Marc Marquez - © FGlaenzel

© FGlaenzel – Marc Marquez setzte sich kurz vor 18 Uhr an die Spitze der Zeitenliste

Honda-Werksfahrer Marc Marquez sicherte sich beim Test in Misano in den finalen Minuten die Bestzeit. Der WM-Leader benötigte 1:33.264 Minuten für seinen schnellsten Umlauf und war damit weniger als drei Zehntelsekunden von seiner Pole-Position-Zeit entfernt.

Der Spanier drehte 71 Runden und gehörte damit zu den fleißigsten Piloten. Er fuhr sowohl mit der aktuellen RC213V als auch mit dem Prototyp für die kommende Saison. Das 2014er-Modell basiert auf dem Testbike des Aragon-Tests, wurde seitdem aber basierend auf den Feedbacks der Fahrer verbessert.

Misano-Sieger Jorge Lorenzo führte die Zeitenliste lange an und beendete den Tag als Zweiter. Der Yamaha-Werkspilot drehte insgesamt 67 Runden und verlor 0,238 Sekunden auf die Bestzeit von Marquez. Im Gegensatz zu Marquez fuhr Lorenzo seine beste Runde bereits zur Halbzeit des Tests. Teamkollege Valentino Rossi kam bei seinem finalen Umlauf auf eine Zeit von 1:33.660 Minuten und hatte damit einen Rückstand von etwa vier Zehntelsekunden.

Beide Yamaha-Piloten wechselten zwischen dem aktuellen Modell und dem Prototyp für 2014. Die M1 für die kommende Saison hatte eine unlackierte Carbon-Verkleidung, war der aktuellen Maschine optisch aber sehr ähnlich. Yamahas 2014er-Prototyp ist im Gegensatz zur RC213V für die kommende Saison keine komplette Neuentwicklung. An der M1 wurde bisher lediglich der Motor an das Reglement der kommenden Saison angepasst.

Pedrosa mit großem Rückstand
Tech-3-Pilot Cal Crutchlow erhielt für den Test in Misano keine neuen Teile. Der Brite arbeitete weiter am Setup seiner Yamaha und absolvierte 65 Runden. Er konzentrierte sich darauf, die Stabilität beim Bremsen zu verbessern. Mit einem Rückstand von 0,516 Sekunden fuhr der WM-Fünfte am Montag die viertschnellste Zeit. Eine weitere Zehntelsekunde verlor Gresini-Pilot Alvaro Bautista, der sich erneut auf die Optimierung der Showa-Federelemente und der Nissin-Bremsen konzentrierte.

Honda-Werkspilot Dani Pedrosa tat sich beim Test schwer, eine schnelle Runde zu absolvieren. Mit einer Zeit von 1:33.892 Minuten war er deutlich langsamer als Teamkollege Marquez. Pedrosa absolvierte 74 Runden und arbeitete wie Marquez mit der 2014er-Honda. Markenkollege Stefan Bradl versuchte, die Federelemente an seiner LCR-Honda besser abzustimmen. Zudem arbeitete der Deutsche an der Elektronik und der Geometrie seiner Satelliten-Maschine.

Die Ducati-Werkspiloten nutzten ebenfalls die Chance, um an den Einsatzgeräten Verbesserungen zu erzielen. Andrea Dovizioso spulte lediglich 53 Runden ab und tauchte auf Position acht der Zeitenliste auf. Der ehemalige Tech-3-Pilot hatte achteinhalb Zehntelsekunden Rückstand auf die Zeit von Marquez und arbeitete an den Bremsen. Zudem testete der Italiener eine neue Kupplung und Software. Teamkollege Nicky Hayden fuhr 72 Runden, obwohl er von Ducati keine neuen Teile mehr erhält.

Suzuki dreht viele Runden
Mit einem Rückstand von 1,833 Sekunden lieferte Suzuki-Testpilot Randy de Puniet eine solide Leistung ab. Mit einer Zeit von 1:35.097 Minuten war der Franzose deutlich schneller als mit seiner ART. Das Testprogramm von de Puniet und Suzuki sah vor, verschiedene Motor-Spezifikationen zu vergleichen und den richtigen Weg beim Chassis zu finden. Neben de Puniet saß auch Testfahrer Nobuatsu Aoki auf der neuen Maschine, die 2015 das Feld bereichern wird.

PBM-Pilot Yonny Hernandez saß am Montag erstmals auf der Ducati Desmosedici des Pramac-Teams. Hernandez absolvierte 65 Runden mit dem Prototyp und lag etwas mehr als drei Sekunden zurück. Michael Laverty übernahm die ART von Hernandez. Nach 52 Umläufen kam der CRT-Pilot auf eine Zeit von 1:37.699 Minuten und war damit deutlich langsamer als mit seiner PBM-Aprilia im Qualifying. Michele Magnoni saß beim Test auf der Suter-BMW von Lukas Pesek. Der Italiener war knapp sechs Sekunden langsamer als die Bestzeit.

Die Testzeiten aus Misano:
1. Marc Marquez (Honda) 1:33.264 Minuten (71 Runden)
2. Jorge Lorenzo (Yamaha) 1:33.502 (67)
3. Valentino Rossi (Yamaha) 1:33.660 (75)
4. Cal Crutchlow (Yamaha) 1:33.780 (65)
5. Alvaro Bautista (Honda) 1:33.877 (70)
6. Dani Pedrosa (Honda) 1:33.892 (74)
7. Stefan Bradl (Honda) 1:34.015 (75)
8. Andrea Dovizioso (Ducati) 1:34.118 (53)
9. Nicky Hayden (Ducati) 1:34.252 (72)
10. Andrea Iannone (Ducati) 1:34.378 (53)
11. Bradley Smith (Yamaha) 1:34.414 (69)
12. Michele Pirro (Ducati) 1:34.652 (67)
13. Randy de Puniet (Suzuki) 1:35.097 (88)
14. Hiroshi Aoyama (FTR-Kawasaki) 1:35.501 (61)
15. Danilo Petrucci (Suter-BMW) 1:35.671 (48)
16. Yonny Hernandez (Ducati) 1:36.277 (65)
17. Hector Barbera (FTR-Kawasaki) 1:36.348 (38)
18. Colin Edwards (FTR-Kawasaki) 1:36.402 (41)
19. Claudio Corti (FTR-Kawasaki) 1:36.540 (58)
20. Michael Laverty (ART) 1:37.699 (52)
21. Michele Magnoni (Suter-BMW) 1:39.107 (41)

Text von Sebastian Fränzschky

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