. Teile der ehemaligen IDM-Crew helfen „Reiti“ bei der Findung einer besseren Basisabstimmung.

Im Gespräch mit ‚Motorsport-Total.com‘ schaut Reiterberger auf das Rennwochenende in Aragon zurück: „Wir haben in Aragon mit einem anderen Basissetup begonnen als in Thailand. Übers Wochenende trafen wir die falschen Entscheidungen und arbeiteten nicht in die richtige Richtung. Wir hatten Pech und haben schlecht gearbeitet. Die anderen waren einfach schneller. Aber danach ist man immer schlauer.“

„Mir fehlte von Anfang an das Gefühl“, betont der BMW-Pilot. „In Thailand hatte ich von Beginn an ein gutes Gefühl. Wir machten in Aragon einen großen Schritt beim Setup, von dem wir überzeugt waren. Am Ende stellte sich heraus, dass wir in die falsche Richtung gearbeitet haben. Wir sind deshalb etwas vom Weg abgekommen. Ich fuhr mich in einen Trott rein und konnte nicht wie sonst meinen Rhythmus fahren.“


Der Teamkollege schlägt zurück
Teamkollege Torres kam in Aragon deutlich besser zurecht und fand schnell ein passendes Setup. Daran konnte sich Reiterbergers Crew aber nicht orientieren. „Er hat einen anderen Fahrstil als ich. Wir können unsere Motorräder also nicht gleich einstellen“, bemerkt der IDM-Champion. „Wir liegen nicht allzu weit auseinander, doch viele Kleinigkeiten summierten sich schlussendlich auf.“

„Mein Teamkollege kam in Aragon von Beginn an besser zurecht und holte in den Rennen gute Ergebnisse“, lobt Reiterberger, der nach Aragon zwei Tage mit seiner Althea-Crew in Jerez testete. „Wir hatten zwei Tage Zeit, ein paar Dinge zu testen. Ich fand mein Tempo wieder zurück und war ein bisschen schneller als Torres. Mir fehlt aber das Vertrauen, das ich früher hatte.“

„Ich muss in Assen unbedingt meinen Rhythmus wiederfinden. Von da an müssen wir uns auf kleine Schritte konzentrieren und dürfen nicht mehr so große Änderungen vornehmen“, stellt der Althea-Pilot klar, der sich mit seinen Ingenieuren sämtliche Bereiche der S1000RR angeschaut hat: „Wir arbeiten am kompletten Chassis, der Geometrie und dem Fahrwerk.“

Gute Erinnerungen an Assen
Für das bevorstehende Rennwochenende in Assen hat Reiterberger Kontakt mit seiner ehemaligen IDM-Crew aufgenommen. „Mein Data-Ingenieur aus der IDM hat meine Daten erhalten und schaut sie sich an. Er wird uns helfen, für Assen eine gute Basisabstimmung hinzubekommen. Durch den knappen Zeitplan ist es wichtig, bereits am Freitag mit einer guten Abstimmung loszulegen“, schildert der WM-Neunte.

„Im vergangenen Jahr gelangen uns in Assen sehr gute Rennen. Ich gewann beide Rennen, obwohl ich zu dem Zeitpunkt mit viel Zusatzgewicht unterwegs war“, blickt Reiterberger auf die IDM-Läufe zurück. „Seit dem vergangenen Jahr mag ich den Kurs in Assen. Vorher hatte ich immer meine Probleme mit der BMW. Im vergangenen Jahr fanden wir ein sehr gutes Setup und waren richtig schnell.“

Was können die deutschen Fans bei den kommenden Rennen erwarten? „Ich möchte immer so weit vorne wie möglich landen. Wichtig ist es, dass ich das Vertrauen zum Motorrad zurückfinde. Ich muss wieder Spaß am Fahren haben. Ich erhoffe mir aber erst einmal nicht zu viel“, gibt sich der BMW-Pilot bescheiden.

BMW: Evolution statt Revolution
„Momentan liegt es voll und ganz an der Abstimmung. Wenn wir das richtige Fenster treffen, können wir uns anschauen, woran wir arbeiten müssen. Momentan bin ich aber mit der Setupfindung beschäftigt. Mit der Elektronik bin ich ziemlich zufrieden“, erklärt Reiterberger, der von BMW immer wieder neue Teile für den Motor und die Elektronik erhält.

„BMW arbeitet permanent an Verbesserungen. Sie bringen immer wieder Updates. In Jerez konnten wir ein paar Dinge probieren. Ich denke, dass immer wieder Details kommen werden“, berichtet der Althea-Pilot, der die BMW S1000RR sehr gut kennt. „Große Schritte wird es nicht mehr geben. Dafür wäre ein neues Motorrad nötig. Wir sind aber sehr zufrieden mit dem, was wir momentan haben.“

In den vergangenen Wochen sammelte Reiterberger deutlich mehr Flugmeilen als zu seiner IDM-Zeit. Nervt die Reiserei bereits? „Es ist schön, dass man etwas von der Welt sieht. Die langen Flüge nach Australien und Thailand waren aber ziemlich anstrengend. Ich bin froh, dass die hinter mir liegen und wir jetzt in Europa fahren. Generell macht es mir sehr viel Spaß“, bemerkt der 22-Jährige.

Für die anstehenden Events ist Reiterberger voll motiviert: „Ich freue mich auf Imola. Der Kurs gefällt mir ganz gut. Assen mag ich auch. Am meisten freue ich mich auf den Lausitzring. In Imola und am Lausitzring werden von mir viele Freunde und Sponsoren vor Ort sein. Darauf freue ich mich sehr“, so der Deutsche.

Text von Sebastian Fränzschky

Motorsport-Total.com
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