© Motorsport-Total.com - Andrea Iannone möchte 2012 endlich um den Moto2-WM-Titel fahren

Entgegen seiner ursprünglichen Planung wird Andrea Iannone auch 2012 in der Moto2-Weltmeisterschaft antreten. Der Italiener unternimmt damit den dritten Anlauf auf den WM-Titel in der 600er-Klasse und verschiebt einen Aufstieg in der MotoGP um mindestens ein weiteres Jahr. Iannone hätte nach dem tödlichen Unfalls seines Landsmannes Marco Simoncelli eine Honda RC212V des Gresini-Teams testen sollen, doch ihm wurde in letzter Minute Alvaro Bautista vorgezogen, der schließlich auch als Stammpilot für 2012 unterschrieb.

Eine weitere Möglichkeit in die Königsklasse aufzusteigen bot sich für Iannone innerhalb seines Speedmaster-Teams, das unter anderem von seinem Vater Regalino geleitet wird. Speedmaster gehört zu jenen Teams, die in der kommenden Saison mit einer Claiming-Rule-Maschine in der Maschine antreten werden. Doch der Platz auf dem Speedmaster-CRT-Bike ging an Anthony West. Iannone verbleibt im Moto2-Team von Speedmaster, das 2012 allerdings auf ein FTR-Chassis anstelle einer Suter-Maschine setzt.

Der 22-Jährige möchte in der kommenden Saison endlich um den Fahrertitel in der Moto2-WM mitfahren, nachdem er in den vergangenen beiden Jahren zwar jeweils drei Rennen gewann, aber aufgrund seiner zu stark schwankenden Leistungen letztlich zu weit von einem möglichen Titelgewinn entfernt war. Iannone sieht sich selbst als Hauptkonkurrent des großen Favoriten Marc Marquez, der den Meisterschaftsgewinn 2011 letztlich aufgrund einer schweren Verletzung am Saisonende knapp verpasste.

„Marc ist definitiv stark, aber ich fühle mich nicht unterlegen“, wird Iannone von der ‚Gazzetta dello Sport‘ zitiert. „Ich bin bereit, ihn herauszufordern. Ich denke, dass es ein Zweikampf um den Titel wird.“ Er habe kurz davor gestanden, den Wechsel in die MotoGP zu vollziehen, bereue es aber nicht, dass der Aufstieg letztlich doch nicht zustande kam. Stattdessen kehrt er nicht nur auf eine FTR-Maschine zurück, die wie schon 2010 von Crewchief Eros Braconi betreut wird. Sein diesjähriger Crewchief Tommaso Raponi wird sich hingegen dem CRT-Bike von West widmen.

„Ich bin froh, dass ich in der Moto2 bleibe“, beteuert Iannone. „Ich möchte mein ganzes Potenzial zeigen, das ich noch nicht komplett abgerufen habe. Man hat den echten Iannone nur dann gesehen, wenn ich keine Probleme mit dem Motorrad hatte – und das ist selten passiert. In diesem Jahr habe ich mich mit dem Fahren schwergetan, selbst wenn das Team versucht hat, mir zu helfen.“

Text von Lennart Schmid

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