Valentino Rossi © Ducati

© Ducati - Valentino Rossis Saisonstart war noch schlechter als der vor einem Jahr

Für Ducati endete der Saisonauftakt in Katar noch schlimmer als vor einem Jahr. Superstar Valentino Rossi kam im Rennen nicht über einen schwachen zehnten Platz. Damit blieb nach dem enttäuschenden Qualifying eine Trendwende aus. Nicky Hayden kam immerhin auf Platz sechs. Der Rückstand zur Spitze betrug aber beinahe eine halbe Minute.

„Leider habe ich am Anfang mit den neuen Reifen viel Zeit verloren“, bedauert Rossi, der nach wie vor nicht so richtig mit der Front seiner Desmosedici warm wird gegenüber ‚MotoGP.com‘. „Wenn ich neue Reifen auf dem Motorrad habe, ist das Gefühl fürs Vorderrad sehr schlecht.“

Etwas verärgert war der Italiener über das Manöver von Hector Barbera. „Ich habe fünf oder sechs Sekunden verloren, weil Barbera mich von der Strecke gedrängt hat. Ohne diesen Zwischenfall hätte ich mit der Gruppe vor mir um Platz sechs kämpfen können“, analysiert Rossi, der über die Reifen und deren Verhalten verwirrt war: „Am Ende konnten wir mit den gebrauchten Reifen bessere Rundenzeiten fahren als mit den neuen. Das ist auf der einen Seite gut, auf der anderen aber nicht, weil wir nicht verstehen, warum das so ist.“

Teamkollege Hayden war das gesamte Wochenende besser unterwegs als Rossi. Dieses ungewohnte Kräfteverhältnis setzte sich auch im Rennen fort. „Ich dachte, dass mit Crutchlow und Dovizioso kämpfen kann, doch ich habe am Anfang viel Zeit verloren. Ich wurde besonders von Spies aufgehalten, der offensichtlich Probleme hatte. Ich kam nicht so recht an ihm vorbei, als ich auf der Bremse noch kein richtiges Vertrauen hatte, besonders in den ebenen Kurven“, erklärt er nach Platz sechs.

„Platz sechs ist kein Desaster, auch wenn ich mir mehr erhofft hatte. Wir haben ein paar Punkte und Erfahrungen gesammelt. Für mich war es eine Aufholjagd, weil ich nicht viel fahren konnte. Ich hoffe, dass wir viele Daten gesammelt haben“, schildert der Amerikaner. „An vielen Stellen war das Motorrad richtig gut, beim harten Bremsen und beim Topspeed auf der Geraden zum Beispiel. Ich hoffe, dass wir weiter Verbesserungen finden für Jerez.“

Zwischen dem Abschlusstraining und dem Rennen bot sich im Warmup noch einmal die Chance, an der GP12 zu arbeiten. Hayden nutzte diese Gelegenheit: „Am Morgen haben wir verschiedene Gabeln probiert, die ich bereits in Jerez getestet hatte. Sie haben sich bei der Dämpfung und in ein paar Teilen unterschieden. In den schnellen Kurven waren sie besser. Doch dafür war das Chattering stärker. Deshalb haben wir uns entschieden, zu dem zurückzukehren, was wir im Qualifying hatten.“

„Weiterhin haben wir den sechsten Gang kürzer übersetzt, weil ich an den vergangenen zwei Tagen zu lang übersetzt war. Wir haben keinen optimalen sechsten Gang“, kritisiert Hayden. „Entweder ist er zu kurz oder zu lang. Es gibt zwar viele Varianten, doch die reichen nicht. Im Rennen war ich etwas zu kurz übersetzt, besonders im Windschatten.“

Probleme mit dem Reifenverhalten beklagt Hayden nicht und stellt der neuen Reifengeneration ein gutes Zeugnis aus: „Die Reifen haben besser durchgehalten, als ich erwartete, besonders auf der linken Seite. Sicher haben sie etwas abgebaut, aber es war okay. An ein paar Stellen hatten wir vermutlich zu viel Traktionskontrolle, besonders in der langgezogenen Linkskurve, in der Crutchlow an mir vorbeiging.“

Text von Gerald Dirnbeck

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