Marc Marquez - © Repsol

© Repsol – Marc Marquez kritisiert die Arbeitsweise der neuen Einheits-Software

Das Honda-Werksteam testet in dieser Woche drei Tage lang in Jerez, um mit der neuen Einheitselektronik und den neuen Michelin-Reifen weitere Erfahrungen zu sammeln.

Am Mittwoch nahmen Marc Marquez und Dani Pedrosa die Testarbeit auf und fanden gute Bedingungen vor. Bei Sonne und durchgehend trockenen Bedingungen konnte Marquez 65 Runden abspulen, Pedrosa kam auf 56 Umläufe.

Marquez kam auf eine Tagesbestzeit von 1:39.92 Minuten und war damit deutlich langsamer als beim Rennwochenende im Mai. Damals fuhr der Spanier im Rennen eine 1:38.823er-Runde und war somit über eine Sekunde schneller. Die neue Einheitselektronik und die Michelin-Reifen sorgen im Hause HRC momentan für Kopfzerbrechen. Besonders die Arbeitsweise der Magneti-Marelli-Software gefällt Marquez überhaupt nicht.

„Jeder Stint ist interessant für uns, weil wir viele Dinge probieren, von der Software bis hin zu den Michelin-Reifen. Es ist schwierig, das Limit zu finden“, gesteht der zweimalige MotoGP-Champion. „Wir fuhren einige Runden, um ein Verständnis für ein paar Dinge zu entwickeln. Wir probierten den neuen Motor und erhielten ein ähnliches Gefühl wie in Valencia. Wir müssen mehr Runden absolvieren, um die Elektronik zu verbessern.“

„Es ist schwierig, den wahren Charakter zu erkennen, solange wir die Probleme mit der Elektronik nicht gelöst haben. Die Elektronik arbeitet nicht konstant“, kritisiert Marquez. „Wir haben Fortschritte erzielt, doch es ist offensichtlich, dass die neue Elektronik nicht so gut ist wie die Honda-Software, die wir verwendet haben.“

„Uns ist bewusst, dass sie nicht so gut sein wird. Deswegen müssen wir einen Weg finden, damit zurechtzukommen, vor allem bei der Motorbremse und der Traktionskontrolle“, grübelt der WM-Dritte, der zwei Zehntelsekunden schneller war als Teamkollege Pedrosa, der mehr als eineinhalb Jahre lang nicht in Jerez fuhr. Beim Rennwochenende im Mai fehlte Pedrosa, weil er durch seine Armpump-Operation noch nicht genug Kraft hatte, um seine Honda RC213V um den Kurs zu dirigieren.

„Es war ein positiver erster Tag, auch wenn ich am Ende stürzte. Ich war auf der Bremse etwas zu aggressiv und verlor in der letzten Kurve das Vorderrad. Ich war etwas langsamer unterwegs, weil ich nach dem 2014er-Rennen nicht mehr hier fahren konnte. Ich nahm mir etwas Zeit, um mich an die Michelin-Reifen, das Motorrad und die Strecke zu gewöhnen“, berichtet der MotoGP-Routinier.

„Ich verglich die unterschiedlichen Motorvarianten und arbeite an den Einstellungen, da ich keine Daten aus diesem Jahr hatte. Wir versuchten, bestmöglich zu arbeiten, doch es war mehr eine Art Setup-Tag“, schildert Pedrosa. „Am Donnerstag kümmern wir uns detaillierter um die Motoren, die Reifen und die Elektronik.“

Text von Sebastian Fränzschky

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