© Honda - Vizeweltmeister Dani Pedrosa probierte den neuen Honda-Prototypen aus

Casey Stoner hat bei seinem Honda-Debüt bei den Testfahrten in Valencia einen starken Eindruck hinterlassen. Den zweiten Tag beendete der Australier als Tagesschnellster. Der ehemalige Ducati-Pilot absolvierte 63 Runden und probierte auch erstmals den Prototypen für 2011 aus. Das ist eine Evolution der 2010er-Maschine. Pedrosa hat ebenfalls viel Zeit auf dem neuen Motorrad verbracht. Speziell beim Bremsvorgang zahlen sich die Verbesserungen aus, denn das Motorrad soll sich stabiler verhalten. Das Testprogramm von Andrea Dovizioso umfasste Arbeiten am Chassis und der Elektronik.

Von Dienstag auf Mittwoch hat sich Stoner um sieben Zehntelsekunden steigern können und zog ein positives Fazit. „Wir haben heute einige Dinge beim Chassis und der Elektronik probiert“, wird der Weltmeister von 2007 von ‚MotoGP.com‘ zitiert. „Wir wollten damit ein besseres Gefühl erreichen und es hat auch geklappt. Wir haben auch einige neue Teile für 2011 probiert. Alles ist sehr positiv gelaufen. Wir haben auch einige Bridgestone-Reifen probiert. Im Gesamten sind wir sehr glücklich.“

Dovizioso war am zweiten Testtag nicht ganz fit, denn über Nacht ist leichtes Fieber gekommen. Trotzdem konnte der Italiener 68 Runden drehen und klassierte sich schließlich als Neunter. Er war mit einem modifizierten Chassis und den neuesten Öhlins-Dämpfern unterwegs. „Ich bin mit dem Material, das Honda gebracht hat, sehr zufrieden. Wir haben heute an der Elektronik, wie der Traktionskontrolle und der Motorbremse, gearbeitet. Wir haben dabei vernünftige Fortschritte erzielt.“

„Honda hat viel neues Material zur Verfügung gestellt, weshalb wir die Arbeit unter den Werksfahrern aufgeteilt haben. Ich habe mich auf die Elektronik konzentriert, obwohl ich auch ein leicht geändertes Chassis gefahren bin“, beschreibt Dovizioso. „Ich habe außerdem die neue Öhlins-Aufhängung getestet. Das ist die nächste Evolution der Teile, die wir im August in Brünn getestet haben. Sie haben gut funktioniert und ich hatte ein positives Gefühl, aber wir müssen daran noch etwas arbeiten.“

„Wir müssen noch die Bremsstabilität verbessern. Auf diesen Bereich werden wir uns auch weiterhin für das nächste Jahr konzentrieren“, erklärt der Italiener die weitere Marschrichtung. „Ich bin heute aufgewacht und hatte Fieber. Das hat den Tag komplizierter gemacht. Glücklicherweise habe ich mich okay gefühlt, also habe ich wie geplant getestet. Mit der finalen Rundenzeit bin ich nicht so zufrieden. Das ist nicht der beste Weg, um in die Winterpause zu gehen. Augrund des Fiebers konnte ich aber nicht schneller. Unterm Strich war es ein positiver Test.“

Der dritte Honda-Werksfahrer hatte ebenfalls noch mit körperlichen Defiziten zu kämpfen. Pedrosa ist nach seinem Schlüsselbeinbruch in Motegi immer noch nicht ganz fit und absolvierte trotzdem 48 Runden. „Der Test war positiv, obwohl ich keine Longruns fahren konnte. Meine Rundenzeiten waren recht gut und ich habe eine klare Idee davon bekommen, was wir in Zukunft noch ändern müssen, um einen weiteren Schritt vorwärts zu machen“, kommentiert der Vizeweltmeister die fünftbeste Zeit des Tages.

„Wir haben wieder den neuen Prototypen getestet. Er hat einige gute Punkte, die uns weiterhelfen, aber es gibt auch einige Dinge, die mir nicht so gefallen haben. Es ist kein komplett anderes Motorrad, denn ich wollte es genau so haben. Ich bin zufrieden damit. Geplant war, dass wir hauptsächlich am Chassis und am Motor arbeiten. Das Motorrad ist beim Bremsen jetzt stabiler, aber der Motor ist immer noch zu aggressiv.“

„Wir denken bereits an den Sepang-Test, wo wir all diese positiven Dinge zusammenstellen werden. Außerdem werden wir die neue Aufhängung testen, die ich noch nicht probiert habe. Wir wollen damit besseren Grip und Bremskraft erreichen. Ich habe noch zwei verschiedene Sorten Bridgestone-Reifen getestet. Sie haben gut funktioniert“, berichtet Pedrosa.

„Generell bin ich mit der Arbeit zufrieden, denn ich habe über das gesamte Wochenende unter meiner Schulter gelitten. Trotzdem konnte ich gute Informationen an das Team für den nächsten Test im Februar weitergeben. Morgen werde ich einen Doktor aufsuchen, der verschiedene Untersuchungen machen wird, um herauszufinden was mit meiner Schulter los ist. Ich weiß nicht, ob ich noch Operationen brauche, aber wenn nötig, dann werde ich es tun.“

Text von Gerald Dirnbeck

Motorsport-Total.com
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