© Pramac - Der Franzose Randy de Puniet testete mit der Aspar-Mannschaft die Aprilia

Am gestrigen Donnerstag gingen die Testfahrten in Jerez weiter. Es war ein Mix aus verschiedenen Motorrädern unterwegs, denn es fuhren MotoGP-Prototypen, Claiming-Rule-Maschinen, die Moto2 und das Superbike-Team von BMW. Die Bestzeit markierte Randy de Puniet auf einer Aprilia. Die Zeiten waren nicht offiziell, aber der Franzose wurde in 1:41.5 Minuten gestoppt. Es war eine Art Hybrid-Aprilia, denn sie war mit Bridgestone-MotoGP-Reifen und Karbonbremsen ausgerüstet. Dieses Motorrad ist Alex Hofmann vergangene Woche in Valencia gefahren.

De Puniet hat noch keinen Vertrag für die nächste Saison, aber es sieht ganz danach aus, dass er eines der CR-Motorräder der Aspar-Mannschaft fahren wird. Bereits in Jerez wurden die Tests von der Aspar-Box aus betreut. Die Mechaniker von Jorge Martinez arbeiteten eng mit Aprilia-Ingenieuren zusammen, um Daten für die Bridgestone-Reifen und die Karbonbremsen zu sammeln. Da die MotoGP-Reifen über eine steifere Karkasse verfügen, muss das Motorrad daran angepasst werden.

Colin Edwards war den zweiten Tag mit der Suter-BMW des Forward-Teams unterwegs. Im Vergleich zum Mittwoch konnte er sich um mehr als eine Sekunde steigern. Zumindest war der „Texas Tornado“ schneller als die Moto2-Zeiten. Er wurde mit einer Bestmarke von 1:42.6 Minuten gestoppt. Zum Vergleich lag die Pole-Position-Zeit vom vergangenen April bei 1:38.7 Minuten.

Im Fahrerlager war zu hören, dass Edwards mit dem Potenzial zufrieden ist. Dennoch meinte er, dass das Motorrad erst zu 65 Prozent ausgereizt ist und der Rest bei der Elektronik zu finden ist. Außerdem gab sein Vater an, dass Edwards nach dem bösen Unfall von Sepang bei weitem noch nicht fit ist. Es wartet noch viel Arbeit auf die Forward-Truppe, aber die ersten Anzeichen sind positiv. Für den Routinier sind die Testfahrten damit beendet. Er fliegt zurück in die USA und wird seine Genesung fortsetzen.

Auch die übrigen Claiming-Rule-Teams machten Fortschritte. Laut Informationen von ‚MotoWorld‘ wird das BQR-Team nicht Material von Inmotec verwenden, weil der Motor bis Saisonbeginn nicht fertig wird. Stattdessen hat man sich auf FTR-Kawasaki festgelegt. Yonny Hernandez und Ivan Silva steigerten sich im Vergleich zum Vortag ebenfalls um über eine Sekunde.

Das Ducati-MotoGP-Team war ebenfalls mit zwei Fahrern im Einsatz. Es wurden aber keine Zeiten veröffentlicht. Superbike-Weltmeister Carlos Checa gab seine Eindrücke von der neuen Desmosedici weiter. Für den Spanier ist der Test ebenfalls beendet, denn er flog am Abend weiter nach Russland, wo eine Pressekonferenz bezüglich der Superbike-Premiere auf dem Moskau-Raceway stattfindet. Testfahrer Franco Battaini drehte ebenfalls reichlich Runden mit der Ducati.

Moto2: Redding erneut top

In der Moto2-Klasse zeigte sich das gleiche Bild wie am Vortag. An der Spitze waren vier Kalex-Chassis zu finden. Erneut fuhr Scott Redding (Marc VDS) in 1:42.9 Minuten die schnellste Zeit. Nur eine Zehntelsekunde langsamer war Pol Espargaro mit der Pons-Kalex. Sein Teamkollege Esteve Rabat folgte mit der drittschnellsten Zeit. Mika Kallio (Marc VDS) reihte sich als Vierter der inoffiziellen Zeitenliste ein.

Bradley Smith konnte sich mit der Tech 3 steigern und den Rückstand zu seinem Landsmann Redding verkürzen. Gino Rea hatte dagegen technische Probleme an seiner Moriwaki des Gresini-Rennstalls und konnte nur 20 Runden drehen. Das Aspar-Duo Toni Elias und Nicolas Terol hatten über eineinhalb Sekunden Rückstand auf die Spitze.

Aus der Superbike-Szene war das BMW-Werksteam mit den beiden Stammpiloten Leon Haslam und Neuzugang Marco Melandri vor Ort. Es wurden keine Rundenzeiten veröffentlicht. Die beiden fuhren unterschiedliche Programme. Es wurde unter anderem die hauseigene Elektronik mit jener von Magneti Marelli verglichen. Bereits Anfang der kommenden Woche geht es für BMW weiter nach Portimao, wenn gemeinsam mit Crescent-Suzuki und Aprilia getestet wird.

Am Freitag steht der letzte Testtag in Jerez auf dem Programm. Es werden aber deutlich weniger Motorräder unterwegs sein, da einige Teams schon zusammengepackt haben.

Die Testzeiten aus Jerez (Donnerstag):

MotoGP:
Randy de Puniet (Aspar Racing Aprilia) 1:41.5 Minuten
Colin Edwards (NGM Forward Racing) 1:42.6
Ivan Silva (BQR-FTR Kawasaki) 1:44.3
Yonni Hernández (BQR-FTR Kawasaki) 1:44.4

Moto2:
01. Scott Redding (MarcVDS Kalex) 1:42.9 Minuten
02. Pol Espargaro (Pons Kalex) 1:43.0
03. Esteve Rabat (Pons Kalex) 1:43.3
04. Mika Kallio (MarcVDS Kalex) 1:43.5
05. Bradley Smith (Tech3) 1:43.6
06. Gino Rea (Gresini Moriwaki) 1:43.8
07. Alex De Angelis (Forward Suter) 1:43.9
08. Yuki Takahashi (Forward Suter) 1:44.2
09. Axel Pons (Pons Kalex) 1:44.7
10. Toni Elias (Aspar Suter) 1:44.7
11. Nico Terol (Aspar Suter) 1:44.9
12. Xavier Simeon (Tech3) 1:45.0

Text von Gerald Dirnbeck

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