© Repsol - Andrea Dovizioso (4) schnappte Valentino Rossi (46) den zweiten Platz weg

In den letzten Runden des Großen Preises von Frankreich kämpften zwei Italiener um die verbliebenen Podestplätze. Honda-Pilot Casey Stoner war bereits entschwunden und fuhr einem souveränen Sieg entgegen. Im letzten Umlauf konnte Andrea Dovizioso das Tempo auf seiner Honda leicht forcieren und den Vorsprung auf Valentino Rossi genau so groß halten, dass der neunfache Weltmeister keine Chance mehr auf einen richtigen Angriff hatte. Der Ducati-Pilot stieg erstmals in seinem neuen Karriere-Abschnitt mit dem italienischen Team auf das Podest.

„Ich bin sehr glücklich mit diesem Resultat, denn wir sind auf dem richtigen Weg. Ich hatte heute viel Spaß. Ich bin gut mit der Desmosedici gefahren, speziell in den technischen Abschnitten der Strecke“, zieht Rossi Bilanz. Auch die Schulterprobleme gehören ein Jahr nach der Verletzung der Vergangenheit an. „Ich habe mich vom Start bis ins Ziel gut gefühlt und bin vernünftige Rundenzeiten gefahren.“

„Im Warmup haben wir mit Jeremy (Burgess; Anm. d. Red) und den Ducati-Jungs einige Veränderungen an der Abstimmung vorgenommen. Diese haben uns ein paar Zehntel schneller gemacht. Ich wusste, dass ich Lorenzo schlagen kann. Das war mein Ziel. Ich habe auch ‚Dovi‘ zu einem Zeitpunkt überholt, aber ich war etwas verwirrt und setzte mein Manöver in der vorletzten, statt der letzten Runde. Ich hatte für einen Moment meine Konzentration verloren, aber um es kurz zu sagen, er hat mich wieder bekommen.“

„Egal, es ist schon so in Ordnung. Ich bin glücklich für mich, mein Team, Filippo (Preziosi; Anm. d. Red.) und für alle meine Mechaniker. Dieses Resultat stärkt unsere Moral. Wir müssen weiterarbeiten und uns kontinuierlich verbessern, denn es gibt noch viel zu erledigen. Ich muss mich steigern und mich besser an die Ducati anpassen. Ich fahre sie immer noch nicht so, wie sie gefahren werden sollte.“

Dovizioso besiegte zum zweiten Mal in Folge auf den letzten Metern den neunfachen Weltmeister. Auch der Honda-Pilot hatte einen schwierigen Saisonauftakt im Vergleich zu seinen Teamkollegen. Obwohl der Rückstand auf Stoner mit 14 Sekunden immer noch groß war, ist der 25-Jährige über sein Ergebnis sehr glücklich. „Ich bin mit dem zweiten Platz heute wirklich zufrieden. Das ist so wichtig für die Meisterschaft – und das nach einem Saisonstart, bei dem wir nicht die Ergebnisse erzielt haben, die wir erwartet hatten.“

„Wir haben als Team seit Beginn des Wochenendes einen sehr guten Job gemacht. Ich wusste, dass ich um eine Podiumsplatzierung kämpfen kann, habe den zweiten Platz aber nicht erwartet. Ich hatte einen großartigen Zweikampf mit Valentino. Ihn zu schlagen, hat immer einen besonderen Geschmack“, freut sich Dovizioso. „Ich habe in zwei Bereichen viel verloren, war aber auf der Bremse stark.“

„Ich habe mir also eine gute Strategie zurechtgelegt und als ich ihn überholt hatte, habe ich hundert Prozent gegeben, damit er besonders in den Kurven zehn und elf nicht so dicht hinter mir ist, wo er besonders stark gewesen ist. Ich hatte einen guten Start, Lorenzos hartes Überholmanöver hat mich etwas zurückgeworfen. Dann habe ich gepusht, um die Lücke wieder zu schließen. Wir hatten eine gute Pace, müssen aber noch schneller werden. Wir müssen weiter arbeiten, um die Lücke zu den Top-Fahrern zu schließen.“

Text von Gerald Dirnbeck & Lennart Schmid

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