© Ducati - Valentino Rossi ist körperlich schon fast wieder bei alter Stärke angelangt

Beim Grand Prix in Portugal kämpften zwei Spanier um den Sieg. Nicht minder spannend war das italienische Duell um den vierten Platz. Valentino Rossi stieß in der ersten Runde von Startplatz neun auf Rang vier vor. Weiter nach vorne ging es aber nicht für den Ducati-Piloten. Stattdessen musste sich der neunfache Weltmeister gegen Andrea Dovizioso auf der dritten Werks-Honda wehren. Bis zur letzten Runde lag Rossi auf Platz vier.

Dovizioso war im letzten Sektor der Strecke cleverer und gewann den Sprint zur Ziellinie um 0,025 Sekunden. „Nach einem schwierigen Wochenende hatte ich ein gutes Rennen“, zieht „Dovi“ Bilanz. „Meine beste Runde gelang mir am Ende. Ich hatte eine gute Strategie für das Überholmanöver gegen Valentino. Ich bin das ganze Rennen über am Limit gefahren.“

Auch Rossi stimmt zu, dass der Honda-Pilot eine gute Taktik hatte. „Abgesehen von Dovizioso ist der der Tag gut verlaufen! Spaß beiseite. Andrea ist taktisch ein perfektes Rennen gefahren. Ich glaube, er hat mit mir gespielt, denn er wusste, dass er mich auf der Geraden bis zur Ziellinie schlagen kann“, schätzt der neunfache Weltmeister.

„Er konnte mich nicht überholen, weil ich auf der Bremse sehr stark war. Deshalb musste ich die ganzen 28 Runden die Arbeit machen, bevor er seinen Angriff gestartet hat. Er hat mich ganz knapp geschlagen. Abgesehen davon sind das Team und ich zufrieden.“ Dovizioso beschreibt den Hintergrund seiner Herangehensweise folgendermaßen: „Valentino war in zwei, drei Passagen stärker, weshalb er schwer zu überholen war.“

„Ich habe hart angegriffen um an ihm dran zu bleiben. In der letzten Runde habe ich ihn in Kurve zehn überholt. Ich wusste, dass es eine schwierige Stelle für einen Angriff ist. Dann habe ich es in der langen Zielkurve auf der Innenseite probiert, aber Valentino hat die Tür zugemacht. Also wollte sich aus der Kurve schneller herauskommen als er. Ich habe es geschafft und konnte ihn im Windschatten überholen.“

Am Testtag sollen Fortschritte erzielt werden

Beide Italiener spielten auch in Portugal keine Rolle im Kampf um den Sieg. Am Montag werden am Testtag Verbesserungen probiert. „Ich bin sehr glücklich mit dem Resultat, aber ich bin immer noch weit von den schnellsten Fahrern entfernt“, sagt Dovizioso über seinen Rückstand von 16 Sekunden auf seinen Teamkollegen und Sieger Dani Pedrosa.

„Wir müssen vom ersten Trainingstag an konkurrenzfähig sein, wenn wir mit Dani, Casey und Lorenzo kämpfen wollen. Es ist gut, den Test am Montag zu haben. Wir werden an der Abstimmung und an der Elektronik arbeiten.“ Auch Rossi blickt dem Testtag gespannt entgegen. Er braucht jede Runde, um aus der Ducati wieder eine Siegermaschine zu formen.

„Beim Motorrad gibt es noch viel zu tun, aber wir arbeiten eng mit den Ducati-Ingenieuren zusammen. Sie sind mit den Daten zufrieden und ich sehe, dass die Teile aus der Entwicklungsabteilung funktionieren“, lobt der „Doktor“. „Es wird noch Zeit brauchen, aber wir bewegen uns vorwärts. Am Montag werden wir neue Dinge ausprobieren. Hoffentlich bleibt es trocken, dann sehen wir, wie es läuft. Wir erwarten nicht, dass wir in sieben Stunden alles lösen. Wir wollen den gemeinsam begonnen Weg fortsetzen.“

Trotz der Niederlage gegen Dovizioso ist Rossi mit seiner Leistung zufrieden. „Es war ein schönes Rennen. Mehr konnten wir nicht tun. Ich bin gut gestartet und habe mehrere Positionen gutgemacht. Dann bin ich sehr konstant mit vernünftigen Rundenzeiten gefahren. Prinzipiell bin ich 28 Runden lang die gleiche Zeit wie im Qualifying gefahren.“

„Das ist ein gutes Resultat. Enttäuscht bin ich nur, weil Rang vier mein bestes Ergebnis für Ducati hätte sein können. Positiv ist auch, dass ich mich körperlich wohl fühle. Mir fehlen noch ungefähr 15 Prozent auf meine alte Stärke. Ich glaube, ich werde zwischen Le Mans und Barcelona wieder bei 100 Prozent sein.“

Text von Gerald Dirnbeck

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