Qatar - © Repsol

© Repsol – Von Mittwoch bis Freitag trifft sich die MotoGP-Elite zum finalen Test

Die MotoGP-Piloten treffen sich in dieser Woche zum finalen Test vor dem Saisonstart. Vom Mittwoch bis Freitag haben Valentino Rossi, Jorge Lorenzo, Marc Marquez und Co. Zeit, um ihre Motorräder auf den Losail International Circuit abzustimmen und neue Teile zu testen.

Es wird täglich von 16 bis 23 Uhr Ortszeit (14 bis 21 Uhr MEZ) gefahren. Ab 19 Uhr wird das Flutlicht eingeschaltet.

Bei den Tests in Sepang und Phillip Island gab es einige Überraschungen. Nach einer dominanten Vorstellung in Malaysia gelang es Weltmeister Lorenzo in Australien nicht, die starke Form zu bestätigen. In Sepang hatte Lorenzo mehr als eine halbe Sekunde Vorsprung auf seine Verfolger. Auf Phillip Island lag der Spanier etwas mehr als zwei Zehntelsekunden zurück und beendete den Test auf Position vier. Wo wird Lorenzo beim finalen Kräftemessen landen?

Yamaha-Teamkollege Valentino Rossi hielt sich bisher bewusst mit schnellen Runden zurück. Stattdessen arbeitete der Routinier fieberhaft an seiner Yamaha M1 und tendiert wie Lorenzo zum Hybridmodell aus 2015er- und 2016er-Chassis. Rossi beendete den Sepang-Test als Viertschnellster und war auf Phillip Island Sechstschnellster.

Und auch bei Honda lässt sich momentan schwer abschätzen, wie gut das 2016er-Motorrad ist. In Sepang fuhren Marc Marquez und Dani Pedrosa hinterher. In Australien legte sich HRC bei der Motorspezifikation fest, was besonders die Kundenteams freuen dürfte, denn beim Qatar-Test stellt HRC den Satellitenfahrern erstmals 2016er-Material zur Verfügung. Cal Crutchlow, Jack Miller und Tito Rabat fuhren bisher mit den Maschinen aus der vergangenen Saison.

Ducati hat beim 2016er-Modell ebenfalls noch Hausaufgaben abzuarbeiten. Luigi Dall’Igna hofft, dass man beim Katar-Test Fortschritte bei der Anpassung an die Michelin-Reifen macht. Bisher arbeiteten Andrea Dovizioso und Andrea Iannone kaum am Setup der Desmosedici GP, die für 2016 ein neues Seamless-Getriebe erhielt, das auch beim Wechsel vom fünften in den sechsten Gang nahtlos die Fahrstufen sortiert. Bisher arbeitete das Ducati-Getriebe nur vom ersten bis in den fünften Gang „seamless“. Ducati-Edeltester Casey Stoner wird ebenfalls in Katar fahren, doch erst nach dem Ende des offiziellen Tests. Pramac-Ducati-Pilot Danilo Petrucci wird nach seinem Phillip-Island-Sturz und der notwendigen Operation nicht am qatar-Test teilnehmen.


Das Getriebe ist auch bei Suzuki ein Thema. Nach der Premiere des Seamless-Getriebes im November besserte Suzuki über den Winter nach und arbeitete an einer Schaltbox, die auch beim Herunterschalten nahtlos die Gänge wechselt. Bisher war die Seamless-Funktion nur beim Hochschalten verfügbar. Es ist offen, ob die Suzuki-Werkspiloten in den Genuss kommen werden, die Evolutionsstufe zu testen oder ob ausschließlich Suzuki-Testpilot Takuya Tsuda mit dem neuen Getriebe Erfahrungen sammelt. Man darf auch gespannt sein, ob Maverick Vinales die starke Form von Australien bestätigen kann.

Bei Aprilia gab es zuletzt auch wichtige Neuigkeiten: Die Italiener verzichteten auf den Phillip-Island-Test und schoben dafür einen privaten Test in Katar ein, um die Werkspiloten erstmals mit der 2016er-Maschine auf die Strecke zu schicken. Das neue Motorrad hat mit der Vorjahresmaschine kaum Gemeinsamkeiten und ist eine komplette Neukonstruktion. Im Vergleich zur 2015er-Aprilia speckte die neue RS-GP einige Kilogramm ab und soll deutlich handlicher sein als die ausrangierte Vorjahresmaschine. Am Mittwoch wird die Maschine offiziell präsentiert.

Text von Sebastian Fränzschky

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