© Motorsport-Total.com - Max Neukirchner fehlten lediglich 13 Sekunden auf den Sieger

MZ-Werkspilot Max Neukirchner fuhr beim Grand Prix von Italien auf einen sehr guten achten Platz und feierte sein bislang bestes Ergebnis in der Moto2. Von Startplatz 20 ins Rennen gegangen, blies der 28-jährige Sachse sofort zur Jagd, lag bei Halbzeit des Rennens an elfter Position und fuhr bis zum Zielstrich mit erfahrenen Piloten wie Tom Lüthi, Kenan Sofuoglu, Simone Corsi und Aleix Espargaro.

„Heute haben wir endlich das ersehnte Top-Resultat zustande gebracht und wir sind alle zusammen richtig glücklich“, erklärt Neukirchner und mach Mut für mehr: „Wenn man überlegt, dass wir gerade einmal eine halbe Sekunde zum Sechsten, zu Tom Lüthi, verloren haben, sieht man, dass sogar noch mehr dringewesen wäre!“

„Es war ein harter Kampf, sehr anstrengend, auch, weil es so heiß war. Die schlimmsten Gegner waren für mich Scott Redding und Kenan Sofuoglu, weil die beiden wirklich extreme Spätbremser sind. Da war es schwierig, einen Weg vorbei zu finden“, schildert der MZ-Pilot.

„Am Anfang musste ich erst einmal meinen Rhythmus finden, konnte dann aber von Runde zu Runde besser fahren. Ich denke, es hatte etwas damit zu tun, dass der Sprit weniger wurde. Dadurch war die Balance vom Motorrad etwas anders und ich konnte extrem spät bremsen und perfekt mithalten. Ich bin sehr glücklich, denn der achte Platz ist auch deshalb ein Spitzen-Ergebnis, weil sehr, sehr wenige Fahrer ausgefallen sind“, so der Deutsche.

Für die Fahrweisen seiner Gegner hat Neukrichner sowohl Lob als auch Kritik übrig: „Lüthi fährt wirklich einen sehr guten Stil und er ist ein sehr fairer Gegner. Mit ihm macht es Spaß, zu fahren. Mit Kenan ist das ein wenig anders, weil er in manche Ecken so reinsticht, dass man denkt: Meine Güte, das kracht gleich wieder!“

Cheftechniker Marco Nicotari lobt die Fahrt des Sachsen: „Max hat an sich selbst geglaubt und ist ein großartiges Rennen gefahren. Er konnte mit einigen Top-Piloten dieser Klasse mitfahren und hat zu Anfang nur hinter langsameren Gegnern etwas Zeit verloren. Ich bin sehr glücklich, denn der Italien-Grand Prix war mein Heim-Rennen.“

„Der nächste Grand Prix am Sachsenring wird das Heimrennen von Max sein. Wir reisen dort in bester Stimmung an und hoffen, ein solches Top-Resultat wiederholen zu können“, so Nicotari. Nicht ganz so glücklich war Anthony West auf der anderen Seite der Box. Vom zehnten Startplatz ins Rennen gegangen, hielt der Australier zwei Runden lang Platz sechs, fiel dann aber zurück und musste sich am Ende mit dem enttäuschenden 21. Rang abfinden.

„Beim Anthony hat es an Beschleunigung gefehlt. Wir hatten ein Problem mit dem Motor“, berichtet MZ-Geschäftsführer Martin Wimmer und nennt die Ursache für die mangelnde Performance: „Wir haben die Übersetzung länger gemacht, damit er gut im Windschatten fahren kann, und das wird zum Problem beigetragen haben. Uns fehlte im Vergleich zum Warm-Up eine Sekunde pro Runde!“

West selbst beklagt viele kleine Abstimmungsfehler: „Ich war zu langsam. Es waren viele kleine Probleme, die sich aufaddiert haben. Das Setup hat nicht gepasst. Aber ich hatte auch noch nie die Chance, mit der gleichen Abstimmung auch nur zweimal zu fahren. Jedes Mal, wenn ich auf das Motorrad gestiegen bin, war es komplett anders. Ich brauche einfach mehr Zeit mit einer bestimmten Abstimmung, um mich daran zu gewöhnen.“

Text von Sebastian Fränzschky

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