© Repsol Media - Marc Marquez war auch in Le Mans wieder zu schnell für die Konkurrenten

© Repsol Media – Marc Marquez war auch in Le Mans wieder zu schnell für die Konkurrenten

Die Show von Marc Marquez fand auch beim Grand Prix von Frankreich seine Fortsetzung. Der Weltmeister lag nach einem schwachen Start und einem Fehler in der ersten Runde nur auf dem zehnten Platz. Marquez startete eine Aufholjagd, pflügte durch das Feld und war nach zwölf Runden schon Zweiter.

Die versammelte Konkurrenz hatte keine Chance. Marquez übernahm 15 Runden vor Rennende die Führung und fuhr seinen fünften Sieg in Serie sicher nach Hause. Der 21-Jährige gewann alle Saisonrennen von der Pole-Position und ist souverän auf Kurs zur Titelverteidigung.

„Ich habe es sehr genossen, besonders nach der ersten Runde, denn in der ersten Runde war ich zu vorsichtig“, spricht Marquez die Anfangsphase an. „Ich wusste, dass mein Rhythmus gut war, also war ich vielleicht etwas zu selbstsicher. Als Lorenzo mich überholte, kam ich etwas von der Strecke ab und viele Fahrer überholten mich.“ Anschließende startete der Weltmeister seine Aufholjagd: „Danach hatte ich einige tolle Überholmanöver, die ich sehr genossen haben.“

„Ich sah, dass Valentino eine kleine Lücke herausgefahren hatte, dann gab ich 100 Prozent. Als ich ihn einholte, erwartete ich einen härteren Kampf, aber er machte einen kleinen Fehler. Danach versuchte ich, eine Lücke herauszufahren. Ich bin sehr glücklich über meinen fünften Sieg in Serie. Wir müssen den Moment genießen, denn es sieht einfach aus, aber es ist sehr schwierig.“ Valentino Rossi (Yamaha) übernahm in der turbulenten Anfangsphase die Führung, konnte Marquez aber nicht halten.

Mit Platz zwei eroberte der Superstar seinen dritten Podestplatz in dieser Saison. Er kletterte schon zum 150. Mal in seiner langen Karriere auf das Podium. „Ich bin sehr glücklich mit dem Rennen und dem Ergebnis, denn ich hatte einen sehr guten Start. Als ich sah, dass Dovi und Bradl vor mir waren, wusste ich, dass ich etwas schneller sein könnte, also überholte ich sie“, berichtet Rossi das Rennen aus seiner Sicht. „Ich fühlte mich sehr gut auf dem Motorrad und gab alles. Heute war es an der Front etwas schwieriger, vielleicht weil der Asphalt heißer war.“

„Ich gab das Maximum und meine Pace war nicht so schlecht. Als Marc auftauchte, pushte ich hart und versuchte 1:34.0er-Zeiten zu fahren, um ihm das Leben schwer zu machen. Aber im entschiedenen Moment habe ich leider einen Fehler gemacht. Ich habe etwas zu spät gebremst und bin von der Strecke abgekommen. Es ist eine Schande, denn dadurch war es zu einfach für Marc. Sonst hätten wir kämpfen können, denn ich war nicht so schlecht heute.“

„Ich hoffte, dass er für mich warten würde, aber das tat er nicht“, lacht Rossi. „Ich muss es nächste Woche in Mugello versuchen, da will ich ein gutes Wochenende haben und wieder mit ihm kämpfen.“ In der WM vergrößerte Marquez seinen Vorsprung auf Dani Pedrosa (Honda) auf 42 Punkte. Rossi hat 44 Zähler Rückstand.

Bautista fährt auf das Podest
Den letzten Podestplatz sicherte sich Alvaro Bautista (Gresini-Honda), der sich nach einem schwierigen Saisonstart im Spitzenfeld zurückmeldete. „Nach den schwierigen Rennen gibt uns das Ergebnis viel Zuversicht. Ich fühlte mich am Wochenende so gut und wir waren wirklich stark“, sagt Bautista glücklich. „Am Anfang des Rennens machten viele Fahrer Fehler und kamen von der Strecke ab.“

„Ich versuchte, ruhig zu bleiben und meinen Rhythmus zu finden. Ich sah, dass einige Fahrer vor mir langsamer waren und versuchte, sie zu überholen. Ich sah, dass Vale etwas schneller war als ich, aber am Ende fuhr ich wie Vale und Marc. Ich denke, dass der dritte Platz hier für uns sehr wichtig ist. Jetzt müssen wir dieses Gefühl mitnehmen und weiter so arbeiten.“

Moto2-Weltmeister Pol Espargaro (Tech-3-Yamaha) zeigte sein bisher stärkstes Rennen in der Königsklasse. Aus der ersten Reihe gestartet fuhr der Spanier im ersten Renndrittel lange hinter Rossi auf dem zweiten Platz. Schließlich kam er beim Heimrennen seines Teams als Vierter ins Ziel und feierte sein bestes MotoGP-Ergebnis. Hinter dem Rookie kämpften zwei erfahrene Spanier um den fünften Platz. Pedrosa und Jorge Lorenzo (Yamaha) spielten an der Spitze keine Rolle. Pedrosa setzte sich schließlich durch und wurde Fünfter.

Stefan Bradl Siebter
Stefan Bradl (LCR-Honda) kam dahinter alleine fahrend als Siebter ins Ziel. Der Deutsche zeigte wieder einen starken Beginn, katapultierte sich nach dem Start auf Platz zwei und mischte im ersten Renndrittel ganz vorne mit. Mit Fortdauer des Rennens fiel Bradl aber immer weiter zurück und hatte im Ziel schließlich zwölf Sekunden Rückstand auf Sieger Marquez.

Ducati spielte ebenfalls keine Rolle. Andrea Iannone (Pramac-Ducati) hatte als einziger Fahrer auf den Hinterreifen extra-soft gesetzt. Beim Start drängte der Italiener am Ausgang der Dunlop-Schikane Nicky Hayden (Aspar) ab, der deshalb stürzte. Iannone ging wenig später ebenfalls zu Boden und schied aus. Besser machte es Andrea Dovizioso. Der Werksfahrer übernahm beim Start die Spitze und kämpfte in den ersten Runden gegen Rossi und Bradl um die Führung.

Aber auch Dovizioso fiel mit Fortdauer des Rennens immer weiter zurück. Schließlich verteidigte der Italiener in den letzten Runden noch Rang acht gegen Aleix Espargaro (Forward-Yamaha) und Bradley Smith (Tech-3-Yamaha). Cal Crutchlow brachte die zweite Werks-Ducati als Elfter ins Ziel. MotoGP-Rookie Scott Redding (Gresini) war als Zwölfter der beste Open-Honda-Fahrer. Yonny Hernandez (Pramac-Ducati) setzte sich im Duell um Platz 13 gegen Hiroshi Aoyama (Aspar-Honda) durch.

Den letzten WM-Punkt nahm der Tscheche Karel Abraham (Cardion-Honda) mit. Die weiteren Fahrer im Ziel waren Michael Laverty (PBM), Colin Edwards (Forward-Yamaha), Broc Parkes (PBM) und Lokalmatador Mike di Meglio (Avintia). Neben Hayden und Iannone schied auch Hector Barbera (Avintia) durch Sturz aus. Der nächste Grand Prix findet am 1. Juni in Mugello (Italien) statt. Rossi wird dort seinen 300. WM-Start feiern.

Ergebnisse Rennen MotoGP Le Mans:

1 25 93 Marc MARQUEZ SPA Repsol Honda Team HONDA 44’03.925 159.5
2 20 46 Valentino ROSSI ITA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 44’05.411 159.4 1.486
3 16 19 Alvaro BAUTISTA SPA GO&FUN Honda Gresini HONDA 44’07.069 159.3 3.144
4 13 44 Pol ESPARGARO SPA Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 44’07.642 159.3 3.717
5 11 26 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team HONDA 44’08.002 159.3 4.077
6 10 99 Jorge LORENZO SPA Movistar Yamaha MotoGP YAMAHA 44’11.013 159.1 7.088
7 9 6 Stefan BRADL GER LCR Honda MotoGP HONDA 44’15.452 158.8 11.527
8 8 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Ducati Team DUCATI 44’26.028 158.2 22.103
9 7 41 Aleix ESPARGARO SPA NGM Forward Racing FORWARD YAMAHA 44’26.551 158.1 22.626
10 6 38 Bradley SMITH GBR Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 44’27.033 158.1 23.108
11 5 35 Cal CRUTCHLOW GBR Ducati Team DUCATI 44’29.705 158.0 25.780
12 4 45 Scott REDDING GBR GO&FUN Honda Gresini HONDA 44’43.448 157.2 39.523
13 3 68 Yonny HERNANDEZ COL Energy T.I. Pramac Racing DUCATI 44’46.469 157.0 42.544
14 2 7 Hiroshi AOYAMA JPN Drive M7 Aspar HONDA 44’46.661 157.0 42.736
15 1 17 Karel ABRAHAM CZE Cardion AB Motoracing HONDA 45’00.569 156.2 56.644
16 70 Michael LAVERTY GBR Paul Bird Motorsport PBM 45’18.048 155.2 1’14.123
17 5 Colin EDWARDS USA NGM Forward Racing FORWARD YAMAHA 45’23.648 154.8 1’19.723
18 23 Broc PARKES AUS Paul Bird Motorsport PBM 45’34.859 154.2 1’30.934
19 63 Mike DI MEGLIO FRA Avintia Racing AVINTIA 45’38.446 154.0 1’34.521

Text von Gerald Dirnbeck

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