© Yamaha - In Estoril wird Jorge Lorenzo mit einem neuen Motor seinen vierten Sieg anpeilen

Derzeit verfügt Honda über das schnellste Paket in der MotoGP. Casey Stoner konnte in den bisherigen zwei Saisonrennen beide Male auf die Pole-Position fahren und den Auftakt in Katar gewinnen. In den Trainingseinheiten gaben der Australier und sein Teamkollege Dani Pedrosa meist das Tempo vor. Erster Verfolger ist das Yamaha-Werksteam mit Jorge Lorenzo und Ben Spies.

Der Weltmeister kämpfte sich in Katar auf den zweiten Platz und holte sich bei dem Chaos-Rennen in Jerez den Sieg. Damit führt der Spanier auch die WM-Wertung an. Trotzdem müssen noch technische Fortschritte an der M1 gelingen, wenn man auf Augenhöhe mit Honda kämpfen will. Speziell bei der Motorleistung liegt Yamaha etwas zurück, dafür ist die Fahrbarkeit des Motorrades exzellent.

Lorenzo forderte von den japanischen Technikern seit den ersten Wintertestfahrten Verbesserungen am Triebwerk. Beim nächsten Rennen in Estoril kommt eine Ausbaustufe zum Einsatz. „Es ist ein anderer Motor. Wir werden sehen, ob der besser, gleich oder schlechter ist“, blickt der 23-Jährige gespannt nach Portugal.

Trotz der technischen Defizite hat Lorenzo das Optimum aus seiner Situation gemacht. „Die Saison ist lang und hart, sehr kompliziert, aber niemand hätte von uns erwartet, dass wir in Jerez gewinnen oder in Katar Zweite werden – aber wir waren es. Wir blieben auf dem Motorrad sitzen, auch wenn es kompliziert war, denn in diesen beiden Rennen mussten wir das Maximum geben, aber bis hierher hat alles ohne Probleme geklappt.“

Konzentration schon auf 2012

In der kommenden Saison werden die Karten durch die Regeländerungen neu gemischt. Ducati hat bereits erste Testfahrten mit der neuen 1.000er-Maschine

durchgeführt. Bei Honda verzögerte sich das erste Rollout durch die Naturkatastrophe in Japan. Yamaha plant die ersten Runden bei den Testfahrten im Anschluss an das Rennen in Mugello im Juli.

„Sie wird ein bisschen größer sein, mehr Kraft haben und ich hoffe, dass sie die gleichen Charakteristiken hat, die schon immer mit Yamaha in Verbindung stehen: großartig beim Bremsen und in den Kurven“, wünscht sich Lorenzo für sein nächstjähriges Gefährt. „Und wir hoffen, dass wir eine Änderung am Motor vorfinden, damit sie mehr Kraft hat als die normale Yamaha – das wäre etwas, wofür ich dankbar wäre, auch wenn wir wissen, dass es kein perfektes Motorrad gibt.“

Als Valentino Rossi im Jahr 2004 zu Yamaha kam, machte er zusammen mit seiner Technikmannschaft um Jeremy Burgess die M1 zum besten Motorrad im Feld. Nach dem Abgang des Superstars stellt sich die Frage, ob Lorenzo ebenfalls ein guter Entwickler auf lange Zeit ist. „Ich bin kein Ingenieur, ich weiß gerade mal, wie man einen Reifen wechselt“, sagt der Spanier zu diesem Thema.

„Ich weiß nur, wie ich so schnell ich kann auf einem Motorrad fahren kann. Ich würde mich selbst als sensiblen Fahrer bezeichnen, der im Laufe der Zeit immer mehr Erfahrung sammeln konnte und daraufhin Hinweise geben kann, die mehr oder weniger korrekt sind. Ich denke, dass das neue 1.000er-Motorrad auf diesen Hinweisen basieren wird.“

Text von Gerald Dimbeck

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