© Honda - Gresini-Pilot Marco Simoncelli setzte in beiden Freitagstrainings die Bestzeit

Im zweiten Training der MotoGP in Estoril ging es sehr eng zu. Das Feld lag nicht nur dicht beisammen, sondern war auch kräftig durchgemischt. So tauchte Rookie Karel Abraham auf dem starken siebten Rang auf. An der Spitze zog Marco Simoncelli seine Show ab. Wie schon am Vormittag legte der Italiener das Tempo vor und war früh auf Platz eins zu finden. 20 Minuten vor Trainingsende stürzte der Gresini-Pilo über das Vorderrad in der schnellen Rechtskurve zur Anfahrt auf die Schikane.

Er wurde zurück an die Box gebracht und fuhr mit dem Ersatzmotorrad wieder auf die Strecke. Verbessern konnte sich der Honda-Pilot zwar nicht, doch seine Bestzeit hielt bis zum Ende. Weltmeister Jorge Lorenzo (Yamaha) kam bis auf 0,061 Sekunden an Simoncellis Bestwert von 1:37.163 Minuten heran. Der Spanier gewann in Portugal in den vergangenen drei Jahren und will seine Serie auch 2011 fortsetzen.

Honda-Pilot Dani Pedrosa gab nach seiner erneuten Schulteroperation wieder ein kräftiges Lebenszeichen von sich. 19 Runden spulte der Vizeweltmeister am Nachmittag ab und hatte nur 0,064 Sekunden Rückstand auf seinen Markenkollegen an der Spitze. Hinter dem Trio wurde der Abstand bereits größer. Valentino Rossi lag vier Zehntel zurück und klassierte sich auf dem vierten Rang.

Die Ducati ist technisch praktisch auf dem Stand wie zuletzt in Jerez. An der Elektronik wurde gefeilt, um den Motor fahrbarer zu machen. Das hörte man auch am Sound. Katar-Sieger Casey Stoner zeigt im Gegensatz zu den ersten beiden Rennwochenenden keine dominante Vorstellung. Bereits am Vormittag war der Australier einen Tick langsamer als Simoncelli. Auch am Nachmittag verlor er knapp eine halbe Sekunde und reihte sich hinter Rossi ein.

Abraham überrascht mit Platz sieben

Mit Platz sieben zeigte Abraham erstmals unter trockenen Bedingungen auf, dass er seinen Platz in der MotoGP verdient. Seit den Wintertestfahrten hat sich der Tscheche kontinuierlich gesteigert. In Portugal drückte er den Rückstand auf die Spitze auf 0,810 Sekunden. Damit war er nur vier Zehntelsekunden langsamer als Superstar Rossi mit Werksmaterial.

Yamaha-Pilot Spies ist noch nicht auf Speed gekommen. Im Vorjahr konnte der US-Amerikaner nicht am Rennen teilnehmen, weil er in der Besichtigungsrunde gestürzt war und sich dabei den Knöchel verletzte. Neun Zehntelsekunden Rückstand und Platz neun ist nicht das, was sich der Superbike-Weltmeister von 2009 ausgerechnet hat. Nicky Hayden hatte im Gegensatz zum Vormittag ein problemloseres Training und klassierte sich an der achten Stelle, knapp vor Ducati-Privatier Hector Barbera.

Hiroshi Aoyama blieb auch am Nachmittag als Elfter weit hinter seinem Teamkollegen Simoncelli zurück. Schwierig lief es auch für Andrea Dovizioso, der mit seiner Werks-Honda ebenfalls weit zurück lag. Knapp eine Sekunde Rückstand und Platz zwölf sind ernüchternde Resultate für einen Werkspiloten.

Bautista fährt das ganze Wochenende

Rookie Cal Crutchlow ist zum ersten Mal in Estoril unterwegs und befand sich noch im Lernprozess. Als Zwölfter war er schneller als Moto2-Champion Toni Elias, der 2006 das Rennen gewinnen konnte. Das Pramac-Ducati-Duo Loris Capirossi (15./+1,358 Sekunden) und Randy de Puniet (16./+1,747 Sekunden) war am Ende des Feldes zu finden.

Das Schlusslicht bildete Alvaro Bautista. Der Suzuki-Pilot hatte 2,5 Sekunden Rückstand, doch die Zeit ist für den Spanier nebensächlich. Nach seinem Oberschenkelbruch wollte der 26-Jährige überprüfen, ob er schon fit genug ist, um das Rennen bestreiten zu können. Nach dem Vormittagstraining fiel die Entscheidung, dass Bautista das komplette Wochenende fahren wird.

Text von Gerald Dirnbeck

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