Johann Zarco - © Ajo Motorsport

© Ajo Motorsport – Johann Zarco feierte in Assen seinen dritten Saisonsieg

Der Franzose Johann Zarco (Kalex) setzte seinen Erfolgslauf in der Moto2-Klasse fort und feierte bei der Dutch TT in Assen seinen dritten Saisonsieg.

Mit Ausnahme des Saisonauftaktes in Katar stand Zarco bei allen anderen Rennen auf dem Podest. Drei Runden vor Rennende überholte er Tito Rabat (Kalex) und ließ dem Weltmeister keine Chance.

Mit diesem Sieg vergrößerte Zarco seinen WM-Vorsprung auf 45 Punkte. Speed-Up-Fahrer Sam Lowes komplettierte das Podium als Dritter. Bester Deutscher war Jonas Folger (Kalex), der nach langer Führung Siebter wurde.

Das Rennen musste nach der ersten Runde abgebrochen werden. Beim Start war es im hinteren Teil des Feldes zu einer Kollision zwischen Marcel Schrötter, Anthony West und Luis Salom gekommen. „Ich habe ehrlich gesagt nichts gesehen“, sagt Schrötter bei ‚Eurosport‘. „Es hat sich gestaut und es war ein großes Chaos.“ Salom stürzte, wobei sein Motorrad stark beschädigt wurde und Flüssigkeit auf der Strecke und in der Auslaufzone von Kurve 1 verteilte.

Aus Sicherheitsgründen wurde abgebrochen. Folger lag zu diesem Zeitpunkt hinter Rabat auf dem zweiten Platz. Die Karten wurden aber neu gemischt. Nach einer Pause von 27 Minuten wurde das Rennen erneut gestartet. Die Distanz wurde von ursprünglich 24 Runden auf 16 verkürzt. Folger startete noch besser und bog als Führender in die erste Kurve ein. Der Deutsche konnte sich in den ersten Rennen um bis zu eine Sekunde absetzen, doch Rabat und Zarco fuhren die Lücke bis Runde fünf zu.

Folger konnte das Tempo nicht halten und fiel immer weiter zurück, bis er schließlich als Siebter ins Ziel kam. Der Deutsche musste mit einem Vorderreifen ins Rennen gehen, der schon 16 Runden alt war. „Ich gehe stark davon aus, dass der Reifen ziemlich abgebaut hat“, meint Folger bei ‚Eurosport‘. „Ich habe zum Schluss 31 Runden drauf gehabt. Die ersten vier Runden waren in Ordnung und dann ist es bergab gegangen.“

Der gebrauchte Reifen machte sich vor allem in der Bremsphase zur Zielschikane bemerkbar, wo er keine Chance gegen die Angriffe seiner Gegner hatte. „Ich war heute chancenlos. Ich war davon überzeugt, dass ich aufs Podium fahren kann, aber leider hat es dann doch nicht funktioniert“, bedauert der Deutsche. „Jetzt müssen wir schauen, was mit den Reifen los war.“

Auch die weiteren Deutschen feierten keine Erfolgserlebnisse. Sandro Cortese und Schrötter verpassten als 17. und 18. die WM-Punkte. Suter-Pilot Florian Alt schied beim Restart durch Sturz aus. Für die Fans aus der Schweiz holte Tom Lüthi mit Platz fünf die Kohlen aus dem Feuer. Dominique Aegerter sammelte als Zwölfter vier WM-Punkte. Randy Krummenacher kam auf Position 14 ins Ziel. Robin Mulhauser und Jesko Raffin gingen leer aus.

Zarco besiegt Rabat erneut
An der Spitze prägte das Duell Zarco gegen Rabat das Rennen. Die beiden lieferten sich ein enges Duell inklusive Berührungen. Zarco war vor allem in den letzten fünf Rennrunden stärker und machte den Sieg klar. „Das Schwierigste war der Rennbeginn“, atmet der Sieger im Parc Ferme durch. „Ich war hinter ihnen und das Überholen war nicht einfach. Ich kämpfte mit Tito, der sehr aggressiv war. Am Ende zog er etwas davon, aber ich konnte ihn wieder einholen.“

„Ich dachte mir, dass es die beste Strategie wäre, zwei Runden vor Ende zu überholen und wegzufahren, denn ich hatte das Gefühl, dass ich schnell genug dafür war. Das habe ich dann auch gemacht, es war fantastisch.“ Rabat büßte durch die direkte Niederlage weitere fünf WM-Punkte auf Zarco ein. „Heute war er besser als ich“, gibt Rabat neidlos zu. „Er hat mich besiegt, aber ich bin glücklich über den zweiten Platz. Wir müssen weiter so arbeiten.“

Lowes konnte das Spitzenduo nicht herausfordern und kletterte zum dritten Mal in dieser Saison auf das Podest. „Wir haben gesehen, dass es nicht viele gibt, die mit diesen beiden Jungs mithalten können“, sagt der Brite. „Wir sind auf einem anderen Bike und wir machen einen guten Job. Beim Start hatte ich ein paar Probleme, aber als ich dann eine freie Strecke hatte, da war meine Pace nicht so weit weg von ihrer. Ich bin ziemlich zufrieden.“ Weiter geht es in zwei Wochen auf dem Sachenring. Das Highlight in Deutschland findet am 12. Juli statt.

Ergebnisse Moto2 Rennen:

1 25 5 Johann ZARCO FRA Ajo Motorsport KALEX 26’13.410 166.2
2 20 1 Tito RABAT SPA EG 0,0 Marc VDS KALEX 26’14.167 166.1 0.757
3 16 22 Sam LOWES GBR Speed Up Racing SPEED UP 26’15.490 166.0 2.080
4 13 40 Alex RINS SPA Paginas Amarillas HP 40 KALEX 26’17.148 165.8 3.738
5 11 12 Thomas LUTHI SWI Derendinger Racing Interwetten KALEX 26’17.940 165.7 4.530
6 10 19 Xavier SIMEON BEL Federal Oil Gresini Moto2 KALEX 26’18.455 165.7 5.045
7 9 94 Jonas FOLGER GER AGR Team KALEX 26’19.550 165.6 6.140
8 8 36 Mika KALLIO FIN Italtrans Racing Team KALEX 26’21.515 165.4 8.105
9 7 73 Alex MARQUEZ SPA EG 0,0 Marc VDS KALEX 26’21.786 165.3 8.376
10 6 3 Simone CORSI ITA Athinà Forward Racing KALEX 26’23.080 165.2 9.670
11 5 60 Julian SIMON SPA QMMF Racing Team SPEED UP 26’25.159 165.0 11.749
12 4 77 Dominique AEGERTER SWI Technomag Racing Interwetten KALEX 26’30.947 164.4 17.537
13 3 30 Takaaki NAKAGAMI JPN IDEMITSU Honda Team Asia KALEX 26’31.514 164.3 18.104
14 2 4 Randy KRUMMENACHER SWI JIR Racing Team KALEX 26’33.878 164.1 20.468
15 1 55 Hafizh SYAHRIN MAL Petronas Raceline Malaysia KALEX 26’34.304 164.0 20.894
16 25 Azlan SHAH MAL IDEMITSU Honda Team Asia KALEX 26’35.815 163.9 22.405
17 11 Sandro CORTESE GER Dynavolt Intact GP KALEX 26’36.340 163.8 22.930
18 23 Marcel SCHROTTER GER Tech 3 TECH 3 26’39.073 163.6 25.663
19 21 Franco MORBIDELLI ITA Italtrans Racing Team KALEX 26’44.341 163.0 30.931
20 70 Robin MULHAUSER SWI Technomag Racing Interwetten KALEX 26’48.424 162.6 35.014
21 2 Jesko RAFFIN SWI sports-millions-EMWE-SAG KALEX 26’48.699 162.6 35.289
22 49 Axel PONS SPA AGR Team KALEX 26’58.204 161.6 44.794
23 10 Thitipong WAROKORN THA APH PTT The Pizza SAG KALEX 27’01.043 161.3 47.633
24 15 Ratthapark WILAIROT THA JPMoto Malaysia SUTER 27’07.459 160.7 54.049
25 13 Jasper IWEMA NED Abbink GP SPEED UP 27’23.489 159.1 1’10.079

Text von Gerald Dirnbeck

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