© Honda - Zu MotoGP-Zeiten kämpfte Max Biaggi an allen Fronten gegen Valentino Rossi

Max Biaggi und Valentino Rossi gerieten im Laufe ihrer gemeinsamen MotoGP-Vergangenheit des Öfteren aneinander. Die Duelle der beiden fanden dabei nicht immer nur auf der Strecke statt. Die Saison 2001, Rossis zweite in der Königsklasse, stand von Beginn an unter keinem guten Stern. Beim Saisonauftakt in Suzuka drängte der damalige Yamaha-Werksfahrer Biaggi seinen Kontrahenten Rossi auf der Start/Ziel-Geraden bei Topspeed ins Gras ab. Nur mit Mühe konnte der Honda-Pilot einen Sturz vermeiden.

Wenige Wochen später gerieten sich die beiden in Barcelona erneut in die Haare, als es nach einem erneut hitzigen Duell im Rennen zwischen Rennende und Siegerehrung zu einem handfesten Schlagabtausch hinter dem Podium gekommen war, den Biaggi mit einer lädierten Nase bezahlen musste. Das gegenseitige Händeschütteln im Rahmen des darauffolgenden Wochenendes in Assen galt vielerorts nur als Geste für die Kameras.

Die erbitterte Rivalität hingegen sollte sich auch im Verlauf der kommenden Jahre bis hin zu Biaggis MotoGP-Abschied zum Ende der Saison 2005 fortsetzen. Gute Freunde wurden der heißblütige Römer und der unterm Strich erfolgreichere Rossi nie. Mit etwas Abstand betrachtet der amtierende Superbike-Weltmeister Biaggi die Gefechte mit seinem italienischen Landsmann heute gelassener als damals.

Rivalität gut für den Sport

„Ich respektiere und bewundere Rossi“, lässt der Aprilia-Werksfahrer in einem Radiointerview für ‚Super2 RadioMax‘ verlauten. „Ich kann es nicht in Abrede stellen, dass er ein legendärer Fahrer ist.“ Auch Rossi habe aus dem gegenseitigen Respekt nach heutiger Ansicht Biaggis nie einen Hehl gemacht.

Die Tatsache, dass die beiden inzwischen in unterschiedlichen Disziplinen an den Start gehen, trägt nach Meinung des Superbike-Weltmeisters ebenso dazu bei wie die gereifteren Persönlichkeiten auf beiden Seiten. „Wir sind keine Kinder mehr und respektieren heute die Arbeit des jeweils anderen“, so Biaggi.

Seine langjährige Rivalität mit dem Kontrahenten Rossi wertet er rückblickend als dem Motorradrennsport zuträglich. „Ob es gut oder schlecht war, eines steht fest: Unsere Duelle haben dem Sport viel gegeben. Plötzlich haben Menschen die Rennen verfolgt, die vorher überhaupt nichts damit am Hut hatten“, analysiert der 39-Jährige und ergänzt: „Alles begann als ein italienisches Phänomen, das dann auf die gesamte Welt überschwappte.“ Eines stehe jedoch zweifelsfrei fest: „Valentino war über Jahre hinweg mein Erzfeind“, stellt Biaggi klar.

Text von Mario Fritzsche

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