© Yamaha - Jorge Lorenzo gratulierte Casey Stoner zum verdienten Sieg in Laguna Seca

Honda-Pilot Casey Stoner hat mit dem Triumph in Laguna Seca seine Titelambitionen einmal mehr untermauert. Die ersten beiden Renndrittel führte allerdings Jorge Lorenzo auf der Yamaha an. Stoner taktierte klug, blieb als Dritter immer in Schlagdistanz zur Spitze und wurde gegen Rennende immer stärker.

Dani Pedrosa (Honda) und Lorenzo konnten das Tempo am Ende nicht mehr halten, weil beide körperlich nicht ganz fit waren. Stoner setzte sich mit einem mutigen Manöver auf der Zielgeraden an die Spitze und feierte seinen fünften Saisonsieg. Lorenzo war angesichts der Umstände mit dem zweiten Platz zufrieden.

„Ich war schon seit langer Zeit vor einem Rennen nicht mehr so ruhig wie heute“, schildert Stoner, der an den Trainingstagen mit seiner Honda nicht restlos zufrieden war. „Es war ein schwieriges Wochenende, aber im Warmup hatten wir eine Verbesserung gefunden. Wir dachten uns, dass wir mit der Spitze mitkämpfen können. Im Qualifying mussten wir sehr hart attackieren, um vorne dabei zu sein.“

„Wir wussten aber nicht, ob unser Tempo von gestern reichen würde, um auch am Ende noch schnell zu sein. Vielleicht hatten wir auch schon das Paket dafür. Zu Beginn des Rennens hatte ich zu kämpfen. Ich habe abgewartet und war ruhig, weil ich wusste, dass sie vorne nicht wegfahren können. Zu Beginn hatte ich Schwierigkeiten beim Umlegen und fand nicht die Fahrt, die ich brauche.“

„Als Runde für Runde mehr Benzin verbrannte, wurde es immer besser und besser. Ich habe dann beobachtet, was so vor sich geht. Sobald ich angreifen musste, hatte ich das Tempo um das Führungstrio einzuholen. Ich sah, dass Dani zu kämpfen hatte. Also habe ich ihn überholt, weil wir Zeit auf Jorge verloren“, sagt Stoner über die entscheidenden Momente. „Als ich Jorge eingeholt hatte, wollte ich hinter ihm bleiben und ihn beobachten.“

„Ich wusste, dass ich schneller fahren kann und entschied mich dazu, ihn zu überholen. Ich habe mich gegen Rennende hin sehr gut gefühlt. Die Leute haben in den vergangenen Rennen etwas auf uns vergessen. Wir hatten zu kämpfen, kennen die Gründe dafür aber nicht. Es war sehr gut allen zu zeigen, dass wir immer noch gewinnen können.“ 20 Punkte beträgt nun Stoners Vorsprung in der WM.

Lorenzo schlug nach seinem Sturz im dritten Freien Training mit der Pole-Position zurück und führte das Rennen über weite Strecken an. „Ich habe Glück, dass ich an diesem Wochenende Zweiter geworden bin. Nach dem Sturz am Vortag dachte ich in den ersten Momenten, dass ich unmöglich am Rennen teilnehmen kann. Nach dem Qualifying hatte ich die Hoffnung, dass ich bis zum Ende um den Sieg kämpfen kann.“

„Manchmal entsprechen Erwartungen nicht der Realität. Casey war heute schneller, speziell am Ende“, erkennt Lorenzo die Niederlage neidlos an. „Meine körperliche Verfassung war auch nicht perfekt. Alles zusammen hat dazu beigetragen, dass wir am Ende langsamer wurden. Der zweite Platz ist okay. Ich liege jetzt 20 Punkte hinter Casey zurück. Wir probieren es das nächste Mal wieder.“

Text von Gerald Dirnbeck

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