Dani Pedrosa © Honda

© Honda - Dani Pedrosa hat sich seine erste Pole-Position in diesem Jahr gesichert

Das Qualifying der Königsklasse begann in Le Mans auf feuchter Strecke, doch im Laufe der 60 Minuten trocknete sie komplett und am Ende wurden mit weichen Slicks die schnellsten Runden gefahren. In den letzten Momenten entwickelte sich eine spannende Zeitenjagd, bei der neben den üblichen Verdächtigen auch das Tech-3-Duo kräftig mitmischte.

Als die letzten Sekunden herunter tickten, fing es wieder leicht zu tröpfeln an und die Fahrer setzten sich auf. Die Zeitenjagd war beendet. Die Pole-Position hatte sich Dani Pedrosa in 1:33.638 Minuten gesichert. Zum ersten Mal in diesem Jahr wird der „Raketenstarter“ vom besten Startplatz aus angreifen.

Sein Honda-Teamkollege Casey Stoner komplettierte als Zweiter das perfekte Teamergebnis. Der Weltmeister lag bis zur Schlussphase vorne, legte dann aber nicht mehr entscheidend zu. Unter dem Strich betrug sein Rückstand 0,303 Sekunden. Für eine positive Überraschung sorgte Andrera Dovizioso. Beim Heimrennen seines Tech-3-Teams katapultierte sich der Italiener auf den dritten Startplatz in die erste Reihe. Zu Beginn der Schlussphase lag „Dovi“ sogar auf Platz eins und wurde nur noch vom Honda-Duo verdrängt.

Die letzten zwei, drei Minuten verbrachte der Yamaha-Satelitenfahrer allerdings an der Box und beobachtete die Geschehnisse. Yamaha-Werksfahrer Jorge Lorenzo konnte Dovizioso nicht mehr verdrängen. Während der Italiener einen Rückstand von 0,338 Sekunden auf Pedrosa hatte, fehlten Lorenzo 0,466. Den letzten Angriff musste Lorenzo abbrechen, weil er auf langsamere CRT-Fahrer auflief und es eben leicht zu tröpfeln begann.

Die zweite Startreihe ist komplett in Yamaha-Hand. Hinter Lorenzo qualifizierten sich Cal Crutchlow (Tech 3/+0,540 Sekunden) und Ben Spies auf der zweiten Werksmaschine. Der Rückstand des Texaners betrug allerdings schon mehr als eine Sekunde. Bester Ducati-Fahrer war Superstar Valentino Rossi als Siebter. In den Kampf um die ersten fünf Plätze konnte der Italiener nie eingreifen. Schlussendlich fehlten 1,2 Sekunden auf Pedrosa. Sein Teamkollege Nicky Hayden hatte größere Probleme und landete auf Platz elf.

Die an diesem Wochenende bislang gute Vorstellung von Alvaro Bautista endete in den Schlussminuten im Kiesbett. Beim letzten Angriff stürzte der Spanier von seiner Honda des Gresini-Teams und wird am Sonntag neben Rossi von Startplatz acht angreifen. Die dritte Reihe komplettierte Hector Barbera mit der Pramac-Ducati. Reihe vier wird der Tscheche Karel Abraham (Cardion-Ducati) auf Position zehn anführen. Hinter Hayden war Randy de Puniet (Aspar) als Zwölfter der beste Claiming-Rule-Fahrer.

Und wo war Stefan Bradl? Der Deutsche landete nach einem turbulenten Qualifying auf Startplatz 13. Nachdem das Training auf feuchter Strecke begonnen hatte, warteten die meisten Fahrer an der Box, bis der Asphalt trocken war. Bradl war einer der ersten Fahrer, die es mit Slicks versuchten. Es klappte auch, denn zwischenzeitlich schob sich der Deutsche auf Platz eins. Kurz vor Halbzeit der 60 Minuten wurde der Moto2-Weltmeister allerdings per Highsider von seiner LCR-Honda geworfen.

Dabei prallte er hart auf dem linken Bein auf. Zunächst humpelte Bradl durch das Kiesbett und ließ sich dann von zwei Streckenposten helfen. Er kehrte an die Box zurück und griff mit dem Ersatzmotorrad erneut an. Kurzfristig kam er bis Platz sechs nach vor, doch schließlich wurde es Rang 13. Sein Rückstand betrug 2,2 Sekunden.

Somit konnte Lokalmatador de Puniet einen Prototypen schlagen. Zweitbester CRT-Fahrer war Michele Pirro (Gresini-Honda) als 14. Auf den weiteren Plätzen folgten Yonny Hernandez (Avintia) und James Ellison (PBM). Erstmals in diesem Jahr zeigte der Brite mit Platz 16 ein positives Ergebnis. 17. wurde Aleix Espargaro (Aspar), gefolgt von Danilo Petrucci (Ioda), Ivan Silva (Avintia) und Mattia Pasini (Speed Master). Schlusslicht war MotoGP-Rückkerher Chris Vermeulen, der den verletzten Colin Edwards auf der Suter-BMW ersetzt.

Ergebnisse:
1 26 Dani PEDROSA SPA Repsol Honda Team HONDA 1’33.638 20 22 303.7
2 1 Casey STONER AUS Repsol Honda Team HONDA 1’33.941 18 21 0.303 0.303 306.0
3 4 Andrea DOVIZIOSO ITA Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 1’33.976 22 23 0.338 0.035 304.0
4 99 Jorge LORENZO SPA Yamaha Factory Racing YAMAHA 1’34.104 20 22 0.466 0.128 300.8
5 35 Cal CRUTCHLOW GBR Monster Yamaha Tech 3 YAMAHA 1’34.178 20 22 0.540 0.074 302.4
6 11 Ben SPIES USA Yamaha Factory Racing YAMAHA 1’34.669 20 23 1.031 0.491 299.0
7 46 Valentino ROSSI ITA Ducati Team DUCATI 1’34.907 27 29 1.269 0.238 298.5
8 19 Alvaro BAUTISTA SPA San Carlo Honda Gresini HONDA 1’34.922 26 26 1.284 0.015 300.4
9 8 Hector BARBERA SPA Pramac Racing Team DUCATI 1’34.950 21 24 1.312 0.028 305.1
10 17 Karel ABRAHAM CZE Cardion AB Motoracing DUCATI 1’35.250 23 26 1.612 0.300 301.8
11 69 Nicky HAYDEN USA Ducati Team DUCATI 1’35.291 24 27 1.653 0.041 298.5
12 14 Randy DE PUNIET FRA Power Electronics Aspar ART 1’35.694 18 21 2.056 0.403 286.5
13 6 Stefan BRADL GER LCR Honda MotoGP HONDA 1’35.862 17 21 2.224 0.168 300.7
14 51 Michele PIRRO ITA San Carlo Honda Gresini FTR 1’36.646 18 20 3.008 0.784 283.7
15 68 Yonny HERNANDEZ COL Avintia Blusens BQR 1’37.202 22 26 3.564 0.556 283.6
16 77 James ELLISON GBR Paul Bird Motorsport ART 1’37.666 23 26 4.028 0.464 279.2
17 41 Aleix ESPARGARO SPA Power Electronics Aspar ART 1’37.760 14 15 4.122 0.094 281.3
18 9 Danilo PETRUCCI ITA Came IodaRacing Project IODA 1’37.767 16 20 4.129 0.007 269.5
19 22 Ivan SILVA SPA Avintia Blusens BQR 1’38.198 22 22 4.560 0.431 282.0
20 54 Mattia PASINI ITA Speed Master ART 1’38.511 21 22 4.873 0.313 279.3
21 7 Chris VERMEULEN AUS NGM Mobile Forward Racing SUTER 1’38.658 19 20 5.020 0.147 281.8

Text von Gerald Dirnbeck

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