© Honda - Die Kombination aus der Werks-Honda und Casey Stoner gilt es aktuell zu schlagen

Casey Stoner ist 2011 der dominante Mann. Bereits beim Heimrennen in Phillip Island kann der Australier seinen zweiten Titel in der MotoGP sicherstellen. Nachdem er 2006 ohne einen Titel in einer Zweitaktklasse in die MotoGP aufstieg, bestätigte er seinen Ruf als Sturzpilot. Doch bereits ein Jahr später überraschte Stoner mit dem Gewinn des Titels.

Mit dem Umstieg auf die 800er schien die Ducati das dominante Motorrad im Feld zu sein. Legendär sind die Szenen, in denen Stoner durch die Mehrleistung der Desmosedici ohne großen Aufwand an Valentino Rossi vorbeifuhr. Mit der Zeit holten Yamaha und Honda den Rückstand auf. Stoner war der einzige Ducati-Pilot der um Siege mitfahren konnte und jede Saison mindestens drei Mal ganz oben stand.

Das ist Rossi 2011 nicht gelungen. Mehr als ein dritter Platz war bisher nicht drin, obwohl man an der Ducati bereits zahlreiche Modifikationen vornahm. Nachdem man bei den Tests weit zurücklag, ruhten alle Hoffnungen auf der GP11.1, die allerdings nicht den gewünschten Fortschritt erzielte. Auch die Verbesserungen durch den neuen Lenkkopf aus Aluminium dürfen bezweifelt werden.

Solche Umbauorgien gab es zu Stoners Zeit nicht. Landsmann Mick Doohan lobt auf ‚motogp.com‘, der offiziellen Seit der MotoGP, die Leistungen des aktuellen WM-Leaders umso mehr: „Es schien, als ob Casey in den vergangenen Jahren der Einzige war, der auf der Ducati konstant gute Ergebnisse abrufen konnte. Der Unterschied zwischen ihm und seinen Teamkollegen war meist wie Tag und Nacht. Ich denke, das beweist seine Dominanz.“

„Auch wenn er in den vergangenen Jahren nicht die Meisterschaft gewinnen konnte, ist es eindeutig, welch starker Fahrer er ist“, schildert Doohan. „Ich glaube, dass er am Ende seiner Zeit bei Ducati über das Limit des Motorrades gegangen ist. Casey holte meist sehr viel heraus, was einen von Natur aus zu Fehlern verleitet. Im Motorradsport sind Stürze die Folge.“

„Bei Rossi ist es nicht anders. Er hatte ein paar Stürze. Ihm wurde bewusst, dass das Fahren auf solchen Positionen zu mehr Unfällen führt“, erklärt Doohan. Ob der Italiener mit Ducati irgendwann siegfähig sein wird, ist ungewiss. „Es ist einfach gesagt, als getan, wieder in eine Position zu kommen, in der man Rennen gewinnen kann.“

„Schwierig zu sagen, ob er wieder vorne mitfahren kann. Er ist recht lange dabei. Bei Sportlern ist es entscheidend, wie lange sie in solch einer Position verharren und sämtliche Einflüsse von außen ausblenden können“, so Doohan.

Text von Sebastian Fränzschky

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