Jorge Lorenzo - © Yamaha

© Yamaha – Weltmeister Jorge Lorenzo fuhr in Sepang in seiner eigenen Liga

MotoGP-Weltmeister Jorge Lorenzo und das Yamaha-Werksteam haben sich nach dem ersten Wintertest in Malaysia in die Favoritenrolle gebracht.

„Die Zeiten sprechen für sich selbst“, strahlt Lorenzo am Mittwochabend. „Es waren sehr gute Rundenzeiten, die wir mit der neuen Elektronik und dem harten Hinterreifen gefahren sind.“ Mit 1:59.580 Minuten war der Spanier der einzige Fahrer unter zwei Minuten. Honda-Konkurrent Marc Marquez hatte 1,3 Sekunden Rückstand. Andrea Iannone lag mit der neuen Ducati 1,6 Sekunden zurück.

„Man kann sich das im Traum nicht vorstellen, dass ich eine Sekunde Vorsprung habe und der Dritte 1,3 Sekunden zurückliegt. Heute war es möglich“, sagt Lorenzo nach seiner Traumrunde. „Es ist eine Kombination mehrerer Faktoren. Yamaha hat ein komplettes Bike, aber mit Bridgestone konnten wir das Potenzial auf den meisten Strecken nicht umsetzen. Mit Michelin klappt das. Die Konkurrenz schläft aber nicht, denn Ducati ist sehr schnell und auch Honda wird kommen.“

Seine schnellste Runde fuhr Lorenzo kurz vor 18:00 Uhr Ortszeit mit dem neuen Michelin-Vorderreifen. Diese Konstruktion ist der entscheidende Fortschritt: „Ich bin sehr glücklich mit Michelin“, findet der Weltmeister lobende Worte. „Das Gefühl für den Vorderreifen ist viel besser. Es ist jetzt ähnlich wie im Vorjahr.“ In Sepang erhärtete sich der Eindruck, dass die Michelin-Reifen perfekt zu Lorenzos Fahrstil passen. Stimmt das? „Das möchte ich nach dem ersten Test nicht sagen. Aber ich glaube, das ist der Fall.“

Trotz der Fabelzeit, die nur eine halbe Sekunde über der letztjährigen Pole-Position lag, ist das Limit noch nicht erreicht. „Du wirst es mir nicht glauben, aber als ich 1:59,5 gefahren bin, ist mir nicht die perfekte Runde gelungen“, verrät Lorenzo und schätzt: „Ich hätte mich zwar nicht um eine halbe Sekunde steigern können, aber zwei Zehntel wären möglich gewesen. Mit dem weichen Hinterreifen wären alle eine halbe Sekunde schneller gewesen.“

Obwohl Yamaha in Sepang klar an der Spitze lag, will der 28-Jährige nicht in Euphorie verfallen: „Wenn man sich das heutige Ergebnis ansieht, dann sind beide Yamaha-Fahrer vorne. Ich bin mir aber sicher, dass die anderen aufschließen werden. Vielleicht brauchen sie mehr Zeit. Deshalb dürfen wir nicht schlafen. Wir müssen Phillip Island und Katar abwarten, bis wir irgendwelche Rückschlüsse ziehen können. Deshalb müssen wir mit den Füßen am Boden bleiben. Aus Erfahrung wissen wir, dass sich im Motorrad-Rennsport alles sehr schnell verändern kann.“

Die Testzeiten aus Sepang (Mittwoch):
01. Jorge Lorenzo (Yamaha) – 1:59.580 Minuten (36 Runden)
02. Valentino Rossi (Yamaha) +0,976 (38)
03. Marc Marquez (Honda) +1,303 (45)
04. Cal Crutchlow (LCR-Honda) +1,412 (42)
05. Casey Stoner (Ducati) +1,490 (30)
06. Dani Pedrosa (Honda) +1,581 (48)
07. Danilo Petrucci (Pramac-Ducati) +1,637 (18)
08. Andrea Iannone (Ducati) +1,643 (38)
09. Scott Redding (Pramac-Ducati) +1,649 (42)
10. Maverick Vinales (Suzuki) +1,664 (51)
11. Hector Barbera (Avintia-Ducati) +1,854 (30)
12. Aleix Espargaro (Suzuki) +2,043 (44)
13. Andrea Dovizioso (Ducati) +2,095 (34)
14. Yonny Hernandez (Aspar-Ducati) +2,194 (40)
15. Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) +2,290 (44)
16. Bradley Smith (Tech-3-Yamaha) +2,338 (65)
17. Loris Baz (Avintia-Ducati) +2,961 (33)
18. Stefan Bradl (Aprilia) +3,212 (44)
19. Katsuyuki Nakasuga (Yamaha) +3,360 (27)
20. Tito Rabat (Marc-VDS-Honda) +3,432 (57)
21. Alvaro Bautista (Aprilia) +3,603 (46)
22. Eugene Laverty (Aspar-Ducati) +3,939 (25)

Text von Gerald Dirnbeck & David Emmett

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