© Ducati - Beim Estoril-Test hat Valentino Rossi ein neues Chassis ausprobiert

In der Vergangenheit war Le Mans keine erfolgreiche Strecke für Ducati. Loris Capirossi schaffte 2006 den Sprung auf das Podium. Im Jahr darauf gelang das auch Casey Stoner. Ein Sieg auf französischem Boden ist dem Team bislang verwehrt geblieben. Die Strecke ist charakterisiert durch harte Bremsmanöver, gefolgt von Beschleunigungspassagen. Drei Siege konnte Superstar Valentino Rossi (2002, 2005 und 2008) bislang in Le Mans feiern. Sein Teamkollege Nicky Hayden kam über Rang vier bislang nicht hinaus.

Bei den Testfahrten im Anschluss an das Rennen in Estoril arbeitete Ducati an einigen Verbesserungen. Darunter befand sich auch ein neues Chassis, das flexibler ist und das chronische Untersteuern ausmerzen soll. „Auf dem Papier ist Le Mans keine gute Strecke für uns“, sagt Teammanager Vittoriano Guareschi. „Mit Loris und Casey hatten wir aber ein paar gute Rennen. Nicky war im vergangenen Jahr stark und verpasste das Podium nur knapp.“

„Er und Valentino sind mit der Arbeit am Testtag in Estoril sehr zufrieden. Nun werden wir alles tun, um die GP11 an die Strecke anzupassen, die ganz anders als Estoril ist. Wir hoffen auf ein sonniges Wochenende, denn jede Streckenzeit unter normalen Bedingungen ist sehr wichtig für uns.“ Bei nassen und wechselhaften Wetterbedingungen ist es fast unmöglich an Verbesserungen zu arbeiten.

„Le Mans ist eine Strecke mit viel Geschichte. Ich mag es, solche Orte zu besuchen, obwohl der Stop-and-Go-Charakter des Kurses sehr speziell ist“, sagt Rossi im Vorfeld. „Die Atmosphäre ist dort immer schön. Am Samstag und Sonntag sind die Tribünen immer gut gefüllt. Die Strecke ist nicht sehr technisch, aber es ist knifflig, einen guten Rhythmus zu halten.“

„An manchen Stellen bremsen wir sehr stark, weshalb eine gute Beschleunigung am Kurvenausgang wichtig ist. Wir werden sehen, wie wir uns mit diesen Charakteristiken schlagen. Der Test hat gezeigt, dass wir uns in die richtige Richtung bewegen. Obwohl wir noch in der Frühphase sind, hoffe ich, dass wir eine gute Abstimmung finden können, damit wir im Qualifying schneller werden. Alle arbeiten viel und wir machen Fortschritte. Wir müssen uns aber noch weiter verbessern.“

Teamkollege Hayden hatte in den vergangenen Wochen ebenfalls mit der Desmosedici zu kämpfen gehabt. In Le Mans könnte das Wetter wieder eine Rolle spielen. „Le Mans war nie eine gute Strecke für mich. Ich stand nie auf dem Podium oder war in der ersten Startreihe“, so der US-Amerikaner. „Im letzten Jahr war ich Vierter. Das war mein bestes Resultat auf der Strecke. Man darf da aber nicht zuviel hineinlesen, aber wir nehmen die Informationen des Testtages und versuchen sie in Frankreich gut zu nutzen.“

„Das Wetter kann sehr wechselhaft sein, speziell zu dieser Jahreszeit. Das ist aber Teil des Motorsports. Eine der Stärken unseres Motorrades ist die Stabilität beim Bremsvorgang. In Le Mans wird mehrmals stark verzögert, weshalb ich mich darauf freue. Normalerweise hat die Strecke nie viel Grip, also werden wir daran arbeiten müssen. Wir werden sehen, was wir ausrichten können.“

Text von Gerald Dirnbeck

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