© Yamaha - Ben Spies schied durch eine Schlamperei seiner Yamaha-Mechaniker aus

Die beiden US-Amerikaner Ben Spies und Nicky Hayden hatten mit technischen Problemen und viel Pech in Portugal zu kämpfen. Der Yamaha-Mannschaft unterlief ein Flüchtigkeitsfehler, der das Rennen des Superbike-Weltmeisters von 2009 ruinierte. Ein Werkzeug, das in der Startaufstellung dazu benutzt wird, den Benzinüberlauf zu blockieren, wurde auf der M1 vergessen. Das Teil beeinträchtigte die Funktionsweise des Bremshebels, weshalb Spies nicht richtig bremsen konnte.

Das war der Grund, warum sich der Texaner mehrmals von der Linie abkam. Weil der 26-Jährige nicht richtig fahren konnte, passierte ihm ein Konzentrationsfehler, der in einem Sturz und dem Ausfall endete. Zuvor geriet er noch mit seinem Landsmann Hayden in Kurve drei aneinander. Die beiden Maschinen berührten sich, doch beide konnten sitzen bleiben.

„Ich bin sehr enttäuscht“, sagt Spies nach seinem zweiten Sturz in Folge. „Nach der ganzen harten Arbeit an diesem Wochenende sind wir mit einer konkurrenzfähigen Abstimmung ins Rennen gegangen. Ich habe mich gut gefühlt. Als ich bemerkte, dass dieses Werkzeug nicht entfernt wurde, habe ich versucht es selbst loszuwerden. Es war rechts neben meinem Bremshebel. Ich schaffte es, aber dann ist dieser Schlauch lose herumgeflogen.“

„Das war ziemlich beängstigend und hat meine Konzentration total gestört, denn ich habe mir Sorgen gemacht, dass ich einen anderen Fahrer aus dem Rennen nehmen könnte. Dann bin ich gestürzt.“ In der WM-Wertung liegt Spies nach drei Rennen bereits 55 Punkte hinter seinem Teamkollegen Jorge Lorenzo. „Nach dem Ausfall in Jerez ist das wirklich frustrierend. Ich konnte nichts dafür. Wir müssen in Le Mans stark zurückschlagen.“

Hayden fast eine Minute zurück

Auch Hayden hatte mit technischen Problemen an seiner Ducati zu kämpfen. Die Schaltung behinderte den Weltmeister von 2006. Im Gegensatz zu Spies sah er die Zielflagge. Mit einem Rückstand von 54 Sekunden landete Hayden auf Platz neun. „Von Startplatz 13 wusste ich, dass es schwierig wird. Das Motorrad ist gut von der Linie weggekommen und ich hatte einen positiven Start“, schildert Hayden. „Zu Beginn sind mir einige Fehler unterlaufen, aber ich konnte Positionen gutmachen.“

„Ich war Siebter, als ich Probleme beim Herunterschalten bekam. Bereits in der Besichtigungsrunde wusste ich, dass wir ein Problem hatten. In der Startaufstellung haben wir diskutiert, ob ich das Ersatzmotorrad nehmen soll, aber wir haben uns zusammen dafür entschieden, beim Motorrad zu bleiben und nicht aus der Boxengasse zu starten.“

„Das hat mir einige Schwierigkeiten bereitet, speziell am Kurveneingang. Einige Jungs haben mich überholt. Dann hat Spies mich in Kurve drei getroffen, wodurch ich den Kontakt zu Aoyama und Crutchlow verlor.“ Für Hayden bleibt nur die Hoffnung auf den Testtag, an dem Ducati einige Neuerungen ausprobieren wird.

„Ich bin froh, dass wir den Test haben. Es gibt einiges zu probieren. Hoffentlich haben wir gutes Wetter, denn wir haben an diesem Wochenende Zeit im Trockenen verloren. Das Motorrad funktioniert im Nassen gut, aber wir müssen es für trockene Bedingungen besser machen.“

Text von Gerald Dirnbeck

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